Lange gehörte das plastische Werk Picassos zu den bestgehüteten Geheimnissen der Kunst des 20. Jahrhunderts. Erst in den sechziger Jahren entließ Picasso seine Skulpturen aus der Intimität des Ateliers und offenbarte dem Kunstpublikum einen Reichtum, der dem des malerischen und grafischen Oeuvres gleichberechtigt zur Seite treten konnte.
Vorläufer dieser Publikation ist »Das plastische Werk« des Picasso-Experten Werner Spies, das wertvolle Auskünfte den Gesprächen des Autors mit dem Künstler und Freund Picasso verdankt. Erstmals 1970 erschienen, wurde es schnell zum Standardwerk. Anlässlich der Ausstellung im Centre Pompidou in Paris wurde der Text vollständig überarbeitet und in wesentlichen Teilen ergänzt. Die Publikation stellt zahlreiche Werke in großformatigen, farbigen Abbildungen vor. Sie beschreibt nahezu 740 Arbeiten Picassos: Das Spektrum reicht von winzigen, aus Papier gerissenen Figuren über Konstruktionen aus Metall, Holz und Fundstücken, Klappskulpturen aus Blech bis zu großen, oft monumentalen Arbeiten. Die Publikation mit einem Werkverzeichnis der Skulpturen ist damit die umfassendste Darstellung von Picassos plastischem Werk.