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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
108 von 118 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
surreales Verschwörungsballett,
Von
Rezension bezieht sich auf: Pi (DVD)
Ich bin weder Indi-Film-Schauer noch würde ich mich als Intellektueller bezeichnen, aber von mancher hier geäußerter Kritik am Film bin ich aufrichtig entsetzt. Da heißt es ein paar Zeilen weiter unten, der Film sei in seiner Aussage verfehlt, die Atmosphäre sei falsch, und überhaupt fehlen Teile der Handlung. Verzeihung, aber das finde ich GRUSELIG, und ich möchte kurz darlegen warum.Es gibt drei Arten von Zuschauern. Der erste sieht einen Film, den er nicht versteht/der ihm nicht gefällt und gibt sich damit zufrieden, dass man auch gute Filme nicht unbedingt verstehen oder mögen muss. Der zweite sieht einen Film, den er nicht versteht und wird neugierig, was vielleicht dazu führt, dass er ihn nochmal anschaut und dann entweder mag oder nicht. Zugegeben, dieser Menschenschlag ist selten. Der dritte aber, den ich persönlich am tragischsten finde, sieht einen Film, versteht ihn nicht, hält sich aber für wichtig genug, ihn kritisieren und gönnerhaft korrigieren zu dürfen. Rezensionen solcher Menschen häufen sich leider gerade bei eher ungewöhnlichen Filmen. Das Problem besteht nur leider darin, dass derartige Destruktivität weder dem Film noch diesen Leuten etwas bringt, weil der Film an Sternen und der Mensch an möglicher Einsicht verliert. Diesen Menschen möchte ich nahelegen, bei den bewährten Hollywoodproduktionen zu bleiben und das Vordenken Leuten zu überlassen, die das nötige Geschick haben. Dennoch werde ich hier versuchen, diesen Film "Pi" möglichst objektiv darzulegen, die Entschiedung, ob es gelungen ist, überlasse ich dem Leser. "Pi" stellt ein Experiment dar. Die schwarz-weiß-Ästhetik verbunden mit den eigenwilligen Schnitten erinnerte mich an "Metropolis", auch die Intention des Films scheint mir hier angelehnt. Die Story mutet an wie die Mutter von "Beautiful Mind", allerdings düsterer und pessimistischer. Auch authentischer wie ich finde. Die Darsteller sind in ihren Rollen sehr intensiv und überzeugend. Warum 5 Sterne? Weil Aronofsky an eine Grenze und darüber hinaus geht, und ohne derartige Grenzüberschreitungen bliebe das Filmgenre in seiner Entwicklung stecken. Ich prämiere hier also, dass Arkonofsky ein Thema in einer unglaublich originellen und gleichzeitig ausgereiften Weise präsentiert, mehr kann man von einem Film nicht erwarten wie ich finde. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
2:50 Ich drücke Return,
Von
Rezension bezieht sich auf: Pi (DVD)
9:13 PrivatnotizAls ich noch sehr klein war, sagte meine Mutter mir, dass ich nicht in die Sonne starren soll. Doch als ich 6 Jahre alt war, tat ich es. Das Mathematikgenie Max beschäftigt sich mit der Entschlüsselung eines Musters bei Aktienkursen. Dabei wird er von heftigen Schmerzattacken geplagt, die einen außerordentlichen Konsum von Schmerztabletten nach sich ziehen. Obwohl er seine Versuche als gescheitert erklärt, spuckt der Computer eine Zahl aus, bevor er den Geist aufgibt. Nachfolgend wird er von irgendwelchen Börsenhaien verfolgt und auch eine Gruppe von Juden ist ihm auf den Fersen, da er ihnen helfen soll die Tora mathematisch zu entschlüsseln. Alles dreht sich um eine 216 stellige Zahl, die ihn langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt. 2:50 Ich drücke Return Menschen stehen blutend in der U-Bahn Station, andere verschwinden aus einem fahrenden Zug und was machen all die Ameisen in seiner Wohnung? Wieso liegt da ein Gehirn am Fuße der Treppe? 17:55 Privatnotiz Der zweite Anfall innerhalb von 24 Stunden Regisseur Darren Aronofsky hat hier mit seinem Erstling ein unglaubliches Meisterwerk abgeliefert. Die Kameraführung ist fantastisch und bringt mit wenigen Kniffen eine mörderische Spannung ins Geschehen. Genie oder Wahnsinn? Das gilt für den Hauptprotagonisten genauso, wie für den Mann hinter der Kamera. Der Film besteht aus einem unglaublich hohen schwarz/weiß Kontrast. Das Weiß wirkt überbelichtet und Graustufen sind nur selten zu vernehmen. Die Paranoia im Film wird durch diese fulminante Optik total verstärkt. Wenn die Kamera dann nur noch sein Gesicht zeigt, während er durch die Straßen hetzt, ist durch den hohen Kontrast ein äußerst ungewohntes, aber fantastisches Filmerlebnis gegeben. 10:18 Ich drücke Return Unterstützt wird das Alles durch einen unglaublich starken Soundtrack. Neben Cint Mansell, der den Hauptrack geschrieben hat, geben sich Orbital, Autechre und Massive Attack die Klinke in die Hand und bieten einen Electroscore vom Allerfeinsten. Mathematik ist die Sprache der Natur Darren Aronofsky, der uns bereits mit "Requiem for a dream", "The Fountain" und "The Wrestler" mehrfach in Staunen und Entzücken versetzt hat, macht Filme wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Die einzige Parallele liegt in der Visualisierung des Tablettenkonsums zu "Requiem for a dream". Ansonsten stellt jeder Film etwas völlig Eigenes dar. Dies rechne ich ihm hoch an und sehe ihn als den besten und auch innovativsten Regisseur der Neuzeit, da Kollege Nolan sich ja derzeit lieber mit Comics beschäftigt. 17:22 Privatnotiz Als ich noch sehr klein war, sagte meine Mutter mir, dass ich nicht in die Sonne starren soll. Doch als ich 6 Jahre alt war, tat ich es. TOP-Empfehlung für aufgeschlossene Geister! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nichts für Verschwörungstheoretiker,
Rezension bezieht sich auf: Pi (DVD)
Obwohl ich den Film wirklich interessant und in einer Art und Weise auch neuartig fand, kann ich den Pi-Propagandisten nicht ganz zustimmen. Diejenigen, die bahaupten "Pi" sei der beste Konspirationsstreifen seit "Three Days of the Condor", gehen meiner Meinung nach zu fanatisch mit solchen Werken um. Natürlich wurden alle Klischees wie klaustrophobische Stimmungserzeugung, Black and White Nutzung, suspekte Chemikalien und selbstverständlich die unergründliche Mathematik des Lebens (und eben Börse) bedient. Aber es gab auch neue Twists in diesem Film; nicht erklärte Charaktere als Bürden des Protagonisten und tatsächliche nebelige Erklärungsversuche. Mit der Zeit verbündet man sich mit dem Antihelden, man meint sogar seiner Logik folgen und in der seiner (und unserer) Umgebung neue versteckte Hinweise, Muster und subjektive Tatsachen erkennen zu können. Der Zuschauer entwickelt sich also im Verlauf mit, wird von Paranoia und verrückten eigenen Ideen gefangen gehalten. So sehr man also dem verstörenden Ende entgegenfiebert, umso mehr wird man von der unberfriedigenden Verschwommenheit enttäuscht. Ich nehme an, das ist es, was Verschwörungsfanatiker auch als gutes Ende handeln, doch muss die "Warnung" in den DVD-Extras wahrgenommen werden - die schier unendliche Zahlenfolge nach der drei hat KEINE Bedeutung und das haben richtige Mathematiker schon vor uns herausgefunden. Steigert euch also bitte nicht in sowas hinein.Auf jeden Fall ist dieses Werk packend und mitreissend. Ausser dem explizit für MICH (also keine Drohbriefe bitte) zu dünnem Ende also auch sehr zu empfehlen - ein bestimmtes, undefiniertes Publikum wird sich daran durchaus erquicken können. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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