Neue Zürcher Zeitung
Die Problematik ist komplex: Unsere moderne Lebensweise gründet weitgehend auf Energie, die wir im Allgemeinen aus fossilen Energiequellen gewinnen. Damit handeln wir uns aber gravierende Nachteile ein Endlichkeit dieser Ressourcen, Treibhauseffekt oder ökologische Folgelasten seien als Stichworte erwähnt.
Die Nutzung der Sonnenenergie jährlich fallen rund 1,5 Trillionen kWh auf unsere Erdhülle, wovon rund die Hälfte die Erdoberfläche erreicht weckt in diesem Zusammenhang Hoffnungen, den Pfad der fossilen Ausschliesslichkeit allmählich verlassen zu können. Im Bereich der aktiven Nutzung der Sonnenenergie steht die Solarzelle im Mittelpunkt der Bemühungen. Das Buch «Physik der Solarzellen» vom Karlsruher Physiker Peter Würfel soeben in einer erweiterten zweiten Auflage erschienen führt mit akribischer Gründlichkeit in die physikalischen Gesetzmässigkeiten ein, die der Funktion einer Solarzellen zu Grunde liegen. Beginnend mit Grundlagenwissen über Energiewirtschaft, Sonnenstrahlung und Halbleitertechnologie richtet Würfel sein Augenmerk besonders auf die Solarzellen-Struktur sowie auf die Bestimmung und Optimierung von Wirkungsgraden von Solarzellen.
Das ganze Unterfangen kleidet der Autor in eine recht anspruchsvolle Fachsprache, die mit mathematischen Formeln und Diagrammübersichten nicht geizt. Auch wenn der Autor im Vorwort seine Absicht bekräftigt, dass das Buch auch für «Nicht-Physiker» geeignet sei, muss klar darauf hingewiesen werden, dass die Lektüre ein breites mathematisch-physikalisches Wissen voraussetzt. Mithin sind mit dieser Publikation besonders Ingenieure und Naturwissenschafter angesprochen, die sich in diese zukunftsträchtige Technologie hineindenken wollen oder müssen.
Claudio Moro