Die Roots sind eine der wenigen Künstler sind, deren Platte ich auch ungehört kaufen würde (Erykah, Mos Def, Gangstarr/Jazzmatazz, D'Angelo, DeLaSoul, Outkast würden mir als einzige andere einfallen). Dementsprechend überrascht war ich dann die Platte zu hören. Ich hatte zwar in Interviews mit ?uestlove gehört, dass sie das härteste sein sollte, was die Roots je gemacht haben, aber die beiden erste Auskopplung (Break You Off) war doch alles andere als hart.
Die Platte hat aber dank Neu-Roots-Mitglied Ben Kenney, der die E-Gitarre spielt einen sehr rockigen Touch gekriegt, der nicht mehr unbedingt nach Roots klingt. Einerseits war ich deshalb enttäuscht, weil mir die bisherigen Platten doch sehr gefallen haben und diese doch sehr anders ist, andrerseits ist das aber auch ein Zeichen von Vielseitigkeit. Die Roots haben halt nicht eine bewährte Formel, die sie immer wieder anwenden, sie sind auch bereit neue Wege zu gehen. Wobei ich allerdings befürchte, dass diese Platte bei HipHop-Puristen nicht den üblichen Anklang finden wird. Ob zu Unrecht, das mag jeder für sich beurteilen. Ich selber kann mir noch nicht ein endgültiges Urteil bilden, aber ich muss sagen, sie gefällt mir immer besser, wobei ich bezweifle, dass sie mir jemals so gut gefallen könnte, wie die „Things Fall Apart". Aber die hätte von mir auch mindestens 7 Sterne bekommen.
Die Platte hat aber dank Neu-Roots-Mitglied Ben Kenney, der die E-Gitarre spielt einen sehr rockigen Touch gekriegt, der nicht mehr unbedingt nach Roots klingt. Einerseits war ich deshalb enttäuscht, weil mir die bisherigen Platten doch sehr gefallen haben und diese doch sehr anders ist, andrerseits ist das aber auch ein Zeichen von Vielseitigkeit. Die Roots haben halt nicht eine bewährte Formel, die sie immer wieder anwenden, sie sind auch bereit neue Wege zu gehen. Wobei ich allerdings befürchte, dass diese Platte bei HipHop-Puristen nicht den üblichen Anklang finden wird. Ob zu Unrecht, das mag jeder für sich beurteilen. Ich selber kann mir noch nicht ein endgültiges Urteil bilden, aber ich muss sagen, sie gefällt mir immer besser, wobei ich bezweifle, dass sie mir jemals so gut gefallen könnte, wie die „Things Fall Apart". Aber die hätte von mir auch mindestens 7 Sterne bekommen.
Zu den einzelnen Tracks:
1. Keynote Speaker:
Dieses Mal macht Ursula Rucker nicht das Outro, sondern das Intro. Allerdings so kurz, das ich dazu keine Wertung abgeben sollte...
2. Rush:
Die erste Überraschung auf der Platte. Der Beat von „We Will Rock You" von Queen. Black Thought überzeugt, aber doch sehr hart und unrhythmisch und nicht unbedingt mein Fall.
*
3. !!!!!!!!!:
Ein kurzes Interlude. Aber das hört sich schon nach übelster Headbanger-Musik an. Aber zu kurz für eine Bewertung, die aber nicht gut ausfallen würde.
4. Sacrifice (feat. Nelly Furtado):
Das erste langsame Stück. Meiner Meinung nach auch eines der besten Stücke auf der Platte. Gefällt mir von Mal zu Mal besser und es hat mir schon beim ersten Mal hören sehr gut gefallen. Nelly Furtado macht sich auf dem Stück mehr als gut und sie und Tariq (Black Thought's echter Name) harmonieren perfekt. Der Beat ist sehr entspannt und lädt zum chillen ein.
*****
5. Rolling with heat (feat. Talib Kweli):
Ein Track, der mir immer besser gefällt. Sehr minimal eingespielter Track, aber ein Rhythmus, der sich einprägt. Talib Kweli gefällt mir sehr gut auf dem Track.
****
6. WAOK (AY) Rollcall:
Einfaches Namedropping an Artists, denen die Roots Respekt zollen. 230 Namen fallen in weniger als auch 48 Sekunden, deshalb muss man verdammt aufpassen um auch nur die Hälfte mitzukriegen. Nein, die Namen werden nicht zu schnell aufgezählt, sie werden mehrstimmig von Ursula Rucker vorgelesen. Gefällt mir.
7. Thought @ Work:
Ein weiteres Stück, an dem Ben Kenney seine Spuren hinterlassen hat. E-Gitarren-Klänge, die doch nicht gerade Roots-typisch klingen. Die Lyrics sind aber Battle-Texte, wie sie außer Blak Thought nur wenige andere hinkriegen. Das Lied bezieht sich anscheinend auf einen Track von Kool G rap und DJ Polo, das damals den Grundstein für die Roots gelegt hat. Ich kenne das Original aber nicht, deshalb kann ich darauf nicht eingehen.
***
8. The Seed (2.0) (feat. Cody ChestnuTT):
Eines der besten Tracks auf dem Album. Die E-Gitarre klingt schon fast nach Keith Richards (für alle Banausen: das ist der Gitarrist von den Rolling Stones), sehr melodischer Gesang von Cody ChestnuTT (den ich beschämenderweise noch gar nicht kannte). Die Lyrics gefallen mir auch sehr gut.
*****
9. Break You Off (feat. Musiq Soulchild):
Nicht umsonst die erste Auskopplung. Ein wenig länger als die Single-Version. Musikalisch wie auch vom Gesang sehr smooth. Musiq Soulchild hat aus dem Refrain einen ganz schönen Ohrwurm gezaubert. Auch wenn ich das Lied schon lange kenne, mir gefällt es verdammt gut und ich kriege immer noch eine Gänsehaut. Das Roots-typische Orgelspiel von Kamal ist so gut wie eh und je. Wem das Lied nicht gefällt, dem kann ich auch nicht helfen.
*****
10. Water:
Vom Text her vielleicht das schwierigste und persönlichste Stück, was die Roots je gespielt haben. Hier versucht Black Thought die Probleme von (Ex-?) Roots-Mitglied Malik B zu verarbeiten, die ja wie man hier deutlichst raushört extremen Drogenprobleme zu haben scheint. Er spricht Malik direkt an und fordert ihn auf sein Gottgegebenes Talent zu rappen zu nützen anstatt sich kaputt zu machen. Das Lied an sich ist aber auch ohne den sehr tiefgründigen Text sehr gut. Die Lyrics machen es aber zu was wirklich Besonderem. Nach 5 Minuten eigentlichem Lied kommen dann noch 6 Minuten rein Instrumentales, die mit einem Herzschlag beginnen dann aber doch sehr anstrengend sind, aber sehr versöhnlich aufhören.
*****
11. Quills:
Eines der Lieder, über die es mir nicht so wirklich leicht fällt zu urteilen. Ein sehr smoother Gesang von Tracey Moore (von den Jazzyfatnastees), aber ansonsten klingt das Lied doch aufgrund der Orgeln sehr düster.
** bis **** ( je nach Laune)
12. Pussy Galore:
Auch hier singt Tracey Moore mit. Aber das Lied gefällt mir um einges besser. Alles passt zusammen. Die Musik hat etwas sehr trauriges, mich berührt das sie sehr. Der Text gefällt mir auch sehr gut.
*****
13. Complexity (feat. Jill Scott):
Dieses Mal wurde Jill Scott nicht durch Erykah substituiert um den Plattenverkauf anzukurbeln und sie zeigt wie gut sie zu den Roots passt. Ein sehr smoother Track. Vielleicht nicht so massentauglich (und auch genial) wie „You Got Me", aber ein schöner Lovesong muss ja anscheinend auf jeder Rootsplatte kurz vor Schluss Ihren Platz finden.
****
14. Something In The Way Of Things (In Town):
Nein nicht Ursula Rucker, sondern Amiri Baraka gibt sich diesmal die Ehre. Die Regeln sind aber die gleichen. Jazzige Klänge und Spoken Poetry mit sehr tiefen Inhalten. Ursula hat mir zwar immer ein bisschen besser gefallen, aber das ist trotzdem ein sehr guter Track. Für meinen Geschmack ein wenig zu hektisch
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