Produktinformation
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Ein solcher Effekt, sagt Scheele, entstehe auch mit Texten. Obwohl diese dafür -- im Gegensatz zu den 3-D-Bildern -- gar nicht vorbereitet sind. Die Worte, die beim Erblicken "wahrscheinlich verschwommen" seien, würden "eine ungewöhnliche Klarheit und Tiefe" erhalten. Aber nur, wenn man sich entspannt. Autogenes Training soll den unscharfen Input in einen scharfen Output verwandeln. Wer seine Augen nicht auf den Text fokussiert, kann die Schriftzeichen darin sogar noch besser lesen als sonst, sagt Scheele. "Wenn Sie sich weiter entspannen, werden Sie merken, daß die Buchstaben klarer als gewöhnlich sind."
Für das Photoreading nötig sei indes nicht nur das "Photofokussieren" selbst, sondern das fünfstufige "Photoreading Whole Mind System". Dieses beginnt mit der Herstellung des "idealen Bewußtseinszustands" und endet mit einer mehr oder weniger langen "Aktivierung". "Um das Gelesene zu verstehen, müssen Sie es loslassen, während es in Ihrem Gehirn 'reift'". Frucht des "vorbewußten Lesens" soll eine Leseleistung von 25.000 Wörtern pro Minute sein. So könnte man beispielsweise sein Buch binnen drei Minuten lesen. Doch fraglich ist, ob man es überhaupt lesen kann -- wenn man seine Augen so einstellt, daß sie die Buchstaben nicht entziffern können. --Frank Rosenbauer
Das Kernstück des PhotoReading Whole Mind System bildet eine Technik, durch die Texte mit einer Geschwindigkeit von 25.000 Worten pro Minute "mental photographiert" werden können. Anders als beim herkömmlichen Lesen schaut man dabei mit "Photofokus" auf die Druckseite, eine Sehweise, die auch zum Wahrnehmen von Stereogrammen, den bekannten 3D-Bildern, Voraussetzung ist. Das auf diese Weise aufgenommene Material kann dann auf verschiedenen Wegen aktiviert, d. h. ins Bewußtsein gebracht werden.
Die PhotoReading-Technik führt in Verbindung mit einer Reihe anderer fortgeschrittener Lesetechniken zu einer bemerkenswerten Beschleunigung und Steigerung des Verständnisses von gelesenem Material, zu einer Verbesserung der Behaltensleistung und zu leichterem Zugang auf bereits bestehendes Vorwissen.
Mit Hilfe leicht verständlicher Übungen und zahlreicher Beispiele führt das Buch den Leser zu einer neuen Würdigung intuitiver Prozesse und einem besseren Verständnis des Zusammenwirkens von bewußter und unbewußter Informationsverarbeitung.
"Paul Scheeles Buch hat auf dem Schreibtisch jeder, Führungspersönlichkeit zu liegen." - Ken Blanchard
"PhotoReading ist kein Luxus, es ist eine Notwendigkeit." - Harvey Mackey
PS: schaut mal auf die PR-Homepage, dort gibt es ein englischsprachiges Forum für Anwender (moderiert).
Praktische Anleitungen für die Umsetzung im Selbststudium sucht man vergebens. So wird z.B. der "Photoblick" nicht genau erklärt, sodass man raten muss, ob man diesen Zustand erreicht hat oder nicht. Ohne eines der sündteuren Photo-Reading-Seminare, die ungeniert angepriesen werden, ist dieses Buch für die Praxis wertlos.
Bleibt der Erfolg aus, hat Scheele einen Trost parat: PhotoReading sei eigentlich eine ganzheitliche Methode zur Schulung des "Gehirns" und die schnelle Lesegeschwindigkeit nur ein Nebenprodukt. Wenn es mit den sagenhaften 25.000 Worten pro Minute nicht klappt (vermutlich weil man sich nicht genug auf die Methode "eingelassen hat" ) bleibt als Wirkung immer noch die "Förderung der eigenen Intuition" und die "Stärkung der Sehkraft"! Schwer überprüfbare Zusagen.... !
Auch stilistisch tut man sich mit der amerikanischen Euphorie des Autors und der schlechten Übersetzung ins Deutsche schwer. Außerdem führt er ständig neue Begriffe ein, die angestrengtes Nachdenken provozieren, sich aber als leere Worthülsen entpuppen. So ist z.B. seine "Aktivierung" nichts anderes als Vor- und Nachbereitung des Textes. Viele Wortschöpfungen haben nur den Zweck, seiner Methode den Anschein des Neuen zu geben.
Scheele behauptet, der Inhalt eines mit unscharfen Blick durchgeblätterten Buches werde anders als beim "Schelllesen " nach Tony Buzan nicht bewusst wort- oder satzweise aufgenommen, sondern seitenweise mit dem Unterbewusstsein. Leider funktioniert das nicht, wie auch jüngste Erkenntnisse der Gehirnforschung belegen, sondern raubt dem Leser bloß Zeit und Mühe.
Was am Photoreading tatsächlich wirkt, sind altbekannte Techniken: Vor- und Nachbereitung, effiziente Notizentechnik, Fragen zu Überschriften formulieren. Scheeles greift in weiten Teilen auf die "SQ3R-Technik" zurück, die es schon seit 1969 gibt, die in Versuchen erprobt und als äußerst wirksam bestätigt wurde - und die vor allem autodidaktisch erlernbar ist. Nachzulesen bei P.G. Zimbardo/ R.J. Gerrig: Psychologie. Springer 2000 und bei C.T. Morgan und J. Deese: How to study. McGraw-Hill 1969, bei K. L. Higbee: Your memory: How it works and how to improve it, Englewood Cliffs, N.J.: Prentice-Hall 1977.
"PhotoReading" ist also allenfalls etwas für Leute, die an akademischen Fragestellungen interessiert sind, praktisch orientierte Leser sollten zu Alternativliteratur greifen.
Dieses Buch hat meine Lesegewohnheiten um 180 Grad gedreht!
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