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Philosophische Bibliothek, Bd.512, Was ist Aufklärung? Ausgewählte kleine Schriften, mit einem Text zur Einführung von Ernst Cassirer [Broschiert]

Horst D. Brandt , Immanuel Kant , Ernst Cassirer
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. Juli 1999
Dieser Band enthält - neben der im Titel geführten Abhandlung von 1784 - die kleinen, aber bedeutenden Schriften Kants zur Politik und Geschichtsphilosophie aus der Berlinischen Monatsschrift. In ihnen wollte der Königsberger Philosoph seinen Lesern aufzeigen, daß jeder Einzelne aufgerufen sei, der >selbstverschuldeten Unmündigkeit< zu entrinnen und sich künftig aus freiem Mut für die Errichtung eines gesellschaftlichen Statuts einzusetzen, in welchem niemand mehr aufgrund seiner Herkunft benachteiligt oder bevorzugt werden könne. - Inhalt: Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht (1784); Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung? (1784); Mutmaßlicher Anfang der Menschengeschichte (1786); Was heißt: sich im Denken orientieren? (1786); Das Ende aller Dinge (1794); Verkündigung des nahen Abschlusses eines Traktats zum ewigen Frieden in der Philosophie (1796).

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Philosophische Bibliothek, Bd.512, Was ist Aufklärung? Ausgewählte kleine Schriften, mit einem Text zur Einführung von Ernst Cassirer + Philosophische Bibliothek, Bd.443, Über den Gemeinspruch: 'Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis'; Zum ewigen Frieden, ein philosophischer Entwurf. + Anthropologie in pragmatischer Hinsicht
Preis für alle drei: EUR 38,80

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Produktinformation

  • Broschiert: 87 Seiten
  • Verlag: Meiner, F (1. Juli 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3787313575
  • ISBN-13: 978-3787313570
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12,3 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Immanuel Kant (1724-1804) ist hauptsächlich durch seine erkenntnistheoretischen philosophischen Werke wie z.B. "Kritik der reinen Vernunft" (1781) bekannt geworden und gilt als Begründer der klassischen deutschen Philosophie. Die naturwissenschaftlichen Arbeiten Kants entstanden vorwiegend in seiner frühen Schaffensperiode. Seine bedeutendste Leistung auf dem Gebiet der Naturwissenschaften ist die Kosmogonie, die 1755 zum ersten Mal erschien. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wahlspruch der Aufklärung! 10. November 2002
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Der vorliegende Band "Was ist Aufklärung?" enthält bedeutende populär philosophische "ausgewählte kleine Schriften" von Immanuel Kant (1724 - 1804), erschienen in der "Berlinischen Monatsschrift", welche Zeitgenossen als das Hauptorgan der Berliner Aufklärung galt.

Obwohl, um sie möglichst jedem Leser zugänglich zu machen, in populärem (allgemeinverständlichen) Ton verfasst, ist die Lektüre, obgleich man förmlich spürt, wie Kant bemüht ist, sich möglichst verständlich auszudrücken, doch nicht ganz so einfach. Wie bei allen philosophischen Texten ist mindestens zweimaliges, in Teilen dreimaliges Lesen unvermeidbar, da z. B. besonders gegen Ende der Schrift "Was ist Aufklärung?" die Syntax an Komplexität doch deutlich zunimmt.

Die Einführung von Ernst Cassirer darf man, meine ich, ruhig überspringen, da diese nicht in populärem Ton verfasst ist und sich, zumindest für mich, als schwerer verständlich als die Kant-Lektüre selbst herausgestellt hat. Auch, so schien mir, kann es zu Verständnisproblemen kommen, wenn man nicht bereits über einen entsprechenden Background der Kantischen Philosophie verfügt, was schade ist, wird dieser Band doch gerade als guter Erstkontakt mit Kant empfohlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Die Beantwortung der Frage eines Königsberger Professors aus dem Jahre 1784 bedarf für die Jetztzeit eine durchaus kritisch-ironische Ausprägung als Anregung zur Selbstreflexion. Nun los!

Zweihundertvierundzwanzig Jahre ist es her, als JEMAND Faulheit und Feigheit ausmachte, die ursächlich - trotz erhöhter naturwissenschaftlicher Erkenntnis - für die privat-historische Entscheidung zur Unmündigkeit in Permanenz stehen. Die Welt umsorgt nun mehr den Nächsten persönlich, der Einzelne wird gebettet in die Leistungen einer 21.Jahrhundertgesellschaft, die bei hinreichendem Geldbesitz als Gegenmittel, Denkverzicht ermöglichen durch die virtuellen, technischen, sozialen Hilfskonvois im Land, wo Glas und Faser liegen. Ist nach Stiegler (Die Logik der Sorge) der Drang nach Aufmerksamkeit allen Marketingstrategen eigen, werden deren Angebote und Leistungen dieser Gesellschaft angeboten, deren Mitglieder zwischen dem von außen definierten hier oder nur da entscheiden könnten. Zumindest wird klar, dass in Anbetracht aller konvergenten Strategien losgelöst von zwischenmenschlichen Bedürfnissen, die Versorgung des Einzelnen in ein initiiertes und zugelassenes Outsourcing-Projekt der Allgemeingültigkeit landet. Behüter der Wünsche des Einzelnen lassen (sich) einfliegen, von Coach bis zum Arzt, vom Seelsorger bis zum Psychiater, von Pharma bis zur Esoterik, vom Sparbucher bis zum Immobilienhyper. Verbunden mit der Übereinstimmung all dieser gesellschaftlichen Vorgaben, gelingt dem Menschen zukünftig die Anpassung an Sparbirnen, die das letzte Licht auch im Kopf ausgehen lassen.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Epochenbezogenes Werk 7. Mai 2001
Format:Broschiert
Immanuel Kant, Was ist Aufklärung ? (1784)
„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschliessung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen." Mit diesen Worten beginnt Kant seine Schrift „Was ist Aufklärung?". Man kann diese Worte als Kernaussage des ganzen Aufsatzes betrachten, auf die er später immer wieder eingeht und mit denen er sich tiefgründig befasst. In meinen Augen ist diese Schrift fast zu kompliziert geschrieben, weil ja das „dumme (noch nicht aufgeklärte) Volk" sich diese Worte nicht nur zur Kenntnis nehmen, sondern sie mit der Zeit auch in die Realität umsetzen sollte. Zu lange hatten die Menschen in ihrer Unmündigkeit gelebt und sich langsam daran gewöhnt, dass ihnen ihr Denken diktiert worden war, ohne zu hinterfragen, warum sich die Gesellschaft so entwickelt hatte. Das Volk selber war Untertan nicht nur einer Macht (König, Pfarrer, Arzt, Lehrer,..), die frei über das Denken und damit über das Leben dieses Volkes bestimmen konnte, ohne dass dies seine eigene Meinung kundtat. Die Menschen haben zu lange in diesem Zustand gelebt, als dass sie jetzt aus eigener Kraft eine Änderung ihres Verhaltens bewirken könnten. Diese Trägheit liegt vor allem an der Kirche, denn diese hat die Freiheit des Denkens am stärksten und am längsten unterdrückt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aufsätze und Überlegungen neben den großen Kritiken 8. November 2013
Format:Broschiert|Verifizierter Kauf
1784 erschien erstmals der nachhin vielgelesene und gerühmte Aufsatz "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?"
Schon die ersten Sätze boten und bieten starken Tobak: "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen." Gemessen an der Menge der Leute, die den Eindruck vermitteln, sie lebten in der beschriebenen Weise vor sich hin, muss dieser Aufsatz ein aktueller sein!
"Es ist so bequem, unmündig zu sein.", führt Kant an der Grenze zur Satire weiter ironisch aus. "Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt usw., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen." Und selbstverschuldet sei dies, so Kant, wenn die Ursache der Unmündigkeit nicht am Mangel des Verstandes liege, sondern am Mangel der Entschließung und des Mutes, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. "Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!", ist denn auch die folgerichtige, an jedermann gerichtete Aufforderung. Aber wie wenig Erfolg weist diese Aufforderung auf? Das konnte Kant natürlich nicht wissen. Aber wieso geschah etwa die Entwertung alias Pejoration der großen Aufklärung zu einer nurmehr "sexuellen Aufklärung"? Die "Dialektik der Aufklärung" von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno versuchte anno 1947, dem Aufklärungsniedergang Rechnung zu tragen. Eine Studie des kulturgenetisch bemerkenswerten allgemeinen Geistvermeidungsbestrebens des Menschen müsste vielleicht noch nachgereicht werden.
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