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Philosophie nach Auschwitz: Eine Neubestimmung von Moral in Politik und Gesellschaft
 
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Philosophie nach Auschwitz: Eine Neubestimmung von Moral in Politik und Gesellschaft [Taschenbuch]

Rolf Zimmermann
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 1 (1. März 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499556693
  • ISBN-13: 978-3499556692
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 536.167 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Rolf Zimmermann
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Einweihung des Holocaust-Mahnmals in Berlin zeugt vom politischen Selbstverständnis Deutschlands, den moralischen Absturz von Auschwitz ein für allemal bewusst zu halten und die Errungenschaften des demokratischen Rechtsstaats zu unterstreichen. In der philosophischen Deutung muss es darum gehen, aus der geschichtlichen Erfahrung eine Revision traditioneller Moralbegriffe einzuleiten.

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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Universalismus kein Remedium gegen Auschwitz, 15. August 2007
Von 
Dr, Gernot Böhme (Darmstadt Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Philosophie nach Auschwitz: Eine Neubestimmung von Moral in Politik und Gesellschaft (Taschenbuch)
Das Buch von Zimmermann nimmt das Faktum Auschwitz für die Ethik ernst. Das haben fast alle deutschen Ethiker nach 45 nicht getan - sondern nur irgendwie an die humanistischen Tradition, insb. an Kant angeknüpft. Doch auch Zimmermann verfehlt durch die Betonung von Universalität (Begriff und Identität) die Radikalität des Umdenkens, das von Adorno gefordert war. Er stellt selbst fest, dass er in den Konsequenzen von Adorno abweichen muss. Er berücksichtigt nicht, dass vorm Naziregime gerade die Tradition des Universalismus, dass Demokratie und republikanisches Denken versagt haben. Er stellt ganz mit Recht die Frage: Wie müssen die Institutionen eingerichtet werden, damit sich so etwas wie Auschwitz nicht wiederholen kann. Und mit Recht betont er, dass unser GG aus der Überwindung des Nazismus geboren wurde. Doch er geht nur mit einer halben Seite auf das Widerstandsrecht ein und auf die Praxis des Widerstandes in Deutschland gar nicht. Ebenso wenig auf die Schlussstrichdebatte und die Tendenzen, gerade die Herkunft des GG vergessen zu machen.

Obgleich er ferner mit Recht betont, dass ein universalistischer Geist den Einzelnen nicht vor Mitmachen bewahren wird, fragen er nicht danach, was der Einzelne lernen und einüben müsst, um ggf. Widerstand zu leisten. Daß Adornos "Erziehung nach Auschwitz" hier ebenfalls ganz unzulänglich ist, dürfte klar sein.

Das Problem des Universalismus liegt u.a. darin, dass er kein Remedium gegen den Gattungsbruch darstellt. Denn alle Menschen kann ja immer Wesen aus der Gattung ausschließen. Außerdem ruht der Universalismus auf einem Denken, dass die Formierung des Menschen zum Vernunftwesen einschließt, mit allen von Horkheimer und Adorno benannten Konsequenzen. Die Einheit der Gattung zu wahren - dazu ist der Universalismus gerade nicht geeignet, viel eher wohl die Anerkennung von Leib, Kreatürlichkeit, Natur des Menschen.
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2.0 von 5 Sternen Ahnunglos, anmaßend, beinahe trivial, 28. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Philosophie nach Auschwitz: Eine Neubestimmung von Moral in Politik und Gesellschaft (Taschenbuch)
Jedes historische Ereignis ist "einzigartig". Was mir und sicher nicht wenigen anderen (liberalen) Juden hierzulande auf den Keks geht, ist die gönnerhafte Geste, mit der Nachkriegsdeutsche die Einzigartigkeitsformel vor sich hertragen. Ich meine: Man kann das Leid einer Epoche auch angemessen würdigen, ohne das aller anderen herabzusetzen! Das weihevolle Schwadronieren von Gattungsbruch, Zivilisationsbruch etc. ist reinste professorenphilosophische Imponierprosa. Ich werde den Eindruck nicht los, daß sich gewisse Leute auf Kosten der Toten wichtig machen wollen. Und dann die großartige Geste, mit der unser Philosophieprofessor seine Empfehlungen fürs Nie wieder! erteilt. Es ist wahr, die Nazis hatten für ihre Verbrechen niedagewesene MITTEL zur Verfügung, das gesamte technische und militärische Arsenal der industriellen Moderne. Als Rassisten haben sie aber nicht erst eine universalistische Moral à la Habermas & Co. dafür aushebeln müssen, sondern sich so verhalten wie andere Rassisten auch, nämlich ihre Opfer schlichtweg außerhalb DER Gattung zu stellen, die sie selbst zu repräsentieren meinten.
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