oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Philosophie und die Zukunft
 
Größeres Bild
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Philosophie und die Zukunft [Taschenbuch]

Richard Rorty , Matthias Grässlin , Reinhard Kaiser , Christiane Mayer

Preis: EUR 13,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 4 Wochen.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Taschenbuch EUR 13,90  

Wird oft zusammen gekauft

Kunden kaufen diesen Artikel zusammen mit Kontingenz, Ironie und Solidarität (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) EUR 13,00

Philosophie und die Zukunft + Kontingenz, Ironie und Solidarität (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
Preis für beide: EUR 26,90

Einer der beiden Artikel ist schneller versandfertig. Details anzeigen

  • Dieser Artikel: Philosophie und die Zukunft

    Gewöhnlich versandfertig in 1 bis 4 Wochen.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details

  • Kontingenz, Ironie und Solidarität (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)

    Auf Lager.
    Verkauf und Versand durch Amazon.de.
    Kostenlose Lieferung bei einem Bestellwert ab EUR 20. Details



Produktinformation


Mehr über den Autor

Richard Rorty
Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Besuchen Sie die Seite von Richard Rorty auf Amazon

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wann immer wir über eine bessere wissenschaftliche Theorie verfügen, sollten wir uns hüten zu meinen, wir wären dem eigentlichen Wesen der Dinge näher gerückt. Neue Kleider, die uns besser stehen, sind der angemessenere Vergleich: Der, der so spricht, kann nur Richard Rorty sein, der in den 80er Jahren mit der philosophischen Figur der Ironikerin Furore machte. In der analytischen Tradition ausgebildet, aber vor allem dem philosophischen Pragmatismus im Geiste John Deweys und William James verpflichtet, traut er der Philosophie nicht mehr viel zu, schon gar keine Welterklärung. Doch bei dem, was bleibt und worüber die Philosophie sich selbst thematisiert, traut er ihr mehr zu als es viele andere tun.

Was bleibt, so formuliert er es im titelgebenden Essay "Philosophie & die Zukunft" ist eine Philosophie, die "parasitär" auf die anderswo in Kultur und Gesellschaft stattfindenden Entwicklungen reagiert. Damit ist sie aber in die aktuelle Diskussion verwickelt und hat Einfluss. Nicht um die Wahrheit geht es, sondern um Engagement, so darf man ihn verstehen. Daher plädiert er anstelle der "Metaphern der Annäherung" für "Metaphern der Erweiterung, die davon handeln, wie wir uns selbst fähiger und besser machen".

Über den lebensgeschichtlichen Hintergrund dieses Anliegens klärt der autobiografische Essay "Wilde Orchideen und Trotzki" auf. In einer linken, sozialistischen Familie groß geworden, ist dem Philosophen, der sich als politischer Intellektueller begreift, "Gerechtigkeit als erweiterte Loyalität" (wie ein anderer Text heißt), weiterhin ein Anliegen. Für die Geisteswissenschaften wiederum, so verstehen wir im Zusammenhang mit dem Aufsatz "Spinoza, Pragmatismus und die Liebe zur Wahrheit", funktioniert die erweiterte Loyalität analog zu der Art von Horizonterweiterung, die für die harten (Natur-)Wissenschaften kennzeichnend ist.

Die Philosophie, die Rorty in der Verbindung seiner Essays entwirft, muss, das macht er deutlich, eine gewisse "Entprofessionalisierung" hinnehmen. Dieser Aspekt der Entprofessionalisierung bedeutet freilich die Fortführung des in der Renaissance begonnenen Säkularisierungsprozesses. Säkularisierung aber "hat die Menschheit glücklicher gemacht." --Brigitte Werneburg

Neue Zürcher Zeitung

Die Philosophie als Go-between

Ein Blick in Richard Rortys Bilderwelt

Von Uwe Justus Wenzel

Was Philosophen tun, wenn sie philosophieren, das ist nicht nur Nichtphilosophen nicht ganz klar. Die Frage ist innerhalb der philosophierenden Kommunität, vorsichtig gesagt, umstritten. Das hat sie mit vermutlich allen Fragen philosophischen Zuschnitts gemein. Und was ein «philosophischer Zuschnitt» wäre – auch darin krümmt sich ein Fragezeichen, das niemand so leicht zum Ausrufungszeichen wird strecken können. Solchen Anfechtungen – und nun müssten Anführungszeichen das Abgeschmackte mildern – ist Philosophie seit ihren Anfängen ausgesetzt. Es charakterisiert und hebt die Philosophie von den aus ihrem Herrschaftsbereich ausgewanderten Wissenschaften mehr oder minder scharf ab, dass sie sich fortwährend selbst thematisiert, auch dann, wenn sie sich – normalbetrieblich sozusagen – einer «Sachfrage» widmet. Lediglich im Grad der Ausdrücklichkeit differieren die stets mitlaufenden Selbstvergewisserungen. – Derzeit nehmen die höchst expliziten auffällig zu.

WENIG, ABER VIEL

Einen nicht geringen Anteil an der gegenwärtigen Konjunktur philosophischer Selbstbesinnung hat Richard Rorty. Er traut der Philosophie nicht mehr sehr viel zu, aber – in gewisser Weise – doch mehr, als viele andere ihr zutrauen. Das liegt daran, dass Rorty eines Geistes ist mit John Deweys Pragmatismus. Von dieser Warte erscheinen philosophische Probleme, einerseits, lediglich als Epiphänomene. Philosophie, so referiert Rorty Dewey in dem nun in deutscher Übersetzung vorliegenden Essay «Philosophie & die Zukunft », sei «parasitär», stets eine Reaktion auf anderswo in Kultur und Gesellschaft stattfindende Entwicklungen.

Der Weg aber führt, anderseits, auch zurück in die Gesellschaft und verschafft der Philosophie einen gewissen, freilich diffus anmutenden Einfluss. Sie findet den Weg in diesem Szenario nur, wenn sie sich manches abschminkt. Sie soll sich, Rorty-Leser kennen das, ihres Wahrheitsanspruchs begeben; soll nicht mehr so tun, wie wenn sie sich an etwas «da draussen» annähere, an eine für sich feststehende und auf Entschleierung wartende Wirklichkeit, die sich immer richtiger erfassen lasse. Der philosophische Therapeut empfiehlt: «Statt Metaphern der Annäherung an etwas, das nicht wir selbst sind, sollten wir Metaphern der Erweiterung unser selbst verwenden, Metaphern, die davon handeln, wie wir uns selbst fähiger und besser machen.» Oder, mit Dewey: «empfindsamer» dem uns umgebenden Leben gegenüber.

Um Metaphern also geht es, um Bilder, die wir uns von der Welt machen und davon, wie wir sie sehen. – Wir? – «Wir Philosophieprofessoren» schreibt Rorty mehr als einmal; und er meint es in etwa auch so: Zunächst möge zur «Alltagsweisheit der Intellektuellen» werden, was hernach allmählich in den common sense einsickern soll. Die empfohlene Selbsterweiterung – sie soll uns auch noch «reicher, vielfältiger und interessanter» machen – beginnt hiernach mit der Veränderung des Selbstbildes der Philosophen. In herbem Kontrast jedoch zu dem lebenskünstlerischen Vokabular, dessen er sich bisweilen bedient, skizziert Rorty die neuen Vorbilder. Nicht mehr die Gestalt des Weisen oder des Priesters soll der Philosoph vor Augen haben, sondern die Rolle des Ingenieurs oder des Rechtsanwalts. Warum? Zuvörderst, weil er seine Themen nicht mehr selbst bestimmen könne wie – angeblich – der Weise oder der Priester. Wie Ingenieure und Rechtsanwälte müssten «zeitgenössische» Philosophen die «Bedürfnisse ihrer ‹Auftraggeber›» erkunden, um ihrer Aufgabe gerecht zu werden. Welcher Auftraggeber, welcher Aufgabe?

Der neue Philosoph entsteigt dem Elfenbeinturm oder der Kanzel in Situationen, so Rorty wiederum in Anlehnung an Dewey, in denen «die Sprache der Vergangenheit mit den Bedürfnissen der Zukunft» in Konflikt gerate. Ist also «die Zukunft» die Auftraggeberin? Wohl doch nicht allein. Der Philosoph betätigt sich als Advokat zweier Parteien. Er hat zu vermitteln, zu versöhnen, hat alte und neue «Überzeugungen» so zusammenzuflechten, dass sie einander «befruchten können, statt sich gegenseitig zu behindern». – Etwa so, wie Leibniz, Kant und Hegel je auf ihre Weise versucht hätten, christliche Ethik (alt) und kopernikanisch-galileische Wissenschaft (neu) miteinander in Einklang zu bringen. Auch, und besonders, erwachse der Philosophie ein Pensum aus den modernen «Massendemokratien». Diese nämlich ruinierten die selbstverständlich gewesenen «platonischen» Unterscheidungen zwischen Vernunft und Leidenschaft, Logik und Rhetorik, Wahrheit und Nützlichkeit, Philosophie und Sophistik. Versöhnen statt spalten lautet für Rorty auch in diesem Betracht die Maxime.

Verflicht die Philosophie Logik mit Rhetorik, so wird sie zur «Maklerin». Ihren Kollegen im Immobiliengeschäft ist sie darin verwandt, dass sie sich – wiewohl behutsam – des Mittels der reformatorischen «Überredung» bedient. Ihre Fernperspektive sei die weltweite Realisierung einer «demokratischen Utopie». Dafür schickt Rorty sie als Schlichterin in den Kampf der Weltanschauungen – und nivelliert expressis verbis die Differenz zwischen Wissenschaft und Ideologie. Eine Philosophie, die sich auf der Höhe und also in den Niederungen der Zeit bewegen will, hat, so der lässliche Pragmatiker, eine gewisse «Entprofessionalisierung» hinzunehmen; sie muss Abstriche an ihrer «Unversehrtheit», an ihrer Autonomie machen.

PEND ELSCHWUNG

Ob Rorty sich aller Implikationen dieser Selbsterweiterung der Philosophie bewusst ist? In einem anderen Versuch, das Proprium der Philosophie zu bestimmen, lässt er die Zügel jedenfalls nicht sogleich schiessen. Er macht sich in dem Aufsatz über «Die Schönheit, die Erhabenheit und die Gemeinschaft der Philosophen» sogar anheischig, die Gruppe derer, die legitimerweise «Philosophen» heissen dürfen, einzugrenzen (auf diejenigen, die Kant und Platon gelesen haben) – und die «Techniker» analytischer Provenienz, die philosophische Probleme für blosse Denksportaufgaben halten, ebenso auszuschliessen wie die «reinen Philologen», die auch nicht zur Sache kommen. Die übrig bleiben, die veritablen Philosophen mithin, setzt Rorty in das Bild eines Pendels: Deren «Streben» sieht er zwischen dem Argumentativen und dem Nicht-Argumentativen, zwischen dem Diskursiven und dem Nicht-Diskursiven, zwischen Rationalität und Revolte, zwischen Grenzbefestigung und Grenzüberschreitung «endlos» hin und her gehen.

Das Pendel mag in Schwung kommen und einen allmählich grösser werdenden Kreisbogen beschreiben – solange es ein Pendel bleibt und nicht ins Rotieren gerät, gibt es noch ein Ausserhalb der Philosophie. Damit wäre immerhin die Möglichkeit gewahrt, einen Trennstrich zu ziehen zur Ideologie. Während der erste Essay der Philosophie eine Osmose nahelegt, auf dass sie ihre advokatorische Mission erfülle, scheint dieser zweite auf Identitätsbewahrung zu setzen. Eine «soziale Funktion» denkt er ihr trotzdem zu. Die beiden Pole der Pendelbewegung markieren nach Rorty nämlich nicht nur den Bewegungsspielraum philosophischen Tuns, sie besitzen so etwas wie Entsprechungen (Doubletten?) im kulturellen Setting der Gesellschaft. Was Rorty hier an Präzision vermissen lässt, scheint er durch ein gewisses Pathos ausgleichen zu wollen: Eine «Katastrophe für die Zivilisation» wäre es, so ist zu lesen, wenn die Spannung wiche, wenn eine der beiden «Parteien» oder Strömungen die Oberhand gewänne. (Unter den vielen Namen auf den Bannern der Parteien meint man auch die von Rationalismus und Romantik entziffern zu können.) Jenem «Teilbereich der gegenwärtigen Hochkultur», der «Philosophie» heisse, obliege es, diese Spannung – stellvertretend? – lebendig zu halten.

Ein recht schlichtes kulturphilosophisches Schema nimmt Kontur an: Entweder erstarrt die Ordnung, oder sie löst sich auf – es sei denn, die weltoffene Philosophie übernähme den Part des Go-between zwischen den Baumeistern und den Abrissunternehmen. Ist das nun zu viel der Ehre für die einstige Weltweisheit oder zu wenig?


Tags

 (Was ist das?)
Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte.
 

Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Noch keine Kundenrezensionen vorhanden.
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Sterne

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
Alle Amazon-Diskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:









Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de