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Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 09.03.2002
Halb im Scherz hatte einst schon Kant in heiterer Stimmung eine "Kleine Kritik" der "kulinarischen Vernunft" angekündigt. Daraus wurde damals nichts, die italienische Philosophin Francesca Rigotti holt das Versäumte nun, halb im Ernst, nach. Um ein streng gedachtes Werk handelt es sich zwar offensichtlich nicht, aber mehr als eine "oberflächliche Anekdotensammlung" ist der Band, wie der Rezensent (Kürzel upj.) betont, allemal. Zwar gibt es interessante Informationen zu Kants Speiseplan und zu Wittgensteins Gedanken über Kuchen und Rosinen - aber auch aufschlussreiche Überlegungen zum "Verhältnis von Gefräßigkeit und Geschwätzigkeit", die immerhin an den Philosophen Isidor von Sevilla aus dem 7. Jahrhundert n.Chr. anschließen.
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Buchnotiz zu : Süddeutsche Zeitung, 16.03.2002
Was hat uns die italienische Philosophin Francesca Rigotti mit ihrer "Kritik der kulinarischen Vernunft" da aufgetischt? Ein "leicht bekömmliches Gericht", freut sich der Rezensent Manfred Geier, "das seine Leser auf den philosophischen Geschmack kommen lässt". Gegen die von Platon herkommende philosophische Abwertung von Kochkunst und Gaumenfreuden gerichtet, vollzieht Rigottis "Philosophie in der Küche" laut Geier endlich die "fällige Umwertung der Werte" im Bereich des Philosophisch-Kulinarischen. Rigottis Zubereitung der intimen Zusammenhänge zwischen Philosophieren und Kochen hat dem Rezensenten außerordentlich gut geschmeckt. Der Leibgebundenheit aller Erkenntnis werde wieder zu ihrem Recht verholfen. Insbesondere das Kapitel über den "Appetit der Philosophen" von Platon bis Wittgenstein macht Geier Lust auf einen Nachschlag. Insgesamt nur Lob also für dieses "kleine philosophische Kunststück".
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Manfred Geier, Süddeutsche Zeitung, 16./17. März 2002
"Frau, Leib und Kochen: Francesca Rigotti sieht die Philosophie kulinarisch. Francesca Rigotti ist mit ihrer Rehabilitierung der Kochkunst ein leicht bekömmliches Gericht gelungen, das seine Leser auf den philosophischen Geschmack kommen lässt. Ihre kulinarische Transformation der Philosophie, die auch dem Appetit der Philosophen, von Platon bis Wittgenstein, einen Gang widmet, ist ein kleines philosophisches Kunstwerk."