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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Denken im Vordergrund, 20. November 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Weg der Philosophie 1. Von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert. Altertum, Mittelalter, Renaissance. (Taschenbuch)
Röd bemüht sich in seinem Werk um eine Gesamtschau des (westlichen) Philosophierens, das auch Nichtfachleuten diese Schau ermöglicht. Röd will das Denken nicht nur in kulturelle, soziologische und andere Zusammenhänge stellen und es so verstehbar machen: er nimmt das Denken selbst ernst und möchte so zu den Problemen, zu ihren Voraussetzungen vordringen und nicht zuletzt zu den Lösungen Stellung beziehen! Liest/durchblättert man Bücher über Philosophie, hat man oft den Eindruck, als würde nur Bildungswissen vor dem Leser ausgebreitet. Zumeist wird den Trägern und Schöpfern von philosophischen Gedanken größeres Gewicht beigemessen als den Gedanken selbst. Nicht so bei Röd! Der Aufbau des Buches ist dabei durchaus „traditionell": so startet Band I nach einleitenden Vorbemerkungen mit den Vorsokratikern, dann kommt Plato, dessen vielschichtigem Denken (zu Recht!) breiter Raum gegeben wird. Auch Aristoteles wird viel Platz eingeräumt.... Fehlt etwas? Kaum. Besonders gut gelungen finde ich übrigens die Darstellung des Übergangs von (spät)antikem Denken in die Philosophie des Mittelalters. Erfreulich ist auch, dass nicht nur „Klassiker" des philosophischen Denkens, sondern auch Gestalten wie beispielsweise Paracelsus, Jakob Böhme, Macchiavelli und Kepler Behandlung finden, - nicht als große Philosophen, aber als Menschen, die mittelbar auch auf das philosophische Denken großen Einfluss ausgeübt haben. Schon Kapitelüberschriften wie „von der spekulativen Naturphilosophie zur empirischen Naturwissenschaft" oder „Auffassungen von Recht und Staat an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit" machen einfach Lust auf das Lesen! Vielleicht die größte Stärke dieser Philosophiegeschichte ist es, dass gezeigt wird, warum ein Denker auf einen bestimmten Gedanken eigentlich gekommen ist, warum dieser so wichtig war und welches Problem damit eigentlich gelöst werden soll. Röd vergisst auch nie darauf, das geistige Umfeld des Philosophierens zu beleuchten. (Legte er nöch größeren Wert darauf, wäre das Werk wohl noch besser geworden.) Röd schreibt in einer Weise, die es einem leicht macht, als Nichtfachmann in philosophische Probleme einzudringen, die die Menschen zu verschiedenen Zeiten bewegt haben. Indem er auf Probleme einzelner philosophischer Erklärungsversuche (und darauf, was gerade nicht hinterfragt wurde) hinweist, zeigt sich die Zeitgebundenheit des Denkens zu allen Zeiten und man fragt sich, welche Fehler zukünftige Generationen in gängigen Anschauungen unserer Zeit einmal entdecken werden... Mein Resümee: 500 Seiten gut lesbare Geschichte der Philosophie - zum Schmökern, Durchlesen oder Nachschlagen und das für ¤12,50. Nie ist es langweilig, oft auch fesselnd zu lesen und jedenfalls besser als mir bekannte vergleichbare Darstellungen!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Nicht nur für Philosophiestudenten!, 27. Juni 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Weg der Philosophie 1. Von den Anfängen bis ins 20. Jahrhundert. Altertum, Mittelalter, Renaissance. (Taschenbuch)
So mancher Nichtphilosoph, der sich für Philosophie interessiert, wünscht sich ein Buch, das nicht die einzelnen Philosophen und Hauptrichtungen isoliert präsentiert, sondern die einzelnen Auffassungen im Kontext der Gesamtentwicklung der westlichen Philosophie darstellt. Für solche Leute hat Wolfgang Röd sein zweibändiges Werk "Der Weg der Philosophie" geschrieben. Der ersten Band beginnt mit den Anfänge des philosopischen Denkens in der Antike, besonders bei Plato und Aristoteles. Es gelingt Röd im weiteren Verlauf des Bandes den Übergang zwischen Spätantike und frühem Mittelalter harmonisch ohne grössere Sprünge darzulegen. Dieser Stil behält er auch bei, wenn er danach auf das Hoch- und Spätmittelalter zu sprechen kommt. Die letzten Kapitel dieses Bandes befassen sich mit der Renaissance als Übergang zwischen Mittelalter und Neuzeit, wobei auch auf die Entwicklungen von der reinen Naturphilosophie zur empirischen Naturwissenschaft eingegangen wird. Als sehr gut empfand ich die Betrachtung einzelner Probleme, wie beispielsweise des Universalienproblems. Gefallen hat mir aber auch, dass kleinere Denkschulen ebenfalls erwähnt werden. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich intensiver mit Philosphie befassen will, auch wenn angesichts der Seitenzahl das Durchhaltevermögen arg strapaziert wird.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auch für Philosophielaien geeignet!, 27. Juni 2002
Von Ein Kunde
Der zweite Band des von Wolfgang Röd geschriebenen Werkes "Der Weg der Philosophie" schliesst nahtlos an den ersten Band an, der die Entwicklung der Philosophie von der Antike bis zur Renaissance behandelt. Beginnend mit Descartes widmet sich Röd nun der Philosphie der Neuzeit bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts. Wie schon im ersten Band überzeugt Röds Stil, nicht jeden Philosophen bis ins kleinste Detail zu besprechen, sondern die Zusammenhänge aufzuzeigen. Behandelt werden alle wichtigen Philosophen und Stömungen: Descartes, Locke, Leibniz, die Empiristen, Kant, Fichte, Schelling, Hegel, Schopenhauer, Positivismus, Lebensphilosopie, Phänomenologie, Existenzphilosophie, Analytische Philosophie, amerikanischer Pragmatismus und letztendlich Poppers Kritischer Rationalismus. Dabei lässt Röd auch kleinere Philosophen und Gegenbewegungen nicht ausser Acht lässt, wobei diese freilich weniger Raum einnehmen. Somit kann ich diesen Band, wie schon den ersten, uneingeschränkt jedem empfehlen, der sich näher mit Philosophie beschäftigen will.
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