Kurzbeschreibung
Zwei kontroverse Denker zur ebenso zeitlosen wie drängenden Frage: Soll sich der Philosoph ins aktuelle Geschehen einmischen? Philosophie ist immer Einmischung, sofern sie lebendig ist, meint Badiou. Orientierung, fügt Zizek an, lässt sich von der Philosophie dennoch nicht erwarten. Denn wo sie eingreift, zerschlägt sie das Problem. Zwei kontroverse Denker zur ebenso zeitlosen wie drängenden Frage: Soll sich der Philosoph ins aktuelle Geschehen einmischen? Nichts weniger als die Philosophie selbst steht hier auf dem Spiel, denn: Philosophie gibt es überhaupt nur, so Badiou, als Einmischung, als Engagement, will sie nicht in akademischer Disziplin erstarren. Selten aber ist sie, fremdartig und neu, und spricht dennoch im Namen aller wie Badiou mit einer Theorie der Universalität zeigt, die er als Resümee seiner Philosophie verstanden wissen will. Ähnlich Zizek: Der Philosoph muss eingreifen, anders aber als erwartet. In den Streitfragen der Zeit kann er keine Orientierung bieten aber zeigen, dass die Fragen selbst schon falsch gestellt sind: die Begriffe der Debatten gilt es zu verändern!, meint Zizek und landet bei einer Philosophie als Abnormalität und Exzess.
Über den Autor
Alain Badiou, geboren 1937 in Rabat, Marokko, lebt als Philosoph, Mathematiker und Romancier in Paris. Slavoj iek, geboren 1949 in Ljubljana, ist Philosoph und Psychoanalytiker.