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Die Philosophen und ihre Kerngedanken. Ein geschichtlicher Überblick
 
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Die Philosophen und ihre Kerngedanken. Ein geschichtlicher Überblick [Gebundene Ausgabe]

Horst Poller
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
  • Verlag: Olzog (August 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3789281719
  • ISBN-13: 978-3789281716
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 15 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 421.933 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die meisten Menschen werden nicht gewahr, wie Ideen und Denkrichtungen, deren Ursprung Jahrtausende zurückliegt, noch heute ihren Alltag beeinflussen. Die Ideen der Philosophen haben die Welt nicht weniger verändert als die Technik. Die Philosophen haben sich mit der Suche nach dem Glück ebenso beschäftigt wie mit der Frage nach der rechten Lebensführung. Auch mit Staat, Politik und Wirtschaft haben sie sich intensiv auseinandergesetzt.Jedem der großen Denker ist ein eigener Abschnitt gewidmet, in dem seine Kerngedanken knapp umrissen werden, und in dem gezeigt wird, wie sein persönliches Schicksal eingebettet war in den Lauf der Geschichte. Auf die oftmals geradezu verschlüsselte Fachsprache der Philosophen wird verzichtet, alles wird mit einfachen Worten verständlich dargestellt. Man kann das Buch auch portionsweise lesen, wen die Gegenwart besonders interessiert, der kann es von hinten nach vorne durchstöbern. sind dabei in der westlichen Philosophie erkennbar geworden, die sich deutlich unterscheiden und die sich bis in die unmittelbare Gegenwart hinein auswirken. Für die eine, ausgehend von den utopischen Ideen Platons, ist Gleichheit der höchste Wert, sie findet sich wieder im Sozialismus und Marxismus und hat auch bei den Ideologien des 20. Jahrhunderts Pate gestanden. Für die andere Denkrichtung, die ihren Ursprung im Realismus des Aristoteles hat, ist Freiheit der höchste Wert, sie hat ihren Niederschlag gefunden in Individualismus, Liberalismus und Selbstverantwortung. Auch das grobe Raster der politischen Koordinaten, die wir in der Alltagssprache mit links oder rechts bezeichnen, entspricht der Antinomie dieser Denkrichtungen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Freiheit oder Gleichheit 19. Oktober 2007
Von Frank Reibold TOP 500 REZENSENT
In dieser Philosophiegeschichte werden nicht nur Philosophen dargestellt, sondern auch wichtige Soziologen und Wirtschaftswissenschaftler (deren Lehren jeweils auf einer entsprechenden Philosophie basieren). Deshalb findet man hier neben Plato, Kant und Marx auch Weber, Keynes, Mises, Hayek und Friedman.

Das Buch ist flüssig geschrieben. Weil zu den jeweiligen Philosophen meist mehrere Bücher zu Rate gezogen werden, kann der Text zuweilen etwas zusammen gestückelt erscheinen. Andererseits hört man so mehrere Meinungen.

Der rote Faden des Buches besteht in der Beziehung zwischen Freiheit und Gleichheit. Die Französische Revolution habe gezeigt, dass beides gleichzeitig nicht möglich sei; man müsse sich für eines entscheiden. Die Freiheit müsse Vorrang vor Gleichheit haben. Freie Länder seien wohlhabender als Länder mit Gleichheit. Die Hauptrichtungen der Philosophie kann man demnach etwa wie folgt zusammen fassen:

Plato -> Rousseau / Marx -> Kollektivismus -> Europa (Plato baut auf eine kommunistische Utopie, deren Werte nicht von dieser Welt sind)

Aristoteles -> Locke / Hume / Smith -> Marktwirtschaft -> USA (Aristoteles ist ein Realist, der die beste Alternative sucht)

Wegen dieser Hauptrichtungen dominiert in Europa die sozialistische Idee, während die USA die Marktwirtschaft bevorzugen. Der Autor richtet sich vehement und überzeugend gegen die Frankfurter Schule und die 68er.

Mir hat das Buch gut gefallen, weil man hier auch einmal etwas über die freiheitlichen Wirtschaftswissenschaftler erfährt und nicht nur mit dem sozialistischen Mainstream beglückt wird. Den Punktabzug gibt es deshalb, weil im Gegensatz zu Rawls dessen Gegenspieler Nozick nicht erwähnt wird (siehe Rawls: "Eine Theorie der Gerechtigkeit"). Leider fehlt auch in diesem Buch die libertäre Philosophie von Ayn Rand (siehe z. B. "Objectivism: The Philosophy of Ayn Rand" von Peikoff).
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eines jener Werke, das aufgrund des profunden Wissens seines Autors und der Klarheit der Darbietung sehr schnell zu den begehrtesten Büchern über das weite Feld der Philosophie avancieren könnte. Man sollte es ihm wünschen. Im Grunde gehören zwar Aufbereitung, Gliederung und Themenabriß zur Kategorie der Kompendien - würde der Verfasser nicht auf den guten Kunstgriff verfallen sein, den geschichtshistorischen wie politisch-sozialen Hintergrund, vor dem Ideen und Gedanken erwuchsen, in das großartige Szenario der Urheber von Gedanken und Ideen einzubetten. Daraus erwuchs mehr als ein Kompendium - es entstand ein Kulturfahrplan der Philosophie, der einen Sog des Wissenwollens erzeugt, dem sich der Leser, so er für und nicht von der Philosophie lebt, kaum wird entziehen können. Es ist die Macht des Geistes, die aus diesem Buch spricht und jenen Sog des nicht ermüdenden Verlangens entfesselt, sich immer mehr und immer weiter in den Gedankengebäuden der Philosophen fortzubewegen, um so viel wie möglich von den Details ihrer Konstruktion aufzunehmen. Solcherart wird der Leser den Inhalt des Buches empfinden: als manifesten Exkurs, als beflügelnden Stimulus, als urpersönliches Vademecum, das ihn fortträgt in Sphären, von denen er wußte, daß es sie gibt, deren Existenz er jedoch eher in hermetischen Zirkeln und Salons vermutete und nicht zwischen zwei Buchdeckeln in einer Sprache, deren Schlichtheit ebenso beeindruckt wie das Wissen, das diese Sprache transportiert. Das alles überließ der Autor nicht dem Zufall, sondern gebar es als Ausdruck seiner großen Wertschätzung gegenüber denen, die ihre Gedanken und Postulate weder euphemisierten noch milieurisierten - die unrühmliche Ausnahme dürfte wohl Heideggers Seinsphilosophie vom 'Geworfensein' bilden -, sondern sie in Worte kleideten, die ihren Weg zum Leser fanden und deren oftmals bohrende Nachfragen stets eine erschöpfende Beantwortung erfuhren. Und so mag der Leser das knapp 600 Seiten umfassende Werk von Jesaja bis Sloterdijk in diesem Sinne studieren und am Schluß eines feststellen - daß er tatsächlich begriffen hat, worum es der Philosophie in toto, den Philosophen in nuce geht, nämlich darum, sich von der Welt nicht dumm machen zu lassen. So immerhin lautete Schopenhauers einfaches Credo. Leben und Werk findet der interessierte Leser auf den Seiten 287 bis 293 dargestellt, und er wird ihm uneingeschränkt zustimmen wollen.
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Freiheit vs. Gleichheit? 0 25.01.2008
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