Kurzbeschreibung
Dieser Band analysiert ein zwar als Schlagwort geläufiges, bisher aber kaum untersuchtes Werk des Philosophen Jean-François Lyotard: die Ausstellung Les Immatériaux, die er 1985 im Pariser Centre Pompidou kuratierte. Sie gilt als Meilenstein der thematisch-szenographischen Ausstellungen und wurde von Lyotard als Medien- und Adressatenwechsel reflektiert, dessen Besonderheiten er philosophisch und ausstellungsgestalterisch Rechnung trug. Das Buch zeigt, wie Lyotard das Ziel seines Projekts realisierte, das Publikum mit den Mitteln des Philosophierens für die Veränderungen zu sensibilisieren, der die Gesellschaft in naher Zukunft durch neue Medien und Technologien unterworfen sein würde.
Über den Autor
Antonia Wunderlich (Dr. phil.) unterrichtet Kunstgeschichte an den Universitäten Köln und Witten/Herdecke. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Ausstellungstheorie, Bildwissenschaften und Kunsttheorie des 20. Jahrhunderts.