Eine Automatik führt den Benutzer bei einer Neuinstallation Schritt zu Schritt durch die Menüs (Einstellung von Sprache, Datum und Uhrzeit, Eingeben von Name und Kennung). Das funktioniert tadellos. Die Möglichkeiten, mit diesem Gerät zu kopieren, zu faxen und zu telefonieren, sind sehr vielfältig. Es gibt u.a. einen Anrufbeantworter, 10 Klingeltöne, einen Tag- und Nachtmodus, zeitversetztes Senden, einen Sendespeicher mit bis zu 50 Seiten - selbst zum Verschicken von SMS ist dieses Gerät geeignet.
Nur an einem hapert es: an der Qualität des Drucks. Sie reicht nicht mal an die Qualität von Thermopapier-Faxgeräten ran (den Vorgängern des Thermotransfer-Verfahrens). Schriftgrößen werden erst ab 10 Punkt sauber und gut lesbar übertragen (trotz Einstellung fein und Kontrast optimiert). Darunter wirkt die Schrift ausgefranst und ohne klare Konturen. Faxt man eine solche Seite an den Auftraggeber zurück (etwa, wenn man als Redakteur oder Lektor arbeitet), so ist das für die Gegenstelle nicht mehr lesbar. Für den Amateurbereich mag dieses Gerät ausreichen, für einen Profibetrieb ist es ungeeignet.
Zudem sorgt Philips durch zahlreiche Automatismen und Hilfeseiten dafür, dass oft eine komplette Seite ausgedruckt wird, obwohl man es gar nicht will. Selbst wenn die Thermotransferrolle zuneige geht, wird dies extra ausgedruckt. Nach jedem Senden eines Faxes druckt das Gerät einen Bericht mit verkleinerter Kopie der ersten Seite. Diese Funktion kann man zwar ausstellen, hat dann aber keinen schriftlichen Beleg mehr. Ich kann mich des Verdachts nicht erwehren, dass bei diesem Gerät bewusst ein hoher Tonerverbrauch erzielt werden soll. Das mag bei gelegentlichem Gebrauch nur bedingt an den Geldbeutel gehen, bei häufigem Einsatz rechnet sich ein Tintenstrahl- oder Lasergerät aufgrund des kostengünstigeren Verbrauchmaterials jedoch mehr. Und auch die Druckqualität ist dann besser.