... man folgendes beachtet:
Der Soundbar hat eine nicht abschaltbare Loudness. Das heisst, Bässe und Höhen werden um so stärker automatisch angehoben, je weiter die Lautstärke zurückgeregelt wird - und zwar heftig. Versucht man, mit Bass- ud Höhenregler dagegen zu steuern, stellt sich heraus, dass die Frequenzbereiche, in denen Loudness und Regler arbeiten, nicht deckungsgleich sind, der Bassregler zum Beispiel nicht alles zurücknehmen kann, was die Loudness dazu tut. Das führt insbesondere bei Stimmen zu einer nervigen, schuhkartonartigen Verfärbung. Und da in Filmen/im Fernsehen doch das eine oder andere Mal geredet wird, hat mich das fast zur Rückgabe bewegt.
Umgehen kann man das Problem, indem man den Soundbar nicht am digitalen sondern am Kopfhörerausgang des Fernsehers anschliesst (Kabel Miniklinke auf Cinch wird benötigt, ist nicht dabei) und die Lautstärke des Soundbars voll aufdreht. Die Loudness ist dadurch deaktiviert und Bass- und Höhenregler können ungestört ihre Arbeit tun. An meinem Samsung (C-Serie) ist das Ergebnis perfekt. Trotz der voll 'aufgerissenen' Lautstärke ist nur leises Rauschen zu hören, wenn man ein Ohr direkt vor einen der Hochtöner des Soundbars hält. Positiver Nebeneffekt: die Lautstärke lässt sich mit der Fernbedienung des Fernsehers regeln. Bei Geräten mit regelbarem digitalen Ausgang (zum Beispiel Apple TV 2) funktioniert diese Vorgehensweise natürlich genau so.
Lohn der 'Mühe' ist ein für diese Preisklasse durchaus guter Klang. Wenn man dann noch die Bassreflexöffnung des Subwoofers mit ein *wenig* Schaumstoff bedämpft, wird das Ganze noch um einiges knackiger (allerdings im Tausch gegen den bei vielen so beliebten wummerigen BoomBox-Pseudo-'Tief'bass).
Drei Sterne gibt es nur, weil
a) die Loudness nicht abschaltbar ist,
b) die Laustärkeeinstellung bei Ausschalten verloren geht,
c) Lautstärke, Bass und Höhen nicht reproduzierbar einzustellen sind (nur Anschlag oben/unten wird angezeigt, ab da muss man mitzählen, wie oft man eine Taste gedrückt hat) und
d) der Subwoofer mit dem dünnsten Klingeldraht, den ich je an einem Lautsprecher gesehen habe, angeschlossen ist (wahrscheinlich bewusst, damit es noch einen Tick mehr wummert).