Sandwichmaker scheinen eines der Produkte zu sein, bei denen es kein Hersteller schafft, ein wirklich gutes Gerät anzubieten. Evtl. ist der Markt für qualitativ hochwertige, dann aber teure Geräte auch einfach zu klein. Mein Philips Cucina (Vorläufermodell) ging leider kaputt (mein Fehler, fiel runter) und bei der Suche nach Ersatz wurde schnell klar, dass alle Geräte am Markt irgendwelche Macken haben. Die Reinigung scheint oft ein ein Problem zu sein, wobei dies meiner Ansicht nach oft auf falsche Benutzung zurückzuführen sein dürfte. Manche Geräte verlangen längliche Toasts, manche kleine Toasts. Andere scheinen anfällig beim Schließmechanismus. Evtl. sollte man sich einmal überlegen, eine Konstruktion ohne Scharnier zu bauen. Im Grunde war ich aber mit dem alten Sandwichmaker ganz zufrieden und habe mich daher für den Nachfolger entschieden, den Philips HD2383:
Positiv:
-Wenn man es richtig anstellt (siehe unten), bekommt man perfekte Sandwiches bei minimalem Reinigungsaufwand.
-Qualitativ macht das Gerät einen wertigen Eindruck. Die 10¤-15¤ Unterschied zu einem Noname-Ding merkt man dem Gerät durchaus an.
-Im Vergleich zum Vorgänger wurde die "Trennleiste" höher gemacht. Die Sandwiches lassen sich nun besser in die Dreiecke teilen.
-Die Kabelaufwicklung wurde im Vergleich zum Vorgänger verbessert. Das Kabel hält jetzt, wenn man es aufwickelt.
Neutral:
-Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde ein 1 cm breiter, beschichteter Rand zwischen Scharnier und Toastplatte eingefügt. Der Käse läuft also nicht mehr so schnell ins Scharnier und quillt hinter dem Gerät raus. Andererseits hat man den 1 cm vorne weggenommen. Nun klafft dort eine kleine Spalte zwischen Platte und Vorderteil und Käse der da rein läuft geht garantiert nie mehr raus. Bescheuert. Insgesamt ist die Reinigung aber durchaus verbessert worden.
-Man würde sich bei Philips sicherlich kein Bein abbrechen, wenn man ein kleines Rezeptbüchlein beilegen würde. In der Beschreibung finden sich ganze 2 Rezepte.
Negativ:
-Die Leuchtanzeige ist komplett unlogisch. Eine rote Betriebsleuchte, sowie eine grüne "Aufheizleuchte". Erlischt die grüne Leuchte - es brennt also nur noch die rote, so ist die nötige Temperatur erreicht. Wer denkt sich sowas aus?
-Den fehlenden Ein-/Ausschalter kann ich persönlich verschmerzen. Timer und ähnlichen Schnickschnack auch. Andere hätten sowas aber evtl. gerne, insofern also hier als Negativpunkt gelistet.
Wie macht man perfekte Sandwiches?
Der Philips HD2383 ist für American Toast (also den großen) ausgelegt. Gibt's z.B. als Vollkornvariante bei Aldi. Vor dem Aufheizen pinsle ich die neuralgischen Stellen, also Scharnier und die Ränder -die sonst gerne mal Probleme beim Reinigen machen- mit etwas Öl ein. Für die Toastseiten die später die Platten berühren, verwende ich Butter. Kurz in der Mikrowelle verflüssigen und einpinseln geht besser als mit dem Messer verstreichen. Beim Belegen nun zuerst eine Scheibe Käse. Ich mag Gouda ganz gerne, aber das bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig hierbei und dies gilt für den kompletten Belag: nicht ganz bis zum Rand belegen, sondern etwas Platz lassen damit die Scheiben schön versiegelt werden können. Der weitere Belag bleibt ganz der eigenen Phantasie überlassen. Schinken, Lachs, Thunfisch, Krabben, Ananas, gebratene Hähnchenbrustscheiben etc. Bei Schinken packe ich immer noch etwas Gemüse dazu. Zwei, drei Gurken- oder Tomatenscheiben, Paprikasteifen etc. Dann evtl. noch etwas Senf, Ketchup und/oder passende Gewürze. Man sollte nicht zuviel drauf packen, in etwa so dick wie eine Toastscheibe, sonst quillt nur alles irgendwo raus. Zum Schluss dann wieder eine Scheibe Käse. Nun 3-4 Minuten im Sandwichmaker toasten und fertig sind die perfekten Sandwiches. Ich lege sie noch kurz zum abkühlen auf einen Gitterost, so werden sie Außen rundherum schön knusprig. Legt man sie direkt auf den Teller, kann es passieren, dass die Unterseite etwas feucht und lapprig wird. Geht man wie hier beschrieben vor, so ist auch die anschließende Reinigung kein Problem. Etwas Käse läuft zwar fast immer irgendwo raus, aber in der Regel bekommt man diesen gut wieder weg, wenn man besagte Stellen vorher mit etwas Öl bepinselt.