Habe den HDR 3810 wegen seiner recht ansprechenden Optik und als Ergänzung zum Philips_TV gekauft und seit ca. 4 Wochen in Benutzung. Ich finde mit jedem Tag mehr Sachen, die mir missfallen.
Den Rekorder habe ich mittels HDMI mit dem TV verbunden. Die Probleme fangen damit an, das der Rekorder 16:9 Sendungen nicht erkennt und das Bild also zusammenpresst, so dass auf dem 16:9 Fernseher oben und unten nochmals schwarze Ränder sind. Nach Auskunft der Service-Hotline von Philips lässt sich das nur ändern, wenn man den HDMI-Anschluss am TV von DVD-Rekorder in PC umbenennt. Danach kann das Bildformat am TV manuell aufgezoomt werden. Bei Ansehen einer DVD muss man dann wieder auf Breitbild stellen. Hä?
Da ich gerade bei der DVD-Wiedergabe bin: Wenn eine DVD im Laufwerk ist, wird diese beim Einschalten des Rekorders automatisch gestartet. Sollte man also am Vortag die DVD nicht zu Ende gesehen haben und will nur schnell den Rekorder programmieren , muss diese wieder gestoppt werden. Ebenfalls vermisse ich die Möglichkeit, aus dem langsamen Suchlauf auf Standbild zu gehen, da er hier automatisch auf Play" springt (ist ja schließlich auch eine Taste).
Der Rekorder schaltet sich im normalen Standby-Modus von allein ein und nimmt im Time-Buffer-Speicher auf. Wollte es erst nicht glauben, habe es aber mehrmals verfolgt. Nach dem Aufstehen am Sonntag um 11.15 Uhr den Rekorder eingeschaltet, im Buffer-Speicher beginnt die Aufnahme um 09:54 Uhr. Seltsam. Nach Auskunft der Philips-Werkstatt aber völlig normal. Bei Aktivierung der Funktion SAT-Saufnahme läuft das Gerät übrigens rund um die Uhr.
Hauptkritik von mir ist aber das Bearbeitungsmenü. Die reinste Katastrophe. Das fängt damit an, dass ich keine eigenen Kapitelmarkierungen entsprechend der Filmszenen mehr setzen kann. Das war bei allen Vorgängermodellen und ist auch bei den Rekordern der Konkurrenz möglich.
Beim Bearbeiten der Aufnahmen wird das Bild in einem Mini-Fenster dargestellt. Ich kann das Bild selbst in meinem 42° Fernseher kaum erkennen. Früher stand dafür fast der ganze Bildschirm zur Verfügung. Beim Ändern des Titels ist das Motto Fasse dich kurz". Es können wahnsinnige 16 Zeichen eingegeben werden. Längere Filmtitel, insbesondere Mehrteiler, haben also keine Chance
Eine weitere Änderungsfunktion ist die Zuweisung der Aufnahme zu einem Genre. Die Sortierung nach Genre ist danach aber wirklich sehr unlogisch versteckt. Hier muss ein x-beliebiger Titel angewählt werden, dann auf Ändern gehen, dann auf Sortierung, dann auf Attributfilter, bevor man endlich die Genregruppen hat. Das war beim Vorgänger 3595 ebenfalls einfacher. In der Übersicht werden. die Aufnahmen übrigens nicht mit dem Titel angezeigt, sondern mit kleinen Bildern, in denen die Aufnahmen abgespielt werden. Hier beginnt schon mal die Raterei. Wenn man eines dieser kleinen Feldchen anwählt bekommt man den Titel (oder besser gesagt ein paar Zeichen davon) angezeigt.
Was stört mich noch? Ach ja, beim Kopieren der Aufnahmen auf DVD bekam ich bei meinem alten Rekorder angezeigt, wie lange er für das Kopieren noch braucht. Das vermisse ich ebenfalls.
Folgerichtig werde ich mich wohl von diesem Gerät wieder trennen müssen. Schade.
Den zweiten Punkt neben der Optik vergebe ich übrigens für die witzige, abschnitts- oder satzweise in deutsch und niederländisch verfasste Bedienungsanleitung. Selten so gelacht beim übersetzen.