Diese Rezension gilt für den Philips 37PFL9606K/02, der im Oktober 2011 bei Amazon noch nicht gelistet war. Der ist baugleich mit dem 32PFL9606K/02, nur etwas größer.
Die Angabe /02 am Ende der Modellbezeichnung bedeutet, dass der Fernseher für die Wiedergabe der höheren Datenraten nach dem DVB-S2-Standard geeignet ist. Mit dem eingebauten Receiver kann man die Programme über alle drei DVB-Übertragungswege ('Erde'/Antenne, Kabel, Satellit) empfangen.
Ein Fazit vorweg:
- Sehr schönes, gutes Gerät.
- Die Fernbedienung muss man mögen, sonst ärgert man sich permanent (ich mag sie).
- EPG und Aufzeichnungen funktionieren nur, wenn das Gerät mit dem Internet verbunden ist!!
- Die Software hat noch Bugs: Manchmal geht die Kiste einfach aus, manchmal sind diverse Funktionen blockiert. Als Computermensch macht man das das, was man am Computer auch machen würde: Neu starten. Nur reine Fernsehgerätebenutzer ohne Abstumpfung durch Computererfahrung sind darüber entsetzt: 'Wie kann denn das sein? So ein Murks.'
Das Gerät kann und macht das, was man von einem Fernseher erwarten kann. Soll man wirklich ein gutes Bild und einen guten Klang besonders hervorheben? Gab/gibt es Fernseher, mit denen man nicht gut fernsehen kann und die keinen anständigen Klang haben? Loben wir etwa neue Automodelle, weil man mit ihnen erwartungsgemäß von A nach B fahren kann?
Das Gerät hat ein gutes, unauffälliges Design. Der Fuß ist elegant. Und er sorgt für einen guten Sound. Im Fuß sind nämlich die Lautsprecher drin, die in den unsinnig flachen Gehäusen keinen Platz mehr haben.
Der Fernseher ist internetfähig.
Unter Net-TV sind diverse Apps vorhanden. Man kann neue dazu packen. Ein Internetbrowser ist auch dabei. Damit läßt sich jede Internetseite aufrufen. Aber: Nicht alle Seiteninhalte stehen zur Verfügung: Flash und PDF funktionieren z. B. mangels entsprechender Plugins nicht.
Wer sich die URL-Eingabe und das Navigieren erleichtern will, kann eine Funktastatur anschließen. Ich verwende die Trust Thinity. Damit kann man zufriedenstellend arbeiten, aber naturgemäß nicht so flüssig wie am PC, da es durch WLAN kleine Reaktionsverzögerungen gibt.
Die elektronische Programmzeitschrift (per Internet) ist gut. Seitenwechsel dauern schon mal etwas, wenn aus dem Netz nachgeladen wird.
Der Fernseher macht als 'Aufnehmer' und 'Abspieler' eine gute Figur.
Dank angeschlossener Festplatte kann man eine laufende, digitale TV-Übertragung jederzeit unterbrechen und wieder nahtlos fortsetzen. Diese Live-TV-Unterbrechungen und komplette Aufnahmen steuert man mit der kleinen, wirkungsvollen Fernbedienung sehr einfach. Bilder, Musik und Videos/Filme, die auf dem PC gespeichert sind, können auf dem Fernseher betrachtet werden. Alles per WLAN. Einzige Voraussetzung: Man braucht eine Medienserver-Software. Kostenlose Versionen wie der Windows Media Player 11 oder TVersity reichen hierfür vollkommen aus. Leider können Aufzeichnungen im wtv-Format (Windows Media Center) nicht wiedergegeben werden. Die muss man bei Bedarf vorher in ein abspielbares Format umwandeln. Für Computerfreunde ist das kein Problem. Und die 'Computer-fass-ich-nicht-an'-Typen kommen ja sicher nicht auf die Idee, sich Aufnahmen ansehen zu wollen, die gaanz woanders gespeichert sind (nicht im oder neben dem Fernseher) ;-
Philips ist eine hervor- und herausragende Fernbedienung gelungen.
Legen sie einmal im Geschäft die Fernbedienungen diverser Hersteller nebeneinander. Suchen Sie sich nun die schönste, angenehmste aus. Glückwunsch! Sie haben sich soeben für einen Philips entschieden.
Ein Vergleich der Fernbedienungen von Samsung (SyncMaster T24A350 LED) und Philips (37PFL9606K/02): Samsung 44 Tasten, Philips 19 Tasten.
Bei Philips ist alles logisch und daher intuitiv zu bedienen. Beispiel Lautstärkeregelung: Bei Philips kann man, ohne hinzusehen, mit einer Taste die Lautsprecher regulieren oder stumm schalten.
Bei Samsung gibt es Tasten in diversen Größen, Formen und Farben. Das wirkt alles etwas grob und macht den Eindruck, dass man damit auch die Rollläden und das Garagentor bedienen könnte. Bei Philips wirkt alles wie aus einem Guss und sieht schick aus. Die Fernbedienung liegt gut in der Hand. Mit der doppelt so großen von Samsung kann man sich aber prima am Rücken kratzen.
Wer einmal das Ambilight 3 von Philips erlebt hat, wird andere Fernseher langweilig finden. Es ist frappierend, wie das Fernsehbild mit den absolut passenden Lichtfarben auf die den Fernseher umgebenden Flächen optisch vergrößert wird. Das tut den Augen gut und wirkt spannend entspannend.