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Mit Basis Manila lassen sich mehrere interessante Tagesausflüge ins Birdland unternehmen. Ausgezeichnetes "Birding" mit einem optimalen täglichen Beobachtungsdurchschitt von ca. 35 Arten läßt sich im Quezon National Park, am Mt. Makiling und am Mt. Banahaw durchführen, der letztere Berg ist besonders reizvoll. Die Hariboner machen oft Touren nach diesen drei Zielen, außerdem in die einst vom Pinatubo-Ausbruch verwüsteten Provinzen nördlich Manilas, um dort das allmählich wiederentstehen der Vogelwelt zu beobachten. Auch ein Abstecher nach Mindoro lohnt sich. Trotz vieler Unkenrufe gibt es selbst in Puerto Galera, dem Fährterminal, noch jede Menge ökologisch heilen Terrains. Rohrweihen schweben über die schöne Hafenbucht, und kolibriartige sunbirds besuchen den Gast mitten im Ort. Weiter feldeinwärts erwartet den Kenner ausgesprochen rares Gefieder an den Hängen des Mt. Halcon und am Lake Naujan an der Ostküste. Palawan
Durchweg weist jede größere Dschungelregion des Archipels außer dem üblichen Federwild eine oder mehrere endemische Arten auf. Ein besonders großer Reichtum an solchen herrscht auf der Insel Palawan. Engagierte Vogelfreunde sollten auf einen Besuch die der faszinierenden Inselprovinz nicht verzichten.
An der bewußten Ursula-Insel können sie allerdings guten Gewissens vorbeisteuern. Einst, noch nicht lange her, gaben sich dort mind. 150000 Vögel, zusammengesetzt aus etwa 20 Arten, ein tägliches Stelldichein. In allen touristischen Schriften über die Philippinen wurde die Vogelinsel
höchsten Tönen besungen. Vorbei. Ich selbst hatte auf Palawan schon soviel Ungutes über Ursula gehört, daß ich gar nicht erst hinfuhr. Im Frühjahr 1994 fragte ich eine befreundete Ärztin, die das Eiland besucht hatte, wie viele Vögel sie dort gesehen hätte. »Vier« antwortete sie...
Auf Ursula ist für den Birdwatcher also nichts mehr zu holen. Ein ähnliches Schicksal hat Minasawa Cay im Polillo-Archipel erlitten, von dem sich Vogelfreunde Anfang der 80er Jahre noch viel versprachen. Die meisten der überlebenden Vögel Ursulas sind nach Tubbhataha in der Mitte der Sulu-See abgewandert und haben auf den dortigen Riffen und Bänken zu weiterem Umfang des bereits bestehenden Vogelparadieses beigetragen. Doch auch dieses hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Mehr zu Tubbataha und dessen brüchigem Status als Naturreservat in Kapitel »Tauchen«.
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