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Philip und die anderen: Roman
 
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Philip und die anderen: Roman [Gebundene Ausgabe]

Cees Nooteboom , Helga van Beuningen
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 168 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (3. März 2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518414356
  • ISBN-13: 978-3518414354
  • Originaltitel: Philip en de anderen
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 12,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 427.038 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Cees Nooteboom
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein junger Mann, Anfang 20, reist auf der Suche nach seinem Glück durch halb Europa. Einmal meint er, es am Strand von Calais in der Gestalt eines chinesischen Mädchens zu sehen. Er reist ihr nach, findet sie, sie reisen und leben eine Weile gemeinsam. Doch sie wird nicht bei ihm bleiben: "Du bist der einzige, bei dem ich wohnen könnte -- aber ich will es nicht, ich will allein bleiben, und du weißt das." Das ist, wenn man so will, die ganze Geschichte dieses wunderbar poetischen Romandebüts von Cees Nooteboom. Geschrieben vor 50 Jahren und nun rechtzeitig zu seinem 70. Geburtstag neu aufgelegt.

Wenn ein Autor in späten Jahren auf seinen Erstling zurückblickt, dann tut er dies selten mit der Überzeugung, dass ihm damals wirklich etwas Großes gelungen ist. Das ist bei Cees Nooteboom nicht anders, den der Erfolg bisweilen befremdet, den Philip und die anderen auch heute noch in vielen Ländern hat. Doch wer das Buch liest, weiß sehr schnell, was seinen Zauber ausmacht: Man liest Philips Bericht, als erinnere man sich. Als seien es unsere eigenen Gefühle und Hoffnungen, von denen uns da erzählt wird, als habe man sich damals selbst auf die Reise gemacht, dieses Mädchen zu finden, das "zu mir gehörte und trotzdem weggehen würde, allein".

Wie der damals erst 21-jährige Nooteboom das Erleben seines Romanhelden in uns auferstehen lässt, ist ein Zeugnis früher Meisterschaft. Für Rüdiger Safranski, der für diese Ausgabe das Nachwort verfasst hat, ist Philip und die anderen sein "persönliches Kultbuch". Dass es dies in Zukunft noch für viele deutsche Leser werden wird, dafür wird die sehr gelungene Neuübersetzung sorgen. --Andreas Vierecke

Über den Autor

Cees Nooteboom wurde 1933 in Den Haag geboren. 1955 erschien sein erster Roman (Philip en de anderen), der drei Jahre später auch in Deutschland unter dem Titel Das Paradies ist nebenan veröffentlicht wurde (und 2003 in der Neuübersetzung von Helga van Beuningen unter dem Titel Philip und die anderen erneut eine große Lesergemeinde fand). Nooteboom berichtete 1956 als junger Autor über den Ungarn-Aufstand, 1963 über den SED-Parteitag, und fünf Jahre später über die Studentenunruhen in Paris (gesammelt in dem Band Paris, Mai 1968). Seine inzwischen in mehreren Bänden gesammelten Reiseberichte, die weniger Reportagen als vielmehr von genauer Beobachtung getragene, reflektierende Betrachtungen sind, festigten Nootebooms Ruf als Reiseschriftsteller. 1980 fand Nooteboom zurück zur fiktionalen Prosa und erzielte mit dem inzwischen auch verfilmten Roman Rituale (Rituelen) große Erfolge. Sein umfangreiches Werk, das in viele Sprachen übersetzt ist, umfaßt Erzählungen, Berichte, Gedichte und vor allem große Romane wie Allerseelen (Allerzielen). Die neun Bände seiner Gesammelten Werke enthalten neben den bereits publizierten Büchern zahlreiche erstmals auf deutsch vorliegende Texte.
Cees Nooteboom lebt in Amsterdam und auf Menorca.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Traumreise 15. März 2005
Format:Taschenbuch
Ein junger Mann zieht in die Welt hinaus, nicht wirklich ziellos, doch getrieben von eigenwilligen Begegnungen und launigen Impulsen. Was ist real, was ist Traum? Wieviel Zeit vergeht zwischen den einzelnen, mystisch anmutenden Stationen? Es ist nicht zu entscheiden, bald aber auch nicht mehr wichtig, denn man wird selbst mitgerissen von Notebooms Erzählweise, findet sich selbst bald unterwegs, eingeholt von Erinnerungen, früher Sehnsucht und vergessenen Kindheitstagen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kraft der Jugend 9. September 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Philip und die anderen - ein zutiefst merk-würdiges Buch. Philip, ein mädchenhaariger 18jähriger Junge beginnt nach zwei Lehrjahren bei seinem skurril-weisen Onkel („Wir sind geboren, um Götter zu werden, und zugleich, um zu sterben; das ist verrückt.) eine planlose Reise. In Frankreich wird ihm von einem Mann namens Maventer mit „Händen, weich wie Schwämme" die Geschichte eines chinesischen Mädchens erzählt. Einzigartig ist die Fähigkeit dieses Mädchens, sich mittels Phantasie spielerisch eigene Welten zu schaffen, in diesen Welten zu leben und sie doch wahr sein zu lassen. Begeistert von diesem Mädchen macht sich Philip auf die Suche nach ihr. Den Weg zu ihr säumen geliebte Mädchen, ein Mönch - und andere, scheinbar gescheiterte Kreaturen.
Was an diesem Roman fasziniert, ist die Sprache. Nooteboom gestaltet seine Sprache derart vielschichtig, bunt und assoziationsreich, dass man manche Stellen zum Genuß nochmal lesen muß. Insbesondere die Natur- und Stimmungsbeschreibungen sind sensationell mitreißend
[„... einer Wahnsinnigen, die in den Besitz des Mondes gelangt war und mit ihm die Steine und Bäume färbte und schlug, bis eine unerträgliche Besessenheit sich der Landschaft bemächtigte und die Dinge einen Atem bekamen und mit ihr lebten, unerträglich."]

Nachteilig habe ich die mangelnde Struktur des Buches empfunden, die man auch als Wildheit oder Ungestümheit des damals jungen Autors auslegen kann, aber manchmal den Lesefluß zum
Stocken bringt und ein schales Gefühl zurückläßt. Auch die religiösen Gefühle Nootebooms, mit denen er mehrere Figuren, u.a. den oben genannten Mönch einkleidet, erscheinen zu profan und beanspruchen zuviel Platz.

Diese kleinen Schwachstellen könnten das großartige Strahlen großen Passagen des Romans jedoch nicht unterdrücken. Wenn man die Kraft zum Weiterlesen hat, trifft man immer wieder auf Stellen, die wunderbar phantastisch ausgeschmückt sind und eine Naivität ausstrahlen, wie man sie fast nur von Kindern kennt.
Kurzzeitig.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Leider entscheiden sich Verlage immer wieder "modernere" Übersetzungen herauszubringen. Die alte Übersetzung hieß "Das Paradies ist nebenan". Eine sehr schöne Übersetzung meiner Meinung nach.
Aber es muss ja heute "Klingel" und nicht "Glocke" heißen. Und "Azalee" ist anscheinend auch ein zu komplizierter Blumenname für den heutigen Leser.
Aber lieber Leser schrick nicht vor der alten Übersetzung zurück, denn gerade diese hat ihren Reiz. Leider kann man die alte nur noch gebraucht bekommen...

Ich kann das Buch absolut empfehlen, aber eben nicht diese Übersetzung!
War diese Rezension für Sie hilfreich?

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