Aus der Amazon.de-Redaktion
Ein junger Mann, Anfang 20, reist auf der Suche nach seinem Glück durch halb Europa. Einmal meint er, es am Strand von Calais in der Gestalt eines chinesischen Mädchens zu sehen. Er reist ihr nach, findet sie, sie reisen und leben eine Weile gemeinsam. Doch sie wird nicht bei ihm bleiben: "Du bist der einzige, bei dem ich wohnen könnte -- aber ich will es nicht, ich will allein bleiben, und du weißt das." Das ist, wenn man so will, die ganze Geschichte dieses wunderbar poetischen Romandebüts von Cees Nooteboom. Geschrieben vor 50 Jahren und nun rechtzeitig zu seinem 70. Geburtstag neu aufgelegt.
Wenn ein Autor in späten Jahren auf seinen Erstling zurückblickt, dann tut er dies selten mit der Überzeugung, dass ihm damals wirklich etwas Großes gelungen ist. Das ist bei Cees Nooteboom nicht anders, den der Erfolg bisweilen befremdet, den Philip und die anderen auch heute noch in vielen Ländern hat. Doch wer das Buch liest, weiß sehr schnell, was seinen Zauber ausmacht: Man liest Philips Bericht, als erinnere man sich. Als seien es unsere eigenen Gefühle und Hoffnungen, von denen uns da erzählt wird, als habe man sich damals selbst auf die Reise gemacht, dieses Mädchen zu finden, das "zu mir gehörte und trotzdem weggehen würde, allein".
Wie der damals erst 21-jährige Nooteboom das Erleben seines Romanhelden in uns auferstehen lässt, ist ein Zeugnis früher Meisterschaft. Für Rüdiger Safranski, der für diese Ausgabe das Nachwort verfasst hat, ist Philip und die anderen sein "persönliches Kultbuch". Dass es dies in Zukunft noch für viele deutsche Leser werden wird, dafür wird die sehr gelungene Neuübersetzung sorgen. --Andreas Vierecke
Pressestimmen
"Bereits sein erster Roman ist
eine Reise gegen die Zeit, ein romantisches Märchen von durchtriebener Naivität, in dem ein niederländischer Taugenichts sich an den Strassenrand stellt und seinem Fernweh gehorcht nach der weiten Welt der erzählten Geschichten. [...] Als Reisende in Nootebooms Büchern können wir lernen, dass der Moment, in dem wir uns, aus der Schutzlosigkeit des Schlafes soeben erwacht, in einem fremden Raum orientieren müssen, eine Geistesverfassung ist, mit der man dem Leben ganz gut begegnen kann."
(Andrea Köhler
Neue Zürcher Zeitung )
»Dieser Roman wurde mein persönliches Kultbuch. Ich steckte meine Freunde damit an, und jedesmal, wenn ich mich neu verliebte, wurde daraus vorgelesen.« (Rüdiger Safranski )
»Leicht wie die Luft und schwer wie der Regen, flüchtig wie ein Gedanke und schmerzlich wie eine Erinnerung – so liest sich Cees Nootebooms wunderbarer Roman
Philip und die anderen. Man liest, man staunt und wird verzaubert wie von einem großen Traum. Nootebooms erster Roman besitzt die Altersweisheit eines Kindes, das noch wenig erlebt hat, aber schon alles erinnert, das noch nicht viel weiß, aber schon alles versteht. Aber der Kern von Nootebooms Kunst, hier ist er schon, dieses unvergleichliche Ineinandergehen von Poesie und Philosophie.« (Ulrich Greiner
Die Zeit )
"Der blutjunge Cees Nooteboom zog mit seinem Erstling Philip und die anderen hellsichtig die Bilanz einer ganzen Generation."
(Dirk Schümer
Frankfurter Allgemeine Zeitung )
"Der Romancier Cees Nooteboom war
nicht nur spät berühmt, sondern auch früh genial. Philip und die anderen ist naiv, euphorisch und machtvoll, ein Fest des Staunens und der Verklärung, der Ineinssetzung von Lyrik und Literatur. Zuallererst aber ist dieser Roman ein Fest."
(Jochen Förster
Die Welt )
"Es ist erstaunlich, mit welcher Sprachgewandtheit Nooteboom mit 21 Jahren dieses Buch schrieb."
(Rolf Brockschmidt )
"Die erfahrene Nooteboom-Übersetzerin Helga van Beuningen hat in frischen Ton und sorgfältig am Original entlang neu übertragen. [...] Das kleine Werk wirkt heute noch viel vitaler und authentischer als mancher Zeitgeist-Roman deutscher Jungautoren. [...] ...für eine ganze Generation wurde es zum Kultbuch: ein Roadmovie, entstanden ein Jahrzent vor den ersten Hippies."
(
Der Spiegel )
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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