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Man kennt das ja. So mit der durchschnittlich dritten bis vierten LP orientieren sich viele sogenannte Underground-Stars an etwas für sie Neuem, oft Pop. G. Love & Special Sauces »Philadelphonic« ist das vierte Album der »Erneuerer« des Folk-Blues-Rap - oder so ähnlich. Natürlich nicht direkter Pop, aber leichter und lockerer als bislang. Gerappt, gebluest und gefolkt wird nach wie vor, nur reibt »Philadelphonic« nicht mehr so vehement, sperren sich die Tracks seltener als frühere Nummern. @Normal:Das rauhe Holzgerüst der G. Love-Songs hat der Lauf der Zeit geglättet. Der verstärkte Songcharakter birgt so wohliges Absinken in die Soundstruktur, die nach wie vor genug Raum freihält für frei floatende Blues-Saiten und schwermütige wailende Solos. Dazwischen säuseln Chöre ein referentielles »Philly«. Das geht ohne Geigen über die Bühne. Musik zum Autofahren, sage ich mal. Aber Achtung: ehe man sich versieht, ist der Tank leer, man kehrt ein an irgendeiner Tankstelle der Republik. Der »Alles Super«-Markt ist leergefegt. Ein alter bärtiger Mann mit Lederhaut will bezahlt werden, aus seinem Monorecorder kratzt G. Love heraus, und plötzlich bist Du in einer menschenleeren Südstaaten-Tankstelle, die allein die Songs von G. Love mit der Welt verbindet. An der selben Tankstelle rulen übrigens Schooly D, Slick Rick und Ripple das Soul-Food-Mixtape-Geschäft. Eine schöne Mischung ist doch auch was. ©SPEX
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