Ich habe "Philadelphia" nun schon einige Male gesehen und immer wieder rührt er mich zu Tränen mit seinem bewegendem Ende. Tom Hanks hat mehr als verdient den Oscar für diese Rolle gewonnen und die Rede, die er bei Empfangname seines Oscars gehalten hat, ist für diesen Film auch mehr als treffend gewesen. Da merkte man, wie sehr er als Schauspieler in diesen Film involviert war und wie sehr ihn dieses Thema ergriffen hat. Genau diese Überzeugung merkt man als Zuschauer an seiner Rolle, so gefühlvoll ist sie umgesetzt. Ebenso Antonio Banderas, der gewöhnlich nicht zu meinen Favoriten gehört, glänzt in diesem Film. Als homosexuelles Paar, die der schweren Krankheit des einen zum Trotz die letzten gemeinsamen Momente genießen und wo einer immer zum anderen steht, spielen sie sich direkt in die Herzen der Zuschauer. "Philadelphia" ist ein sehr bewegender Film mit ernstem Thema. Man kann einfach nicht anders, als den Tränen freien Lauf zu lassen und das beginnt schon direkt am Anfang des Filmes. Auch Denzel Washington liefert hier eine seiner besten Performances ab und bietet uns in seiner Rolle einen Charakter, der über seinen Schatten (bestehende Vorurteile) springt und damit das einzig Richtige tut.
Der Film ist voll mit Botschaften, die zum Umgang mit AIDS und AIDS-Kranken beisteuern sollen und ich denke, der Film hat weitestgehend einige Änderungen in diesen Bereichen erwirkt. AIDS ist heutzutage akzeptierter als noch in der Zeit, als der Film entstand und meiner Meinung nach sollte der Film Pflichtprogramm in jedem Biologie-Unterricht sein. Unsere Bio-Lehrerin hat sich damals leider nicht die Zeit genommen, uns den Film ganz zu zeigen, aber aus eigenem Engagement heraus, habe ich ihn mit einer Freundin zusammen in einen Vortrag über AIDS mit einfließen lassen.
Fazit: Wer überzeugende Schauspieler in einem überzeugendem Film mit ernstem und bewegendem Thema erleben möchte und kein Problem damit hat, dabei ein paar Tränen zu vergießen, ist bei diesem Klassiker an der richtigen Adresse und eigentlich ist es Pflichtprogramm, den Film mindestens einmal gesehen zu haben.