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5.0 von 5 Sternen
"Rosenkrieg" der anderen Art - Spannender Pageturner!, 8. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Pharma: Thriller (Taschenbuch)
In Rip Gerbers PHARMA geht es um einen Rosenkrieg der ganz anderen Art - statt desillusionierten Eheleuten kämpfen in diesem spannenden Öko-Thriller Pflanzen um ihre Existenz in einer vom Menschen immer ausgebeuteteren Natur. Hauptschauspielplatz ist der brasilianische Regenwald, dem minütlich etwa 40 Hektar der Abholzung zum Opfer fallen. Die Figuren in Gerbers Roman sind exotisch und geheimnisvoll wie dieses drastisch schwindende Stück unberührter Natur. In der Mitte des Geschehens steht der amerikanische pharmazeutische Konzern ChemGen, der in Amazonien ein Labor unterhält, wo Entdeckungen gemacht werden, die die unterschiedlichsten Charaktere anziehen. Was mir besonders an diesem Pageturner a la Michael Crichton gefallen hat, ist, dass das Problem der Regenwaldabholzung mit ihren Konsequenzen auf Mensch und Umwelt von allen Seiten beleuchtet wird. Nichts ist wirklich schwarz-weiß in diesem Roman, sondern, wie im Leben, sind die Motivationen der Figuren komplex, aber nachvollziehbar. Der brasilianische Junge Rico, der stiehlt, um sich endlich mal wieder eine Flasche sauberen Wassers leisten zu können, Wissenschaftler, die an die Sache glauben und die, obwohl abhängig von den politics der Großkonzerne, durch ihre Ausdauer und ihren Einsatz Heilmittel finden, von denen die Menschheit profitiert. PHARMA ist auch Science-Fiction, aber es geht um eine Zukunft, die schon jetzt greifbar zu sein scheint. Gerber hat ein nachvollziehbares Szenario entworfen, in dem genmanipulierte Pflanzen außer Kontrolle geraten und ihr Reich, das der Mensch glaubte, sich untertan machen zu können, zurückfordern. Sehr spannend und sehr zu empfehlen!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Spannender Wissenschaftsthriller mit hohem Unterhaltungswert, 28. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Pharma: Thriller (Taschenbuch)
Die Geschichte beginnt mit einem Paukenschlag: Dr. Michael Petersen, eine Ikone auf dem Gebiet der Pflanzenforschung, wird brutal in einer Tiefgarage ermordet. Mit letzter Kraft gelingt es ihm, der Nachwelt eine verschlüsselte Nachricht zu hinterlassen.
Szenenwechsel: Somba, Brasilien. Der Brasilianer Paulo ist mit amerikanischen Touristinnen unterwegs, die allerdings beschließen, den Amazonas auf eigene Faust zu erkunden. Ihnen widerfährt Unfassbares: zwei mehrere Meter große Venusfliegenfallen - eigentlich in New Orleans beheimatet - attackieren sie und verletzen sie schwer.
Was hat es mit den botanischen Mutationen auf sich? Dieses Rätsel gilt es jetzt für die Wissenschaftler Dr. Ben Maxwell und Dr. Susan Plotkin zu lüften. Die beiden Topforscher befinden sich im Auftrag der Arzneimittelfirma GenTech in Brasilien. Sie sind die Nachfolger des einst unter mysteriösen Umständen verschwundenen Wissenschaftlergespanns von Dr. Michael Petersen. Ihr Auftrag lautet, in der weiten Natur des Regenwalds ein Heilmittel gegen Progerie (ein vielfach beschleunigtes Altern, die Betroffenen werden selten über 16 Jahre alt) ausfindig zu machen, an dem ihre Vorgänger bereits geforscht hatten. Unter nicht weniger rätselhaften Umständen verschwanden zusammen mit den Wissenschaftlern doch auch alle bisher gesammelten Daten. Die Daten bezogen sich auf das "Projekt Dorothy". Dabei wurden an einem etwa 10-jährigen Eingeborenenmädchen, Dorothy, Versuche vorgenommen, die Progerie zu heilen. Dabei zeigten sich zuerst Erfolge, doch auch Dorothy verschwand gemeinsam mit den Versuchsunterlagen.
Doch nicht nur Ben und Susan sind dem Rätsel um die mutierten Pflanzen und dem Mord an Dr. Petersen auf der Spur. Auch der Umweltschützer und Millionär Hopkins, der eine kleine Armee von Söldner um sich versammelt hat, zeigt reges Interesse und scheut dabei nicht über Leichen zu gehen. Und welche Rolle spielt Ben und Susans Chef Dr. Albert Skinner, dem es offenbar nicht schnell genug gehen kann, den Stützpunkt in Brasilien zu schließen. Alles was zunächst klar erscheint, entpuppt sich als Irrtum oder Finte und letztlich ist alles viel grausamer...das Unvorstellbare wird real - Intrigen, Mord, Mutationen, blanker Horror und Geldgier erweisen sich als die tonangebenden Elemente in diesesm äußerst unterhaltsamen Wissenschaftsthriller.
Mal vorab: Jeder der nur halbwegs was mit "Operation: Amazonas" von James Rollins anfangen kann, der wird auch hier wieder sein Glück finden. Das etwas über 500 Seiten dicke Buch ist auf jeder Seite kurzweilig und spannend und lässt den Leser nach Beendigung der letzten Seite traurig im Wohnzimmersessel zurück, nach einer Fortführung lechzend.
Der Autor, Rip Gerber, ist offenbar Diplom-Biochemiker und hat auch schon fürs C.I.A. gearbeitet, soll heißen, er weiß also wirklich wovon er schreibt - und das merkt man auch! Dabei gelingt ihm der Balanceakt ein ernsthaftes Thema, mit kompetent erarbeiteten wisschenschaftlichen Details in ein exploitatives Gewand um menschenfressende Pflanzen im Urwald zu packen, womit er jeden Anflug von Langeweile vermeidet, mit seiner qualitativ hochwertigen Schreibe aber weit über pulpige Gefilde hinausgeht und letztlich beide Lesergruppen bedient. Zwar geht er nicht so sehr auf die reiche Tierweld des Amazonas ein wie etwa Rollins in seinem inhaltlich ähnlich gelagerten Thriller, schafft es aber dennoch ebendiesen ständig zum Gegenstand seiner Beschreibungen zu machen (meist spricht er über historische und botanische Tatsachen). Und das pulpige Element - bei Rollins U.S - Elitesoldaten -, nämlich Söldner, findet sich auch hier wieder und ist dem Unterhaltungswert mehr als dienlich.
Dazu gibt es noch ein wenig was auf der zwischenmenschlichen Schiene, Bens 14-jähriger Sohn Jack, dem Ben nie ein guter Vater gewesen war, begleitet ihn auf seiner Reise nach Brasilien und soll im Verlauf der Geschichte ein nicht unwichtige Rolle spielen - hat mir alles in allem gut gefallen, wenngleich viele nach Genuss des Buches vielleicht sagen werden, das war ein bisschen des guten zu viel - naja..lesen und selber urteilen.
Also von mir gibts ne dicke Empfehlung, für Fans von Pflanzen- und Tierhorror, aber auch für Freunde eines gepflegten Science-Fiction-Themes. Dank glaubwürdiger Figuren und einer spannenden Story, die zu jeder Sekunde zu fesseln weiß, hat Gerber mich überzeugt, und ich denke einige andere hier wären auch nicht gerade enttäuscht nach Beendigung von "Pharma".
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
kaufen, lesen, weitersagen, 9. September 2007
Rezension bezieht sich auf: Pharma: Thriller (Taschenbuch)
Ich hab das Buch richtig genossen. Es macht Spass mit jeder Seite weiterzulesen.Spannung pur, mit einem Hauch vom Dschungelabenteuer im Amazonasgebiet.
Beim lesen erfährt man auch einiges über Pflanzen was der Allgemeinbildung auch kein Abbruch tut.
Ich jedenfalls kann das Buch wirklich nur weiterempfehlen.
Es liest sich leicht und wenn man es doch mal für 1 oder 2 Tage weglegen sollte, was sicher nicht vorkommt, so kommt man auch schnell wieder in die Handlung hinein.
Das Buch ist sein Geld wert.5 Sterne :-)
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