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Pharao und Sport (Zaberns Bildbaende Zur Archaeologie)
 
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Pharao und Sport (Zaberns Bildbaende Zur Archaeologie) [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Decker
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 108 Seiten
  • Verlag: Zabern; Auflage: 1., Aufl. (1. April 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805336209
  • ISBN-13: 978-3805336208
  • Größe und/oder Gewicht: 30 x 21,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 718.119 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Pharao und Sport gingen von Beginn der ägyptischen Geschichte an eine enge Verbindung ein. Bereits mit Aufkommen des Königtums mußte sein Amtsträger beim Jubiläumsfest einen Qualifikationslauf absolvieren. Das ungeplünderte Grabinventar des Tutanchamun spiegelt mit Sport- und Jagdgeräten (u. a. Wagen, Bögen, Wurfhölzern) und entsprechenden Darstellungen das sportliche Klima der 18. Dynastie (1550-1292 v. Chr.). Damals rühmten sich die Könige, kupferne Zielscheiben mit Pfeilschüssen zu durchbohren, perfekt mit dem Wagen zu fahren und Meister des Pferdetrainings zu sein. Trotz eines im Königsdogma angelegten Wettkampftabus für Pharao übertraf dieser die Rekorde seiner Vorgänger. Es wurde aber auch Sport für Pharao veranstaltet. So fand bereits Mitte des 3. Jahrtausends v. Chr. ein Richtfest der Pyramide mit sportlichem Programm statt. Andere sportliche Ereignisse, die in Anwesenheit Pharaos veranstaltet wurden, waren beispielsweise eine Regatta für Tutanchamun, ein internationales Kampfsportturnier für Ramses III. oder ein Langstreckenlauf über 100 km (Siegerzeit ca. 8 Stunden) für Taharka. Mit diesem Buch gewinnt der Sport vor den Olympischen Spielen der Griechen Profil.

Der Verlag über das Buch

Sport der Pharaonen - Wettkämpfe für die Könige. Von sportlichen Rekorden und Tabus

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Tiefe trotz Kürze 2. November 2011
Von Ernst Günther VINE™-PRODUKTTESTER
Als wir bei unserer Studienreise auf pharaonischen Spuren die Felsengräber der Noblen bei Beni Hasan besichtigten, waren wir verblüfft ob der Fülle von Darstellungen sportlicher Aktivitäten während des Mittleren Reiches in den "erzählenden Bildern". Unser Reiseführer betonte, man könne sie jedoch nicht "mit den Augen von heute" sehen. Sport sei im Alten Ägypten nie Selbstzweck gewesen, sondern diente dem Kult (Götterverehrung) oder der Körperertüchtigung (der Soldaten).
Daran muss ich denken, wenn ich dieses Buch zu Hand nehme, um mich darin zu vertiefen. Ein schönes Buch mit 111 Abbildungen auf 108 Seiten und dann noch teils ganzseitig; Layout und Druck herausragend; ein wissenschaftlicher und doch eingängiger Text, der viel Neues bringt, exzellent geschrieben, prägnant bis aufs i-Tüpfelchen und trotz notwendiger Verdichtung bestens informierend. Tiefe trotz Kürze. Nicht nur am Rande zu erwähnen: die guten Übersetzungen der verwendeten Hieroglyphentexte.
Der Autor ist eine weltweit anerkannte Koryphäe auf diesem Spezialgebiet. Universitätsprofessor Dr. Wolfgang Decker, Sportwissenschaftler und -historiker an der Deutschen Sporthochschule Köln, inzwischen emeritiert. Für "Pharaonen und Sport" kann er aus dem Vollen schöpfen; denn ihm gelang Unglaubliches.
Vor über 20 Jahren hatte er die Idee, alle bildlichen Überlieferungen zum Thema Sport und Spiele im Alten Ägypten in den Museen der Welt und in Ägypten selbst, überall, wo etwas bewahrt wird, aufzuspüren und zusammenzutragen. Dabei stieß er auf bereitwillige Unterstützung, und so konnten über 2 000 Abbildungen erfaßt werden. Gemeinsam mit Michael Herb gab Decker 1993 den "Bildatlas zum Sport im Alten Ägypten" heraus - "bildliche Quellen zu Leibesübungen, Spiel, Jagd, Tanz und verwandten Themen". Ein Mammutwerk und eine Sensation in der Kreisen der Sporthistoriker und Ägyptologen. (Das Bildarchiv selbst befindet sich in der Deutschen Sporthochschule Köln.)
Auf diesem Fundament entstand "Pharao und Sport" in der Reihe "Zaberns Bildbände zur Archäologie". Ich sehe darin mehr als eine fundierte Einführung in die Materie für all jene, die sich ernsthaft damit befassen. Unser Studienreiseführer hätte mit Sicherheit dazu gegriffen. In meiner Bibliothek erhielt es seinen Platz neben dem frühen Werk "Der Sport im Alten Ägypten" von A.D. Touny und Dr. Steffen Wenig, Leipzig 1969.
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Von Jolly
Wolfgang Decker, Professor für Sportgeschichte, teilt sein Buch in zwei Hälften. In der ersten Hälfte zeigt er auf, welche sportlichen Betätigungen manche Pharaonen selbst ausübten. Dabei ist der Begriff "Sport" recht weit gefasst, denn ob man ein Brettspiel oder die Jagd nach Vögeln mit dem Wurfholz als Sport ansehen kann, sei dahingestellt. Andere Bewegungsformen, wie das Schlagen eines Balles mit einem Stock oder der Lauf des Pharaos zum Jubiläumsfest hatten eher kultische denn sportliche Bedeutung. Das Bogenschießen und das Fahren des Streitwagens erforderten dagegen sicher athletische Fertigkeiten. Allerdings wurden auch sie niemals aus sportlichen Motiven betrieben sondern waren der militärischen Ausbildung geschuldet, die der Pharao als oberster Feldherr einfach beherrschen musste. Der Autor sagt selbst sehr deutlich, dass ein Pharao niemals tatsächlich an einem sportlichen Wettkampf teilgenommen hätte, weil er als lebender Gott ohnehin unbesiegbar, und das Gegenteil völlig undenkbar war. Pharao und Sport? Die erste Hälfte des Buches legitimiert diesen Titel noch nicht.
Im zweiten Teil wird der Sport vorgestellt, der nicht vom, sondern für den Pharao veranstaltet wurde. Hier geht es dann tatsächlich um richtigen Sport, wie wir ihn auch heute verstehen. In Wettbewerben oder Zweikämpfen wurde zur Erbauung eines Pharaos z.B. gegeneinander gerudert, gerungen, gelaufen oder gefochten. Es wurden sogar Texte gefunden, die ein systematisches sportliches Training belegen.

Das Buch ist in der Reihe »Zaberns Bildbände zur Archäologie« erschienen und beeindruckt durch die vielen Abbildungen (94 Fotos und 17 Zeichnungen), unter denen die ganzseitigen Fotos besonders hervorstechen. Allerdings haben wir es hier nicht mit einem hübschen und leicht verständlichen Bilderbuch zu tun. Man merkt den Texten an, dass sie von einem Professor verfasst wurden, der gewohnt ist, vor einem wissenschaftlich interessierten Publikum zu sprechen. Die Texte stehen auf einem hohen sprachlichen Niveau und enthalten eine Reihe lateinischer Ausdrücke und Fachbegriffe, die nicht immer erläutert werden. Wer kein kleines Latinum oder zumindest eine sehr gute Allgemeinbildung besitzt, sollte ein Fremdwörterlexikon bereithalten, wenn er alles verstehen will.
Andererseits muss man ja auch nicht alles im Detail verstehen, sofern man nicht gerade ein Referat über das jeweilige Thema halten muss. Die generellen Aussagen der Texte sind auch für den wissenschaftlichen Laien verständlich und die vielen Bilder tragen natürlich auch zur Anschaulichkeit der Themen bei. Die einzelnen Kapitel sind in sich abgeschlossen und können daher in beliebiger Reihenfolge gelesen werden.

Einen Bewertungsstern muss ich abziehen, weil der Autor ein paar Fremdworte und Fachbegriffe zu viel verwendet, dafür ein paar Erklärungen zu wenig gibt (was bedeuten die hochgestellten Zahlen, was die eckigen bzw. die runden Klammern in Übersetzungen) und es dem normalen Leser dadurch unnötig schwer macht. Aber für die hohe Druckqualität, die teilweise tollen Fotos, die im Großformat des Buches besonders gut zur Geltung kommen, und die Tatsache, dass der textliche Inhalt selbst wissenschaftlich ambitionierte Leser befriedigen dürfte, sind die restlichen vier Sterne hochverdient.
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