Kurzbeschreibung
Paris 1877. Im großen Opernhaus geschehen unerklärliche Dinge. Hartnäckig haält sich das Gerücht, ein Phantom hause in den Kellergewölben, doch nidemand bekam es ja zu Gesicht. Unbeeindruckt bereitet sich dei junge Sängerin Christine auf ihre große Rolle vor.
Leroux` Klassiker wrude bereits zu Stummfilmzeiten und seither immer wieder verfilmt und diente als Vorlage für Andrew Lloyd Webbers Musical-Welterfolg. Nun hat Erfolgsregiesseur Joel Schuhmacher die dramatische Liebesgeschichte für die Kinoleinwand inszeniert.
»Der Grund, warum diese tragische Liebesgeschichte so eine Resonanz in unserer Kultur gefunden hat, ist der, dass wir uns mit dem Phantom identifizieren. Das Phantom ist die Verkörperung unseres eigenen Mangels an Selbstliebe. Wir alle haben Seiten, die wir nicht mögen und für die wir uns schämen. Das Phantom ist eine herzzerreißende traurige Figur ähnlich wie der Glöckner von Notre Dame oder das Biest in Die Schöne und das Biest.« Joel Schumacher
Der Verlag über das Buch
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Auszug
Die Sorelli, die einen Augenblick allein zu sein wünschte, um nochmals die Rede zu -»üben«, die sie später im Foyer auf Debienne und Poligny halten sollte, drehte sich verstimmt über die Störung zu dem aufgebrachten Häuflein um. Da nannte ihr die kleine Jammes - Stupsnäschen, Vergißmeinnichtaugen, Pfirsichwangen, Schwanenhals - mit vor Angst bebender Stimme in vier Worten den Grund für den Tumult: »Es ist das Phantom!«
Sie schloß die Tür ab. Die Garderobe der Sorelli war unpersönlich elegant. Die banale Einrichtung bestand aus einem Drehspiegel, einem Diwan, einem Toilettentisch und Schränken. An den Wänden hingen einige Stiche, Erinnerungsstücke ihrer Mutter, die noch die schöne Zeit der alten Oper in der Rue Le Peletier miterlebt hatte. Porträts von Vestris, Gardel, Dupont, Bigottini. Den Balletteusen kam diese Garderobe wie ein Palast vor, denn sie waren in Gemeinschaftsräumen untergebracht, wo sie sich bis zum Klingelzeichen des Inspizienten die Zeit vertrieben, indem sie sangen, sich zankten, mit Friseuren und Garderobieren handgreiflich wurden oder sich ein Gläschen schwarzen Johannisbeersaft, Bier, ja sogar Rum genehmigten.
Die Sorelli war sehr abergläubisch. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.