Wieder einmal nicht "der übliche Koontz" (langsam frage ich mich, was der "übliche Koontz" ist).
So ist Koontz für mich ja eher der Vertreter des subtilen Grauens, der Meister des Mystery-Thrillers. Bei ihm sind eher gruselige Spionage-Thriller aktuell, denn grausame Horror-Geschichten.
Diesmal indes wollte wohl Mr. Koontz zeigen, dass er auch im Bereich Horror etwas zu bieten hat: Dieses Buch ist reiner Horror. Es ist bösartig, widerlich, gemein und einfach nur ein einziger Alptraum. Ich gebe gerne zu, dass es mir so manchen üblen Traum verursacht hat und ich schäme mich nicht dafür. Dieses Buch passt wohl eher zu Autoren wie Stephen King oder Clive Barker - auch wenn immer ein gewisser "Koontz-Stil" vorhanden ist.
Koontz bleibt hier nur am Anfang subtil, der Horror wallt immer schneller und erschreckender auf und schlussendlich wird man als Leser überrollt von einer schwarzen, bösartigen "Pech-Welle".
Das Buch erfüllt seinen Zweck nach meiner Meinung hervorragend: Man hat Angst, man gruselt sich. Für Fans der eher "sanften, subtilen Horror-Literatur" nicht zu empfehlen.