Im Grunde kann ich allen meinen Vorrezensenten zustimmen. Welche Wertung im Endeffekt herauskommt, hängt wohl davon ab, was man von dem Film erwartet hat. Ich nehme es gleich mal vorweg, allzu viel sollte es nicht sein. Eine zweite "Jagd auf Roter Oktober" erwartet den Seher nicht.
Aber wenn man einen netten kleinen U-Boot-Film sehen möchte, der keine großen Anforderungen an den Zuseher stellt, ist der hier sicher nicht verkehrt.
Kurz zur Handlung: Ein amerikanisches U-Boot fährt ein paar Kilometer in nordkoreanisches Hoheitsgebiet und wird plötzlich von Torpedos beschossen. Der Angreifer kann vom Sonar nicht ausgemacht werden, aber der Captain hat vorhin durchs Periskop ein anderes U-Boot gesehen. Auf der Flucht gibt es Todesfälle, zuhause glaubt man dem Captain nicht und enthebt ihn seines Kommandos.
Einige Zeit später gibt es in der Gegend etwas zu erledigen, und da sich niemand in dem Gebiet so gut auskennt wie unser Captain, bekommt er wieder ein U-Boot und soll den Job erledigen. Nachdem ihm aber nicht wirklich vertraut wird, bekommt er einen Offizier zur Seite gestellt, der auf Seiten der Admiralität steht. Natürlich taucht das Tarnkappen-U-Boot wieder auf, und es gibt Probleme.
Die Schauspielerei ist nicht großartig, aber angemessen; die computergenerierten "Unterwasseraufnahmen" waren offensichtlich sehr billig. Aber die Handlung ist stimmig, und ich fühlte mich gut unterhalten. Ich konnte zwar keine Untertitel finden, aber wegen der - bei einer so billigen Produktion der Erwartung entsprechenden - miesen Synchronisation empfehle ich dennoch den englischen O-Ton. Es dauert zwar ein wenig, bis man sich an den knödeligen Akzent der Amis gewöhnt hat, aber so kompliziert ist die Handlung ohnedies nicht.
Nennenswerte Extras bietet die DVD nicht, aber wen würde hier schon ein Making-of und ein Kommentar interessieren?
Macht es wie ich: Auf die Couch, zudecken, eine Tasse heiße Schokolade mit Schuss, und 90 Minuten berieseln lassen.