.........in diesem Werk des Autors Prof. Dr. F.W. Seidler werden ausführlich die umfangreichen Planungen von „Wehrmacht- und Reichsführung", sowie die zur damaligen Zeit begonnenen Baumaßnahmen im Berchtesgadener Land zur „Schaffung einer Alpenfestung" dargestellt. Die vorgesehenen - teilweise auch realisierten Bauten, „gigantisch riesige Bunkeranlagen", in denen - für die Fortführung des Krieges bis zum Endsieg - die diversen Reichsdienststellen 1945 / 46 untergebracht werden sollten.
Ein einziges Refugium des Rückzuges, beseelt durch den Gedanken des „nicht einsehen wollen", daß dieser Krieg längst verloren war, beseelt durch „die fanatische Idee" des Kampfes „bis zur letzten Patrone".
Dieses Buch, ausführlich und „einfach" sowie verständlich geschrieben provoziert durch „seine Aufmachung" leider auch die Frage, warum der Autor es für so wenig Erachtenswert hält, etwas „genauer" darauf einzugehen, durch welche Arbeitskräfte - in vielen Fällen - denn diese Bunkeranlagen entstehen sollten bzw. entstanden sind. Wir wissen heute, daß zu dieser Zeit an „deutschen Fachkräften" nicht mehr viel zur Verfügung stand und bei diesem „Gigantismus" überwiegend „Fremd- und Zwangsarbeiter zum Einsatz gekommen währen, bzw. diese Arbeiten verrichten mußten.
Die als Anlage in diesem Buch abgebildeten „geheimen Baupläne" der Organisation Todt, - hier wirklich erstmals veröffentlicht - in Regie des „Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen" - bestätigen eher die Vermutung als Gewißheit. Dafür gibt's von mir einen Punkt weniger.
Ob die wenigen realisierten Bunkeranlagen in Verbindung mit den „bereits vorgesehenen" schon eine „Alpenfestung" ergeben, darüber vermag ich mir kein Urteil zu erlauben und die Frage nach dem Phantom stellt sich mir nicht, sind wir vom „dritten Reich" und seiner „Phantommanie" geradezu verwöhnt.
Dieses Buch jedenfalls ist gut Gegliedert, es hat durchgehend detaillierte Zeichnungen der Objekte, detaillierte „gute" Originalaufnahmen, teils „Straßenkarten" die einem das auffinden der bereits entstandenen Anlagen erleichtert. Durch meine eigenen „Besuche" im Bertesgadener Land kann ich „nur behaupten", die sagenumwobene „Alpenfestung Hitlers" bleibt auch nach lesen dieses Buches sagenumwoben. Für jeden der sich für Bunkeranlagen und Festungsbauten, aber auch für die „letzten Stunden und Tage" des dritten Reiches interessiert, ein wertvoller Beitrag, ein muss.
Selbst „der Stratege" unter den Lesern kommt nicht zu kurz, geht doch der Autor auch immer wieder auf die Strategischen Planziele der einstigen Kriegsgegner ein, - immer mit dem damaligen Gedanken, „hat Hitler die Alpenfestung".