Der Name Phantasus ist auf zum Sigel für ein Bewußtsein geworden, das sich seiner Inhalte stets durch die sprachliche Abbreviatur versichern muß. Bilder - gleichgültig ob wahrgenommen oder vorgestellt - werden in Wörter gekleidet. So führt der »Phantasus« dieser Stufe durch die Wortwelt der Bilder. Deshalb auch die Abkehr von der konventionellen Dichtungstechnik: von Metrum und Reim wie vom überkommenen poetischen Vokabular, denn diese Elemente sind Spielformen und als solche von den Bildern unabhängig. Thema dieses Meisterwerkes ist das nur implizit zu zeigende Oszillieren eines Bewußtseins zwischen biographischer Realität einerseits und den grenzenlosen Möglichkeiten des Gedankenspiels andererseits. So reichen die Texte von der Protokollierung einer Litfaßsäule über die impressionistische Notation von Stimmungen bis zum monumentalen Imaginationskino und setzen den Leser so einem wahren Wechselbad der Impressionen aus.