Bis heute streitet man um die Ursache des Absturzes der Hindenburg 1937 in Lakehurst. Boetius lässt seine Hauptperson, einen skandinavischen Journalisten namens Lund, der bei dem Unglück an Bord ist, auf die Suche gehen und schließlich auf Edmund Boysen treffen, der die Landung am Höhenruder vorbereitete; gemeinsam entwickeln sie eine Theorie, die hier nicht verraten sein soll. Bevor jedoch Lund und Boysen aufeinandertreffen, wird der Leser durch die Liebesgeschichte zwischen Boysen und seiner späteren Frau geführt, auf eine packend geschilderte Reise mit dem Luftschiff und seinen Passagieren geschickt und mit dem Thema Identitätsverlust oder Identitätswechsel konfrontiert - denn Lund nutzt die Chance, die ihm sein völlig verbranntes Gesicht bietet... Dies alles auf etwa 400 Seiten, die man "in einem Flug" durchliest, ohne das Buch aus der Hand zu legen. Nur mitunter tut man sich mit dem Wahrscheinlichkeitsgehalt von Boetius' Konstruktion ein wenig schwer, etwa bei dem Arzt, der stillschweigend Lunds Verwandlung in einen Herrn Olsen unterstützt.