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Phänomenologie des Geistes
 
 
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Phänomenologie des Geistes [Gebundene Ausgabe]

Georg Wilhelm Friedrich Hegel
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wissenschaft der Erfahrung des Bewußtseins, so lautete der ursprüngliche Titel von Hegels erstem, 1807 erschienenen Hauptwerk. Noch während der Buchbindearbeiten wurde er abgeändert in Wissenschaft von der Phänomenologie des Geistes, unter dem das Buch heute bekannt ist. Ähnlich verwickelt wie die Titelfrage und die Entstehungsgeschichte sind Struktur und Aufbau des Werkes, das, wie schon von Zeitgenossen beobachtet wurde, zwischen der Individualentwicklung des zu sich kommenden Bewusstseins und der kollektiven Bildungsgeschichte der Menschheit unproportioniert schwankt.

Wollte man den Inhalt bündig zusammenfassen, könnte man vielleicht sagen, dass die Phänomenologie des Geistes darstellen will, wie das absolute Wissen, nach Hegel die vollkommene Übereinstimmung von Wissen und Gewusstem, in verschiedenen Gestalten des Bewusstseins erscheint und an ihnen sich auswirkt. Dieser Weg des Erscheinens, gleichsam die Odyssee des menschlichen Geistes, hat ihr eigenes Bewegungsgesetz, für das Hegel das Zauberwort Dialektik geprägt hat. Jeder erscheinende bewusstseinsmäßige Ausgriff auf einen Gegenstand, in dem Wissen und Gegenstand zur Deckung gelangen sollen, erweist sich als unzureichend, so dass jede Gestalt über sich hinausweist auf eine höhere, neue Bewusstseinsstufe, der sich die Erkenntnis wiederum anzugleichen hat. Erst wenn der Geist sich nicht nur anschaut, sondern sich wissend durchschaut hat, ist das Werden der Wissenschaft in der Philosophie vollendet.

Für die Erforschung des menschlichen Selbstverständnisses in der historisch gewachsenen, modernen Wirklichkeit, ist die Phänomenologie des Geistes ein einzigartiges Dokument. Lehrstücke wie die Dialektik von Herrschaft und Knechtschaft wurden zu einem Schlüsseltext marxistischer Gesellschaftskritik und bilden noch heute einen Anknüpfungspunkt in sozialphilosophischen Debatten. --Jens Kertscher -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Phänomenologie des Geistes
OA 1807 Form Sachbuch Bereich Philosophie
Die Phänomenologie des Geistes von Georg Friedrich Wilhelm Hegel stellt den Höhepunkt der philosophischen Entwicklung des deutschen Idealismus dar. Hegel beschreibt darin die Bildungsgeschichte des Bewusstseins und entfaltet programmatisch drei Stufen der Wissensbildung: Ausbildung der persönlichen Welterfahrung, individuelle Selbsterfahrung und Verständnis für die Geschichte.
Inhalt: Den Ausgangspunkt bildet das natürliche Bewusstsein, die »sinnliche Gewissheit«, die an das Hier und Jetzt gekoppelt ist. Dieses Bewusstsein der ersten Stufe ist abstrakt und allgemein und wird nur durch den Gegenstand konkret, auf den es gerichtet ist. Das Selbstbewusstsein der zweiten Stufe beschränkt sich auf die Individualität des von seinen Begierden beherrschten Ichs. Die nächst höhere Ebene, die Vernunft, verbindet die Abstraktheit der ersten mit der Konkretheit der zweiten Stufe. Sie ist zugleich Bewusstsein des Gegenstands und Selbstbewusstsein und erkennt sich als deren Einheit. Der Geist als verwirklichte Vernunft, die das tätige Selbstbewusstsein der Individuen generalisiert, verbindet auf einer weiteren Stufe, der Geist-Ebene, das Ich mit der Welt. Der wahre Geist ist die Sittlichkeit, die sich auf die Stufe der Religion erhebt. Als absoluter Geist, der sich eine eigene Wirklichkeit schafft, wird er sich selbst zum Gegenstand und kann die letzte Stufe, das absolute Wissen, erklimmen. Auf dieser letzten Stufe schaut der Geist nicht nur sich selbst an, sondern er »weiß« sich auch selbst, womit das Werden der Wissenschaft in der Philosophie vollendet ist.
Wirkung: Das spekulative Denkgebäude beeinflusste vor allem die durch den Marxismus geprägten philosophischen Positionen der Neuzeit, wobei das Kapitel über Herrschaft und Knechtschaft zu einem Schlüsseltext der marxistischen Gesellschaftskritik und Geschichtsphilosophie avancierte. Wie kaum ein anderer philosophischer Text leistete die Phänomenologie des Geistes Wesentliches für die Erforschung des Selbstverständnisses des Menschen und übte starken Einfluss auf den Existenzialismus (Martin R Heidegger, Jean Paul R Sartre), die Hermeneutik (Hans-Georg R Gadamer) und die Soziologie (Jürgen R Habermas, Herbert R Marcuse) aus. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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83 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Voltmedia-Ausgabe von Hegels "Phänomenologie des Geistes" ist für Studierende oder solche, die sich mit dem Text wissenschaftlich auseinandersetzen wollen/müssen, ausdrücklich NICHT zu empfehlen. Entscheidenster Mangel: dem Buch fehlt eine Seitenkonkordanz, die es mit anderen, in der Sekundärliteratur zitierten, Hegel-Ausgaben vergleichbar machen würde. Das zufällige Durchblättern des Buches auf der Suche nach der entsprechenden Textstelle ist eine Zumutung. So wird die Voltmedia-Ausgabe für wissenschaftliches Arbeiten faktisch unbrauchbar. Für Studierende oder andere wissenschaftlich Arbeitende gilt hier: Hände weg.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Peinlich 14. Mai 2011
Format:Kindle Edition
Für dieses Ebook gilt, was auch für einige andere philosophische Werke im Kindle Store gilt (offenbar hat die billige Verarbeitung von zentralen abendländischen Texten Methode):
Noch nicht einmal ein verlinktes Inhaltsverzeichnis besitzt diese Kindle-Ausgabe. Und das bei einem Werk, das mannigfaltige Kapitel und Unterkapitel hat.
Für ernsthaft Interessierte, die sich mit der "Phänomenologie" beschäftigen wollen, ist das nutzlos. Finger weg.
Wer mal die Vorrede lesen will, um einen kurzen Einblick zu erhalten, kann sich das runterladen.
Offensichtlich befinden wir uns immer noch in der Steinzeit der Ebooks, in der die Anbieter glauben, die Umformatierung eines Fließtextes ergebe schon ein Ebook.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Was die Phänomenologie des Geistes betrifft, so ist es in der für Hegel durchaus gewöhnlichen, ungewöhnlichen und komplexen Weise geschrieben. Das bedeutet für den Schnellleser und die Schnellleserin, die einen kurzen Einblick gewinnen wollen, ist das Werk vollkommen ungeeignet. Die wirklich fordernde Stil Hegels und die extreme Dichte der Daten macht es notwendig einerseits Begleitliteratur zu lesen und andererseits (im Optimalfall) die Lektüre im philosophischen Freundes- bzw. Kollegenkreis zu diskutieren. Doch nun zum Inhaltlichen. Hegel setzt sich umfassend mit Bewusstsein, Selbstbewusstsein, dem Unbewussten, dem Individuum und der Gesellschaft auseinander. In geradezu atemberaubenden Argumentationen verweist Hegel auf die Problematik des sich selbst begreifenden, erfahrenden Menschen und zwar in den Dimensionen des Wir (Gesellschaft) und des Ich (Individuum), ausgehend von der menschlichen Wahrnehmung und dem menschlichen Bewusstsein. Sehr bemerkenswert ist das Kapitel Beobachtung der Beziehung des Selbstbewusstseins auf seine unmittelbare Wirklichkeit; Physiognomik und Schädellehre. Hier nimmt Hegel Erkenntnisse vorweg, die erst Ende des 20. Jahrhunderts belegt wurden. Es kommt mir als Leser unwillkürlich die Frage warum bei einem solchen Denk-Stand zu Hegels Zeiten ein so unermesslicher Irrweg zu Beginn des 20. Jahrhunderts möglich war, der solche tragischen Blüten wie die Eugenik und anderes schreckliches mehr beinhaltet hat. Hegel stößt in diesem Werk eindrucksvoll das Tor zur Psychologie, Soziologie und zur Erkenntnistheorie auf. Als ergänzende Bücher kann ich dazu Tor Norretranders Spüre die Welt und Lloyd de Mousse Das emotionale Leben der Nationen empfehlen. Für jeden philosophisch tiefer interessierten Menschen ein absoluter Gewinn. Ein wirklich lesenswertes Buch, das aber entsprechende Aufmerksamkeit verlangt um tatsächlich zu wirken.
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