Manche Rezensionen hier vermitteln mir den Eindruck, dass sich eine kleinen "Heinz-Florian-Oertel"-Fangemeinde versammelt hat und dem Autor "die Stange" hält, komme, was da wolle.
Als junger Mensch habe ich mit jugendlicher Begeisterung die "Friedensfahrt"-Reportagen verfolgt, habe seine emotionalen Beiträge zu sportlichen Großereignissen gehört. Welch eine Ernüchterung, als ich den "Herrn" immer wieder im "West"-Fernsehen ;-) bei Talkrunden erlebt habe. Verbittert und nicht der Zukunft, sondern der Vergangenheit zugewandt. Apropos "Verdrängtes und Vergessenes": Da behauptet dieser Mann doch tatsächlich in einer Dokumentation, er sei niiiie parteiisch, parteilich oder gar nationalistisch gewesen - welch eine Lücke im ansonsten so gut funktionierenden Gedächtnis des Herrn Oertel. Es gibt nämlich diverse Fernsehbeiträge in den Archiven, die das absolute Gegenteil bezeugen. Nur ganz nebenbei: Ich bin kein "kalter Krieger" (die Herr Oertel natürlich immer noch überall sieht), sondern war in den 70er und 80er Jahren als "Wessi" ganz häufig in der DDR und fühlte mich dort bei vielen Menschen sehr wohl. - Ansonsten ist den kritischen Äußerungen einiger Leser (z.T. ja auch in der DDR aufgewachsen) wenig hinzuzufügen. Vielleicht nur dieses: In "seiner" DDR hätte er derartig einseitige Äußerungen kaum ungestraft von sich geben, geschweige denn drucken können. Ja, Herr Oertel, das ist einer der Unterschiede zwischen dem "Arbeiter- und Bauernstaat" und unserer westlichen Demokratie.