So gerne würde ich dieses Buch über den grünen Klee loben, doch ich kann es nicht. Es ist jedoch wieder ein Beweis dafür, dass es seinen Grund hat, warum es nicht in einem regulären Verlag, sondern bei einem DKZV erschienen ist.
Ganz sicher ist Frau Scharbach eine Katzenfreundin und wollte ihre Liebe zu diesen wunderbaren Tieren in gedruckte Worte fassen. Doch leider fehlt es ganz einfach am Können. Zwar scheint Frieling wenigstens dafür zu sorgen, dass sich Rechtschreibfehler in Grenzen halten, aber die Grammatik ist nicht wirklich sauber. Warum so viele selbsternannte Autoren meinen, ihre Katze in kindlicher Sprache reden lassen zu müssen, wird mir auch schleierhaft bleiben. So wirkt dieses Buch wie viele seiner Art: wie ein mittelmäßiges Kinderbuch, das im Regal für Erwachsene steht.
Der Anfang zieht sich, gegen Ende hat man sich entweder an den Stil gewöhnt oder es gewinnt tatsächlich an Fahrt. Das möchte ich nicht beurteilen.
Fakt jedoch ist, dass es nie auf den Bestsellerlisten landen wird und Fieling sich mal wieder einen zahlenden Kunden geangelt hatte.
Kurz zusammengefasst handelt es sich bei der Story um die Odyssee einer Perserkatze, die bei geldgierigen Möchtegern-Züchtern geboren wird, dort misshandelt wird, von einer Tierschützerin gerettet wird, dort dummerweise vergisst, vorsichtig zu sein und so wieder bei den Züchtern landet; deren Kinder ermöglichen der Katze Sandy die Flucht, die sie fast das Leben kostet, bis es - wie auf dem Cover angedeutet, zum Happy End kommt.