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Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat / Civil Disobedience
 
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Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat / Civil Disobedience [Gebundene Ausgabe]

Henry David Thoreau , Walter E. Richartz
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 150 Seiten
  • Verlag: Diogenes; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2004)
  • Sprache: Deutsch, Englisch
  • ISBN-10: 3257064608
  • ISBN-13: 978-3257064605
  • Originaltitel: The Resistance to Civil Government
  • Größe und/oder Gewicht: 15,6 x 10,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 152.080 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Henry David Thoreau
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Henry David Thoreau, jüngerer Freund des einflussreichen Emerson, Literat und Naturliebhaber in Concord bei Boston, hat schon 1849 verkündet, der Bürger habe ein Recht, ja sogar die Pflicht zur 'civil disobedience' gegen den Staat, wenn die regierende Mehrheit Gesetze beschließt und Taten billigt, die der Bürger in seinem Gewissen für ein schweres Unrecht hält. In seinem berühmt gewordenen Essay 'Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat' stellt er Kernfragen der Demokratie: Dürfen Mehrheiten über Recht und Unrecht, ja sogar über Gewissensfragen entscheiden? Darf der Bürger auch nur für einen Augenblick und im geringsten Grad sein Gewissen dem Gesetzgeber überlassen? Wozu hat dann jeder Mensch ein Gewissen? Kühn reklamiert der eben Dreißigjährige ein individuelles Gewissensrecht gegen ungerechte Mehrheitsentscheidungen: 'Wenn das Gesetz dich zum Arm des Unrechts macht, dann, sage ich, brich das Gesetz.'" (Der Spiegel)

"Immer noch von kämpferischer Frische." (Abendzeitung)

Kurzbeschreibung

Eines jener Bücher, die die Welt verändern: Thoreaus Essay 'Über die Pflicht zum Ungehorsam gegen den Staat', den er 1849 aus Protest gegen die amerikanische Eroberungs- und Sklavenpolitik veröffentlichte und der nun erstmals in einer zweisprachigen Leinenausgabe erscheint. Nicht so sehr ein Pamphlet als schlicht große Poesie.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
36 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"da sie mich nicht fassen konnten, beschlossen sie, meinen körper zu bestrafen...": dieser satz war der erste, der mir im gedächtnis, ja in der seele hängen blieb, anlass genug, auszukundschaften, um wen es sich bei diesem david henry thoreau (12.7.1817-2.5.1862) handeln möge. er ist dem kreis des gesellschaftskritischen netzwerks um ralph waldo emerson (1803-1882) zuzurechnen, das sich mitte des 19. jahrhunderts an der amerikanischen ostküste etablierte. thoreau's CIVIL DISOBEDIENCE, deutsch erhältlich unter dem titel "über die pflicht zum ungehorsam gegen den staat" - dieses buch hat weltweit wirkungen hinterlassen. gandhi trug es bei seinen häufigen gefängnisaufenthalten bei sich, hermann hesse beeinflußte es nicht unwesentlich, die resistance gegen hitler-deutschland benutzte es zur rückgrat-stärkung, martin luther king oder joan baez waren davon inspiriert, marcuse nahm es in sein nachdenken auf. thoreau's denken ist natürlich nicht originär - was zumeist auf alles denken zutreffen dürfte, wenn man ehrlich ist. vorläufer-strukturen findet man in der antigone des sophokles (von thoreau übersetzt) oder in dem essay des montaigne-freundes boetie "discours sur la servitude volontaire". als handlungsanleitung für politische aktionen dürfte thoreau's meinungsspektrum angesichts der immer komplizierter werdenden administrativen systeme, die sich auf alle formen von widerstand immer geschickter einzurichten wissen, wohl heutzutage nicht mehr taugen. mit sitzstreik oder stromgeld-verweigerung dürfte kaum mehr eine globale weltverbesserung, vielmehr jedoch die lächerlichkeit des peinlich skurrilen erreicht werden. der rückzug in eine thoreau'sche waldblockhütte dürfte - allein schon angesichts der somit verschlechterten medizinischen versorgungslage - nicht eine den breiten bevölkerungsschichten anzuratene methode sein. sprachlich jedoch, sprachlich jedoch könnte eine neue ebene der wirksamkeit thoreau's vielleicht beginnen, wenn es zunehmend sensible leser gäbe. eine vergebliche hoffnung? zum schluß noch einmal eins der zitate, die mich als erste fesselten: "die wahrheit eines advokaten ist konsequenz." wenn das nicht ein weiterer baustein zum thema beharrlichkeit ist...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Serenus Zeitblom TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Einmarsch der USA in ein fremdes Land samt gierigem Landraub. Halbherziger Kampf gegen Ausbeutung, ja Sklaverei ... das klingt fast nach George W. Bush - es ist aber das Jahr 1849, als Thoreau als Jungspund diesen Traktat schreibt.

Die Cliquen-Regierung raubte Mexiko riesige Flächen, von der Sklaverei profitierte auch der Norden noch kräftig. Somit war für Thoreau klar, wessen Regierung das war: die des Unrechts und der Ausbeuter. Für ihn war unter diesen Umständen die beste Regierung keine Regierung. "Right" geht Thoreau vor "law", also Naturrecht und Gewissen vor Gesetzestreue.

Dieser recht kurze Text ist sarkastisch à laAmbrose Bierce, pointiert wie Rousseau und beeinflusste u.a. MahatmaGandhi. Gesunde, provokante Medizin gegen die angeblich deutsche zuweilen übergroße Staatsgläubigkeit des Konservatismus und Sozialismus. Nicht nur vom Entstehungsjahr ist Civil Disobedience durchaus mit dem Kommunistischen Manifest vergleichbar.

Ein bisschen wirkt freilich die Ausgabe aufgebläht: nur der englische Text mit kurzen sprachlichen und sachlichen Hinweisen hätte es auch getan. Thoreau schreibt prägnant, das versteht man auch so. Auch die Kommentare hätten kürzer sein dürfen, etwas Einordnung allein hätte ausgereicht.

Vier Sterne insgesamt.
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ungehorsams-Lektüre! 24. Februar 2006
Von Kankin Gawain TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch schenkte mir eine Freundin in meiner „anarchistischen“ Phase. Um es gleich deutlich zu sagen: Es ist sehr amerikanisch, aber für jeden kritischen Geist eine Bereicherung.
Thoreau geht nämlich von einer ganz einfachen (und für meinen Geschmack typisch amerikanischen) These aus, dass der einzelne in Gewissensfragen nur sich selbst gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet sei.... und aus dieser simplen Überzeugung lehnt der Autor alle dieser Grundwahrheit entgegenstehenden staatlichen Eingriffe in das Leben des eigentlich freien Menschen ab. Wer dem nichts abgewinnen kann, sollte sich mal fragen, warum er eigentlich Staatsbürger ist, und warum wir Menschen eigentlich von Geburt an dazu zwingen, Staatsbürger zu sein... u.s.w... Da ist dieses Buch schon einmal ein guter Anfang zum Nachdenken.
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