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Pflegekinder und ihre Entwicklungschancen nach frühen traumatischen Erfahrungen
 
 
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Pflegekinder und ihre Entwicklungschancen nach frühen traumatischen Erfahrungen [Gebundene Ausgabe]

Monika Nienstedt , Arnim Westermann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Gebundene Ausgabe EUR 32,95  
Gebundene Ausgabe, 29. August 2007 --  


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
  • Verlag: Klett-Cotta; Auflage: vollst. überarb. Neuaufl. (29. August 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3608960074
  • ISBN-13: 978-3608960075
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 16 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 322.040 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Maßstab aller Handlungen sollte das Wohl des Kindes sein

Das Buch zeigt, dass die Trennung von den leiblichen Eltern und die Integration in eine Pflege- oder Adoptivfamilie häufig ein Erfolg versprechender Weg ist, misshandelten, vernachlässigten und traumatisierten Kindern wirksam zu helfen.

Das Buch wendet sich an Kinder- und Jugendlichentherapeuten, Pflege- und Adoptiveltern, Sozialarbeiter, Heimerzieher, Psychologen und Therapeuten, Lehrer, Ärzte, Rechtsanwälte, Richter, Journalisten, Politiker.

Klappentext

Wer auch immer vom Tod eines misshandelten, vernachlässigten, traumatisierten Kindes hört, fragt sich: Wie konnte dies geschehen? Wer spürt keine Hilflosigkeit, keine Trauer, kein Mitleid, keine Wut? Gerade dann, wenn es sich um die Eltern handelt, die den Tod ihres Kindes verschuldet haben.

Seit 30 Jahren befassen sich die Autoren mit Kindern, die aufgrund eingeschränkter Erziehungsfähigkeit ihrer leiblichen Eltern von ihnen getrennt und auf Dauer in einer Pflege- oder Adoptivfamilie leben. Erst die Trennung von den leiblichen Eltern, oft auch die Freigabe zur Adoption, und die Integration in eine Ersatzfamilie bietet vielen Kindern die Chance, traumatische Erfahrungen bewältigen zu können. Nutzt ein Kind die Beziehungen zu den »neuen« Eltern als Übertragungsbeziehung wie in einer therapeutischen Beziehung, so können frühere Erfahrungen korrigiert und befriedigende Eltern-Kind-Beziehungen entwickelt werden.

- Viele Fallbeispiele - Wie findet man einen Zugang zur inneren Welt des Kindes? Wie kann man sich seinem Erleben öffnen? - Ausführliche Darstellung der Wirkungen früher Misshandlungen; wie werden sie verarbeitet? - Prozesse, wie Kinder sich in Ersatzfamilien integrieren. - Spezielle Probleme wie: Besuchskontakte zu den leiblichen Eltern oder die Geschwistervermittlung.

Das Buch wendet sich an: Kinder- und Jugendlichentherapeuten, Pflege- und Adoptiveltern, Sozialarbeiter, Heimerzieher, Psychologen und Therapeuten, Lehrer, Ärzte, Rechtsanwälte, Richter, Journalisten, Politiker.



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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Nadine, Jessica, und Kevin: die Namen dieser gequälten Kinder sind durch Medienberichte hinreichend bekannt. Es sind dies die Opfer erziehungsunfähiger Eltern, gleichgültiger Nachbarn sowie inkompetenter und/oder säumiger Behörden. Was viele nicht wissen: Jugendämter und Gerichte entscheiden nicht selten selbst in eklatanten Fällen von Vernachlässigung, Misshandlung und sexuellem Missbrauch, die betroffenen Kinder bei ihren Peinigern zu belassen. Das bedeutet, dass in der Bundesrepublik Elternrecht häufig vor Kindesrecht, speziell Kindesschutz, geht. Dabei benötigen traumatisierte Kinder ein soziales Umfeld, das ihnen ermöglicht, in angstfreien Beziehungen ihre tiefe Verletzung zu überwinden.
Die Diplom-Psychologen Monika Nienstedt und Arnim Westermann befassen sich seit 30 Jahren mit diesem Themenbereich, gestützt auf Ergebnisse der Trauma- und Bindungsforschung und auf psychoanalytische Schlüsselkonzepte. Sie haben weit über 1000 Kinder psychodiagnostisch untersucht und bei der Eingliederung in Ersatzfamilien geholfen. Sie stellen ein dreistufiges Modell vor, das die Entwicklung traumatisierter Kinder im neuen sozialen Umfeld beschreibt und damit verständlich und einigermaßen vorhersagbar macht. Bei Trennung von den erziehungsunfähigen Eltern und Aufnahme in eine Ersatzfamilie können Entwicklungsschritte nachgeholt und Traumen verarbeitet werden. Überzeugend legen die Autoren dar, dass auf diese Weise auch schwer gestörte Kinder (wieder) beziehungsfähig werden können: Über anfangs lediglich äußere Anpassung, eine folgende Übertragungsbeziehung und schließlich eine Phase der Regression entwickeln sich Bindung und Beziehungen zwischen Kind und Ersatzeltern. In dieser "Sozialisation im zweiten Anlauf" gewinnt das Kind seine Identität als Kind dieser (neuen) Eltern, entwickelt sein Selbst, seine Ich-Fähigkeiten, sein Gewissen und seine Selbstachtung.
Allein die zahlreichen Praxisbeispiele machen das Buch zu einer beinahe unerschöpflichen Quelle für alle, die mit dem Problem der Kindesmisshandlung befasst sind. Pflege- und Adoptiveltern finden darin ein klares Handlungskonzept für die Vorbereitung und (Krisen)Bewältigung von Ersatzelternschaft. Darüber hinaus bietet es für Studium, Praxis und Supervision eine hervorragende Grundlage.

Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mata Hari
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt viel Literatur zum Thema Pflegekinder.

Dieses Buch hat mich sehr positiv überrascht.
Es ist:
leicht verständlich
umfassend (auch für spezielle Probleme)
in jeder Beziehung aktuell und auf dem neuesten Stand
nicht belehrend, sondern motivierend

Zahlreiche Fallbeispiele bringen einem leicht verständlich und wirklichkeitsnah die Lösungsvorschläge näher.
Auf die Psycholgie traumatisierter Kinder wird einfühlsam und doch differenziert und problemorientiert eingegangen.

Trotzdem möchte ich eine kleine Warnung einfügen:
Der Stil des Buches ist sehr wissenschaftlich gehalten.
Nach einer kurzen Einlesezeit" ist er aber auch für einen Leser, der nicht jeden Tag mit der Materie umgeht, leicht verständlich.
Wem dieser Stil nicht liegt, ist jedoch mit einem anderen Buch eventuell besser beraten. Aber ich rate zunächst einmal, weiter zu lesen, denn man gewöhnt sich rasch an die Schreibweise.

In meinen Augen das beste Buch dieser Art auf dem Markt und ein Muss" für alle Pflegeeltern (und alle anderen, die mit dem Thema in Berührung kommen)!
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38 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Als Erzieherin in einer Erziehungswohngruppe (Heimeinrichtung) kann ich dieses Buch jeder/jedem empfehlen, die/der beruflich mit traumatisierten Kindern zu tun hat. Das Buch richtet sich zwar in erster Linie an Pflege- und Adoptiveltern, allerdings lassen sich fast alle Inhalte auch auf andere Bereiche übertragen. Die Autoren sind keine bloßen Theoretiker, sie arbeiten u.a. als Therapeuten und können ihre Ansätze und Theorien an Beispielen aus ihrer Praxis belegen und verdeutlichen. Die Inhalte werden auf eine gut verständliche Weise vermittelt, man ist nicht auf ein medizinisches Wörterbuch angewiesen. Die Autoren schaffen für wahrscheinlich viele Leser ein neues Verständnis von Familie: Die leiblichen Eltern sind nicht automatisch die besten Eltern für ein Kind...

Das Buch ist wie folgt gegliedert:

Teil I: Misshandlungserfahrungen und ihre Verarbeitungin neuen Eltern-Kind-Beziehungen
1. Äußere und innere Realität traumatischer Erfahrungen
2. Ursachen und Wirkungen von Kindesmisshandlungen
3. Zur Entwicklung von Beziehungen in Ersatzfamilien - Theorie der Intergration
4. Aufarbeiten früher Vernachlässigungserfahrungen und Deprivationsstörungen
5. Das agierende Kind
6. Negativismus und Autonomie

Teil II: Das Pflege- und Adoptivkind und seine Beziehung zu den leiblichen Eltern
7. Das Kind zwischen zwei Familien
8. Trauer und Ablösung
9. Aufrechterhaltene Kontakte angesichts traumatischer Erfahrungen
10. Zur Identität des Pflege- und Adoptivkindes

Teil III: Vermittlung und Beratung
11. Heim- und Familienerziehung
12. Die Rolle des Heims bei der Vermittlung
13. Trennung in früher Kindheit
14. Der Anspruch der Großeltern auf die Elternrolle
15. Geschwister in der Pflegefamilie
16. Beratung und Krisenintervention in Pflegefamilien
17. Scheiternde Pflegeverhältnisse

Meiner Meinung nach sollte dieses Buch auch von Personen gelesen werden, die direkt oder indirekt über das Schicksal von tausenden Kindern entscheiden, die nicht in ihrer Ursprungsfamilie leben können. Zu diesen Personen zähle ich z.B. Politiker, die entsprechende Gesetze erlassen ohne sich intensiver mit psychologischen Hintergründen, etc. auseinander zu setzen, und auch Jugendamtsmitarbeiter, die direkter über Kinderschicksale entscheiden.
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