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Pflanzliche Notnahrung: Survivalwissen für Extremsituationen
 
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Pflanzliche Notnahrung: Survivalwissen für Extremsituationen [Broschiert]

Johannes Vogel
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Nachtkerze, Rohrkolben, Brennnesselsamen, Große Klette, geröstete Löwenzahnwurzeln: Allein in Mitteleuropa gibt es mehrere Tausend essbare Wildpflanzen. Vergangene Generationen haben sich über Jahrtausende von nahrhaften Pflanzenteilen ernährt und so ihr Überleben gesichert. Viele Pflanzen sind außerdem als Heilpflanzen bekannt, die seit langem zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden. Dieser Ratgeber vermittelt dem botanischen Laien ein System, das es ihm ermöglicht, sich im Notfall ohne Bestimmungsbuch in unterschiedlichen klimatischen Zonen sicher von Pflanzen zu ernähren. Er lernt, wie man den Wert einer Pflanze als Nahrungs- und Heilpflanze erkennt und wie man giftige Gewächse meidet.

Über den Autor

Johannes Vogel beschäftigte sich schon als Jugendlicher mit allen Fragen des Überlebens in freier Natur und verbrachte viel Zeit an Gewässern und in Wäldern. Er studiert Biologie an der Technischen Universität Karlsruhe. Sein Survivalwissen konnte er auf zahlreichen Expeditionen durch Mittel- und Südeuropa sowie Australien auf die Probe stellen. Seit Jahren veranstaltet er erfolgreich Survivalkurse in ganz Deutschland.

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Kundenrezensionen

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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kaschperl
Format:Broschiert
Zunächst einmal vorweg: ich kenne Johannes Vogel persönlich aus seinen Survival-Kursen, und schätze ihn als einen der wenigen Survival-Trainer in Deutschland mit wissenschaftlichem Hintergrund, der eben nicht nur "wie bohre ich mir ein Feuer" vermittelt, sondern einen unglaublichen Fundus an Hintergrundwissen besitzt und dieses auch auf didaktisch hohem Niveau vermitteln kann. Wer sich dem Thema Survival als ein Wissensgebiet nähern will, dem sei Jo als Trainer sehr empfohlen.

Mit Begeisterung habe ich seine anderen Bücher gelesen, und war nun sehr gespannt auf "Pflanzliche Notnahrung".

Zum diesem Thema habe ich bereits etliche Pflanzenbestimmungsbücher im Schrank und -ehrlich gesagt- das Thema liegt mir nicht besonders. In der Stadt gross geworden, Eltern und Bekannte kennen sich mit Autos bis Fussball natürlich perfekt aus, aber welcher Baum derjenige gerade ist, gegen den man sich lehnt? Keine Ahnung von nichts! Auch nach der Lektüre der vielen Bestimmungsbücher bin ich selber mit meinem Selbststudium nicht wirklich weitergekommen. Das liegt daran, dass ich mir 1. unmöglich die ganzen Merkmale der abertausenden Pflanzen stumpf merken kann und 2. die ganzen Pflanzen zu jeder Jahreszeit immer irgendwie anders aussehen als im Buch.

Um wirklich durchzublicken, das war mir relativ schnell klar, müsste ich wohl Biologie studieren oder zumindest eine ganze Reihe Pflanzenexkursionen besuchen. Zu beidem habe ich aber keine Lust.

Soweit so schlecht.

Jo wählt einen gänzlich anderen Ansatz. Weder liegt hier ein reines Bestimmungsbuch auf dem Tisch, noch eine wissenschaftliche Abhandlung für angehende Diplom-Biologen. Es ist etwas dazwischen. Eine Vermittlung der notwendigen Grundlagen zur Einordnung der Pflanzen, und damit etwas, was über reine Bestimmungsbücher weit hinausgeht. Andererseits eine Auflistung der Pflanzengruppen, aus denen man essbare Pflanzen ableiten kann. Dieser Ansatz ist genial, ermöglicht er doch offenbar, sich überall auf der Welt Essen aus der Natur zu beschaffen, ohne lokale Bestimmungsbücher zu wälzen.

Wohlgemerkt, es handelt sich um ein Survivalbuch. Und somit findet immer eine Risikoabwägung vor dem Genuss unbekannter Pflanzen statt. Aber mit diesem Buch würde ich glatt sagen: damit habe ich als biologisch bisher ungebildeter Mensch sogar eine reale Chance, in diesem Thema endlich einmal die Füsse auf den Boden zu kriegen.

Darin liegt der wahre Wert dieses Buches.

P.S.: ich habe es noch nicht komplett durch, sondern erst mal quer gelesen. Es wird mich nun einige Monate beschäftigen, und zwar im ganz praktischen Sinne. Der sonntagliche Spaziergang mit den Kindern wird nun sicher um einiges interessanter.

Mir war es aber wichtig, hier zumindest die Leser über den Wert des Buches zu informieren, die -wie ich- mit den ganzen Bestimmungsbüchern im Krieg leben, und trotzdem noch nicht komplett aufgegeben haben.
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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Anonym
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Hallo,

Ich möchte heute meine Meinung zu dem Buch "Pflanzliche Notnahrung" von Johannes Vogel beschreiben. Grund dafür, dass ich das tue, ist, dass zu dem Buch erst eine Rezension existiert, und ich selbst beim Kauf meiner Bücher einen großen Wert auf differenzierte Meinungen von verschiedenen Leuten lege.
Zu mir: Ich kenne mich mit Pflanzen NICHT besonders gut aus, mein Wissen könnte man als "Basiswissen" bezeichnen. Ich habe mich bisher mit den Büchern
- "Grundkurs Pflanzenbestimmung" (Rita Lüder)
- "Exkursionsflora von Deutschland - Gefäßpflanzen: Grundband" (Rothmaler)
- "Essbare Wildpflanzen" (Fleischhauer, Guthmann, Spiegelberger)
und eben diesem Buch beschäftigt.

"Essbare Wildpflanzen" und "Pflanzliche Notnahrung" sind von der Zielgruppe meiner Meinung nach vergleichbar, also eher an Anfänger gerichtet (Lüders Buch wohl auch, allerdings ist es deutlich umfangreicher, und hat den Schwerpunkt nicht bei Ernährung, sondern bei Bestimmung von Pflanzen), daher werde hier auf Unterschiede eingehen.

In "Pflanzliche Notnahrung" findet man auf den ersten 50 Seiten Ausführungen zu Bestimmungsmerkmalen, Taxonomie, Inhaltsstoffen und auch eher survivalgerichteten Themen wie Genießbarkeitstests, Verhalten bei Vergiftungen, Sammelorten, Pflanzenheilkunde (alles stark praxisbezogen). Dabei bezieht Joe Vogel zu vielen Dingen Stellung, und erklärt seinen Standpunkt, erklärt das "Warum?", was für mich die größte Stärke des Buches ist, denn so entwickelt man als Leser auch viel schneller ein Verständnis für die Materie, als wenn man nur mit Tatsachen konfrontiert wird.
In "Essbare Wildpflanzen" hingegen werden Bestimmungsmerkmale fast gar nicht erläutert (finden sich jedoch selbstverständlich bei den Pflanzenportraits), die Inhaltsstoffe sind dort nicht ganz so umfangreich, jedoch auch ausführlich, beschrieben.

Die Pflanzenfamilien sind in "Pflanzliche Notnahrung" ausführlich beschrieben, ein zweiter großer Pluspunkt dieses Buches, denn damit entsteht auch ein größeres Verständnis für die Botanik, und die Möglichkeit der Gefahreinschätzung bei unbekannten Pflanzen einer bekannten Familie. In "Essbare Wildpflanzen" gibt es leider keine Beschreibung zu den Familien (was auch an der ein wenig verschiedenen Zielsetzung der Bücher liegt).

Die Menge der Pflanzenportraits ist in "Pflanzliche Notnahrung" allerdings nicht sehr groß. Das liegt daran, dass es nunmal kein Bestimmungsbuch ist, was zur Folge hat, dass man mit dem Buch nicht einfach auf die Wiese gehen kann, sondern fürs Training noch ein zusätzliches Bestimmungsbuch braucht (auch wenn der Leser eine Übersicht über ein paar Pflanzenfamilien erhält, und vielleicht geneigt ist, allein mit Kenntnis der Familien zum Salat holen nach draußen zu gehen, ist es UNERLÄSSLICH, das betont der Autor selbst, die Pflanze, die man verspeisen möchte, GENAU zu bestimmen (mindestens bis Gattung, besser bis Art) - und das ist mit dem Buch eben nicht möglich - abgesehen von ein paar Ausnahmen). "Essbare Wildpflanzen" legt seinen Hauptfokus auf die Pflanzenportraits, von daher ist dieses Buch dem Wesen nach besser dazu geeignet, es als alleiniges Nachschlagewerk mit in die Natur zu nehmen und Salat zu sammeln (was ich auch schon häufiger gemacht habe). Die Pflanzenportraits in "Essbare Wildpflanzen" sind demnach auch sehr übersichtlich und systematisch gestaltet und gehen stark auf die Bestimmungsmerkmale der Arten ein (darüber hinaus ist in "Essbare Wildpflanzen" zu jeder Art eine sehr gute Zeichnung vorhanden, an die die Zeichnungen in "Pflanzliche Notnahrung" in meinen Augen nicht heran reichen - hier sehe ich noch Verbesserungspotenzial). Auch sind die Sammelzeiten in "Essbare Wildpflanzen" in einer Übersichtstabelle aufgeführt, was in "Pflanzliche Notnahrung" leider nicht der Fall ist, die Sammelzeiten sind dort lediglich in den Portraits genannt (auch das fände ich eine tolle Neuerung für eine eventuelle 2.Auflage). Hier möchte ich jedoch direkt auf die Einzelportraits bei "Essbare Wildpflanzen" eingehen: Es werden manche Pflanzen beschrieben, die von Anfängern leicht verwechselt werden können (im Speziellen einige Doldenblütler). Die Pflanzenauswahl finde ich hier für den Laien unter Umständen gefährlich, auch wenn auf Verwechslungen hingewiesen wird und die Bestimmungsmerkmale sehr klar aufgeführt sind. Das ist in "Pflanzliche Notnahrung" nicht der Fall, die Doldenblütler werden mit Ausnahme von Wilder Möhre und Giersch kategorisch als Nahrung ausgeschlossen.

Leider wurde mir das Buch "Pflanzliche Notnahrung" gerade von einer anderen Pflanzenliebhaberin aus den Händen gerissen, weshalb ich auf den sonstigen Inhalt nur eingeschränkt eingehen kann:
In "Pflanzliche Notnahrung" finden sich noch Anleitungen zum Prozessieren (d.h. Verarbeiten/Verändern; zum Beispiel Auslaugen, Garen, Rösten etc.) von Pflanzen. Dieser Punkt hat mein praktisches Wissen in dem Bereich ausgebaut, und stellt für mich auch einen großen Wert an dem Buch dar, ebenso wie die Ausführungen zu den Werkzeugen (zum Mahlen etc.), mit denen die Pflanzen verarbeitet werden können.

"Pflanzliche Notnahrung" ist in meinen Augen kein Buch für Leute, die fünfmal im Jahr einen Wildsalat machen wollen, sondern für solche, die einiges an Zeit in das schwierige (!) Thema zu investieren bereit sind, was auch das Auseinandersetzen mit ausführlichen Bestimmungsbüchern einschließt. Da ich einer dieser Leute bin, war das Buch für mich auf jeden Fall eine Bereicherung und bekommt fünf Sterne.
Für Leute, die beim Survivaltraining nur mal etwas Grünzeug mit im Topf haben wollen und sich nur im mitteleuropäischen Raum aufhalten, wäre vielleicht "Essbare Wildpflanzen" die bessere Wahl.

So, nun möchte ich aber keine Zeit mehr in die Rezension investieren, ich hoffe, ich konnte einigen Interessenten bei der Entscheidung helfen.

(Die Kritik habe ich einmal editiert, ich hoffe, dass ich nun den Büchern noch mehr gerecht werde.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
spitze!! 19. April 2012
Von xyz123
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
keine kochrezepte sondern einfache und klare fakten (etwas gewürzt mit gutem humor und leicht verdaulich durch die gut gewählte sprache-dort wo es wichtig ist wissenschaftlich und für den laien vermittelt, sonst leicht verständlich) . herr vogel verlangt einem zwar was ab aber dafür fühlt man sich sicherer bei der eigenen suche nach essbaren wildpflanzen, er macht einem zu eigenverantworlichen und mündigen interessierten, durch den wissenschaftlichen zugang bleibts nicht beim bildchenvergleich um eine pflanze zu bestimmen wie in anderen bestimmungsbüchern (was u.U. auch gefährlich werden kann) sondern man lernt, wo man hinsehen und auf was man achten muss um eine pflanze sicher zu bestimmen oder zumindest auf der sicheren seite zu sein um unabsichtliches verzehren von giftpflanzen zu vermeiden. uneingeschränkt zu empfehlen.
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