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Pflanzenjäger: In fernen Welten auf der Suche nach dem Paradies
 
 
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Pflanzenjäger: In fernen Welten auf der Suche nach dem Paradies [Taschenbuch]

Kej Hielscher , Renate Hücking
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Preis für beide: EUR 19,90

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 272 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 5., Aufl. (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492241638
  • ISBN-13: 978-3492241632
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 64.341 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 12.12.2002
Sei es aus finanziellen Gründen oder aus Leidenschaft, "Pflanzenjagd ist eine Gier, die Menschen in alle Ecken der Welt treibt". Das hat die Rezensentin Elke von Radziewsky im Kej Hielschers und Renate Hückings Buch erfahren. "Acht wunderbar lesbare Porträts von deutschen Pflanzenjägern" haben die beiden Journalistinnen geschrieben, so die Rezensentin, und in einen "liebevoll gestalteten" Band gebettet. Darunter befinde sich auch die Lebensgeschichte der legendären Naturaliensammlerin Amalie Dietrich, um die sich viel Erfundenes gesponnen habe.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Kej Hielscher und Renate Hücking haben acht wunderbar lesbare Porträts von Pflanzenjägern geschrieben und in einen liebevoll gestalteten, romangroßen Band gestellt – eine Kette von Lebensbildern, die nicht nur über botanische Leidenschaften berichten.« Die Zeit

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von weiser111
Format:Taschenbuch
Diese anhand acht exemplarischer Biographien dargestellte Geschichte der "Pflanzenjäger" ist nicht nur für Pflanzenliebhaber und Gartenfreunde ein Muss.
Der Leser erfährt hier viel Neues, gewissenhaft Recherchiertes über Naturforscher und "Pflanzenjäger", aber auch über die Entwicklung der wissenschaftlich betriebenen Botanik und darüber, wie viele Paradiese verlorengingen, oder besser gesagt: zerstört wurden. Die derzeitige Hybris, altbewährte Pflanzen gewinnmaximierend patentieren zu lassen, ist leider eine unbeabsichtigte Spätfolge des idealistischen, dem humanistischen Menschenbild verpflichteten Forscherdranges; Arroganz und Besitzstreben der Kolonialherren hatten diese Motive schon 100 bis 150 Jahre später entstellt - das verdeutlicht dieses Buch ganz nebenbei. Doch zurück zum Buch selbst:
Die Kurzbiographien der Forscher und "Raubbauern" sind allesamt spannend zu lesen, man begegnet bekannten Namen wie Humboldt, Chamisso, Schweinfurth oder anderen Universalgelehrten (nebenbei entrümpeln die Autorinnen noch die vielen Mythen und Halbwahrheiten über Amalie Dietrich), und die Schilderung der abenteuerlichen, oft lebensgefährlichen Weltreisen lässt einen hernach mit ganz anderen Augen durch den Garten gehen. Wer ahnt schon, dass und wie Philipp Franz von Siebold Glyzinien und Hortensien nach Art der "Räuberpistole" nach Europa schmuggelte? Dass der Kalifornische Goldmohn im Garten Adalbert von Chamisso zu danken ist (nach dem übrigens ein Fjord in Alaska benannt wurde)? Dass Alexander von Humboldt nicht nur DER Universalgelehrte schlechthin war, sondern auch lakonisch-bescheiden die ehrende Benennung des Humboldtstromes mit den Worten kommentierte "Die Strömung war 300 Jahre vor mir allen Fischerjungen von Chile bis Peru bekannt; ich habe bloß das Verdienst, die Temperatur des strömenden Wassers zuerst gemessen zu haben"? Man könnte seitenlang so weitermachen und käme nicht aus dem Schwärmen heraus.
"Pflanzenjäger" liest sich so spannend und ist dermaßen kenntnisreich geschrieben, dass man es ohne weiteres mit dem Archäologie-Klassiker "Götter, Gräber und Gelehrte" vergleichen kann.
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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Sie blühen und grünen in unseren Gärten, auf unseren Fensterbänken oder Blumenvasen: Pflanzen sind integraler Bestandteil für das menschliche Wohlfühlen. Wie aber sind all die bunten Blumen und grünen Sträucher zu uns gekommen? Durch Menschen, die ihr Leben der Suche nach neuen Pflanzen gewidmet haben. Oftmals waren es dabei gar keine gärtnerischen, sondern wissenschaftliche Motive, durch die Pflanzen von Reisen in entfernte Länder mitgebracht wurden (z.B. die Dahlien durch Alexander von Humboldt). Und leider nahmen insbesondere einige professionelle Sammler wenig Rücksicht auf die Natur, aus der sie ihre "Beute" als Massenware raubten. Auf jeden Fall aber eint sie alle ihr Interesse an Pflanzen und wir verdanken ihnen neben prächtigen Zierpflanzen auch etliche neue Nutzpflanzen und einen unschätzbaren wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn.
Diese Pflanzenjäger und -sammler verdienen es also, durch einige persönliche Portraits wieder zum Leben erweckt zu werden. Dies tun die beiden Autorinnen in ihrem spannenden Buch, indem sie acht wichtige deutsche Sammler aus drei Jahrhunderten vorstellen. Deren Lebensdaten bilden dabei nur das nötigste Gerüst, das den Beweggründen und Persönlichkeiten der Sammler und bezeichnende Episoden ihres Lebens den nötigen Rahmen gibt. Nach der Lektüre des spannend zu lesenden Buches erscheinen die eigenen Pflanzen in Haus und Garten in ganz neuen Zusammenhängen ...
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vielen Dank für die Blumen! 29. November 2007
Von Arne123
Format:Taschenbuch
Geranien, Dahlien, Hortensien, Kakteen - sie alle wachsen und blühen in unseren Gärten und Gewächshäusern. Aber auf welche oft abenteuerliche Weise viele dieser Pflanzen nach Europa gelangt sind, ist meistens unbekannt. Anhand von acht Kurzbiographien gehen die Autorinnen Kej Hielscher und Renate Hücking dieser Frage nach. Sie beschreiben das bewegte Leben von "Pflanzenjägern", Menschen, die einen grossen Teil ihrer Existenz der Jagd nach neuen, in Europa noch unbekannten Pflanzenarten widmeten.

Der Hunger der westlichen Welt nach neuen Pflanzen hat eine lange Geschichte. Einen ersten grossen Schub erhielt er durch die Gründung botanischer Gärten, die, zumeist Universitäten angegliedert, den Bedarf der medizinischen Fakultäten nach Heilpflanzen decken sollten. Mit Beginn der Aufklärung überwog zunehmend das wissenschaftliche Interesse: Die Flut neuer Pflanzenarten, insbesondere aus der Neuen Welt, rückte die Beschreibung und Systematisierung in den Mittelpunkt. Gleichzeitig wurde das private Sammeln exotischer Pflanzen immer populärer, die "Zierpflanze" kam in Mode. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts erlaubte dann die technische Neuerung des beheizten Glashauses auch gewöhnlichen Bürgern, Beispiele tropischer Vegetation mit eigenen Augen zu sehen. An einem kalten Wintertag in die dampfende Hitze eines Palmenhauses zu treten, in dem merkwürdige Blüten wuchsen, riesenhafte grüne Blätter gegen die Scheiben drückten und jener Geruch von Fruchtbarkeit und Zerfall zugleich herrschte, das bezauberte viele und regte ihre Phantasie an. Die neuartigen Gusseisen-Strukturen, wie das grosse Palmenhaus in Londons Kew Garden, lockten selbst Besucher vom europäischen Festland an. Und heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, interessieren sich zunehmend Pharma- und Kosmetikunternehmen für die pflanzlichen Wirkstoffe der artenreichen Apotheke Regenwald.

Ein grosser Verdienst dieses Buchs ist es, die vermeintlichen B-Promis der Pflanzenjägerszene in den Mittelpunkt zu stellen. Dass Alexander von Humboldt ein leidenschaftlicher Weltenbummler und begnadeter Naturforscher war, ist weitgehend bekannt; dass Chamisso an einer Weltumseglung teilnahm, weiss auch so mancher Literaturfreund. Aber wer kennt schon Paul Hermann, der als Arzt der Niederländischen Ostindien-Kompanie in Südafrika und auf Ceylon auf Pflanzenjagd ging? Oder Philipp Franz von Siebold, der aus Japan Clematis, Kerria und Hortensien nach Europa schmuggelte und später der Spionage angeklagt wurde? Sehr lesenswert ist auch das Kapitel über Amalie Dietrich, einzige Frau unter den Beschriebenen, die aus Australien ihre Hamburger Auftraggeber nicht nur mit Pflanzen, sondern mit zahllosen Skeletten von Aborigines versorgte. Dass Pflanzenjagd eine Tätigkeit ist, die neben der Bereitschaft zum Verzicht durchaus ein gewisses Mass an Besessenheit und Rücksichtslosigkeit erfordert, zeigen die Biographien dabei nur zu deutlich.

Um diese Rezension mit einem verdienten Lob an die Autorinnen zu schliessen, die schlechte Nachricht an dieser Stelle: Leider hat "Pflanzenjäger" nicht das Lektorat gefunden, das es verdient hätte. Viele, allzu viele Fehler finden sich bereits in den Kapiteln über Humboldt und Chamisso. So lassen die Autorinnen, historisch korrekt, den grossen Humboldt im Alter von 89 Jahren versterben, ihn jedoch zwei Kapitel später als 90-jährigen munter Briefe schreiben. Auch liegt die Stadt Caracas nicht 2700 Meter hoch, sondern fast 2000 Meter tiefer - wie sonst hätten Humboldt und Bonpland von Caracas aus den laut Buch 2631 Meter hohen (in Wirklichkeit fast 400 Meter niedrigeren) Avila besteigen sollen? Weiterhin kommt die Montezuma-Rose nicht wie beschrieben aus den Anden, sondern entstammt, wie auch Montezuma selbst, dem mexikanischen Hochland (zumal Rosen auf der Südhalbkugel nicht heimisch sind). Und Chamisso war auf dem Weg von Coppet bei Genf nach Berlin zwar in den Alpen, musste diese aber sicherlich nicht "überqueren". Dass im Kapitel über den Kakteensammler Curt Backeberg die Stadt Wilna kurzerhand nach Ostpreussen verlegt wird, wundert einen dann schon nicht mehr. Wohlgemerkt, diese Unachtsamkeiten gehen auf das Konto des Lektorats und sind nicht den Autorinnen anzurechnen. Denn trotz dieser Patzer ist "Pflanzenjäger" ein wunderbar lehrreiches, schön illustriertes und spannend geschriebenes Buch. Wer es gelesen hat, wird unsere heimischen Gärten mit mehr Aufmerksamkeit und Genuss betrachten. Deshalb fünf Sterne und einen grossen Blumenstrauss für die Idee der Autorinnen zu diesem Buch und ihre ausgezeichnete Arbeit!
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