Wolf-Dieter Storls Pflanzenwissen scheint unermesslich. Das Buch ist ein deutlicher Zeuge davon. Es ist eins der dichtesten Pflanzenbüchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, ohne jedoch schwer oder langweilig zu sein.
Am Anfang geht Storl der Frage nach, wer die Pflanzendevas den eigentlich sind. Die Ausflüge in die Mythologie und Geschichte mehrerer Völker, besonderes in die indische, indianische und keltische Mythologie lassen bald ein Bild vor unseren Augen entstehen. Vergleiche unterschiedlicher Bräuche und Sitten überall auf der Welt zeigen, das allen gemeinsam wohl ihr großes Alter und sicherlich auch ein gemeinsamer Ursprung ist. Das Wissen um die Devas ist in allen Kulturen ( ausgenommen unser eigenen) vorhanden und will wiederentdeckt werden.
Storl zeigt, das die Devas keineswegs niedliche Elfen sind die von Blüte zu Blüte springen und sich in Blütenstaub baden, sondern mächtige Wesen. Auch die Pflanzen sind keineswegs so harmlos wie sie machen einer zu sehen glaubt. Pflanzen bewegen sich zwar auf einem anderen Energieniveau als wir, aber auch sie sind in der Lage sich zu bewegen, zu denken, zu fühlen und andere Wesen zu beeinflussen. Storl geht sogar soweit zu behaupten, das nicht wir Menschen die Herrscher der Pflanzen sonder vielmehr deren Knechte seien! - Die Devas der Baumwolle , des Tabaks, des Zuckerrohrs, des Hanfs, der Korkeiche und vieler andere haben die Menschen seit langer Zeit zu ihrem (der Pflanzen) Vorteil manipuliert. Ein Gedanke an den man sich erst gewöhnen muss!
Es gibt's schon immer Menschen, die einen besseren Zugang zu den Pflanzen haben als andere und jede die sich damit beschäftigt sind hinreichend Beispiele bekannt (Medizinmänner und -frauen , Wurzelhexen und Wurzelseppen, die Bewohner von Findhorn, Maria Thun ... um nur einige zu nennen). Um sich den Pflanzen an zu nähern gibt es bestimmte Rituale und Vorgehensweisen, die von den Pflanzenkundigen seit jeher ausgeübt wurden. Doch wo liegen die Wurzeln dazu? Auch auf diesen Frage geht Storl nach.
Nach der unendlich reichen und dichten Ein- und Heranführung an die Pflanzen und ihre Devas wird wohl kaum eine sich verkneifen können zu sagen: ich will auch Kontakt aufnehmen! Und findet an Schluss des Buches Warnungen aber auch praktische Anleitungen zu Pflanzenmediationen.
Mir bleibt nur zu sagen, das ich dieses Buch bedingungslos jeder ans Herz legen kann, die sich mit Pflanzen beschäftigt, ob zum Heilen, in botanischer, mythologischer oder spiritueller Hinsicht. Das Buch kommt seinem Anliegen, die unterbrochene Kommunikation zwischen Mensch und Pflanze wieder herzustellen, meiner Meinung nach voll und ganz nach!