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Wie die Pflanzen zu ihren Namen kamen: Eine Kulturgeschichte der Botanik
 
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Wie die Pflanzen zu ihren Namen kamen: Eine Kulturgeschichte der Botanik [Gebundene Ausgabe]

Anna Pavord , Hainer Kober
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Kurzbeschreibung

Wer von einer Sache fasziniert ist, will sie auch verstehen, und wer verstehen will, benennt und ordnet die Welt. So geschah und geschieht es auch mit der Welt der Pflanzen - und wie Anna Pavord in ihrem neuen Buch zeigt, ist die Geschichte der Botanik nicht umsonst eng mit einigen der brillantesten Köpfe der abendländischen Geistesgeschichte verbunden. Schon im Athen des 3. vorchristlichen Jahrhunderts stellte sich Theophrast, ein Schüler des Aristoteles, die Frage, wie man Pflanzen angemessen benennen und nach welchen Kriterien man sie einordnen sollte. Worin bestanden ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede? Das Ergebnis seiner Bemühungen war das allererste Buch über Pflanzen. Die Beschreibung und Systematisierung der Pflanzenwelt nahm im Verlauf der folgenden Jahrhunderte zahlreiche Gelehrte und Forscher in ganz Europa und darüber hinaus in Anspruch. So spannt auch Anna Pavord einen großen Bogen: über Alexandria und Konstantinopel in das Italien der Renaissance, die das Verhältnis des Menschen zur Natur radikal neu definierte, und schließlich bis in das heutige Kasachstan und den südamerikanischen Regenwald. Viele Künstler, darunter etwa der große Albrecht Dürer, haben in aufwändig gestalteten Pflanzenbüchern bei der faszinierenden Suche nach Ordnung in der Natur mitgewirkt. Bis heute zählen diese Bücher zu den Glanzstücken der Wissenschafts- und Kunstgeschichte. Anna Pavord legt ein Meisterwerk erzählter Geschichte - der Botanik und der Buchkunst - vor, ein Buch, das mit seinen über 150 Farbillustrationen zudem ein optischer Genuss ist.

Der Verlag über das Buch

Nach ihrem Bestseller Die Tulpe folgt Anna Pavord in ihrem opulent gestalteten neuen Buch den Fußstapfen jener Gelehrten, Forscher und Abenteurer, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, die Spielregeln der Natur zu entschlüsseln.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Klasse! Lesegenuß 19. April 2009
Von Rainer Ascherson VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Für mich ist das Kennzeichen eines gutes Buch, dass ich es mit Freude und Gewinn lese und am Ende traurig bin, dass es nicht weiter geht.
Anna Pavords Wie die Pflanzen zu ihren Namen kamen" fällt genau in diese Kategorie.
Kurz zusammengefasst geht es darum auf welche Art und Weise die Menschen von Theophrastus (320 v.Chr.) bis zu Linné (1753) die Pflanzen betrachtet bzw. eingeordnet haben.
Theophrast, ein Schüler von Aristoteles, kannte ca. 500 Pflanzen. Er ist der Erste, der die Pflanzen nicht nach dem Nutzwert für den Menschen bewertet, sondern die Frage stellte Wie unterscheiden wir zwischen den Dingen?".
Seiner Meinung nach haben die Pflanzen auch eine Seele und zwar genau an der Verbindungsstelle zwischen Wurzel und Stamm.
In der Folgezeit wird der Blick auf die Pflanzen eingeschränkt: Dioskurides schreibt 77 n.Chr. sein Buch De materia medica". Verbreitung und Ökologie werden zur Nebensache und nur die medizinische Wirkung der Pflanzen interessiert.
In den nächsten 1.500 Jahren wird sich daran nichts ändern! Amüsant die Geschichte, die Pavord erzählt: im Jahre 1934 sammeln englische Pflanzenliebhaber am Berg Athos Pflanzen und treffen in der Umgebung des Klosters auf einen griechisch-orthodoxen Priester und Apotheker, der Bilsenkraut sammelt. Mit dabei hat er handgeschriebene Blätter aus dem Kräuterbuch des Dioskurides!
512 n.Chr. erscheint Julianas Buch, das erste illustrierte Pflanzenbuch mit 383 Pflanzenillustrationen .
Übergehen wir das Mittelalter und kommen direkt in die Renaissauce, hier findet eine erstaunliche Entwicklung statt: die Pflanzenmalerei wird hyper realistisch - z.B. das grandiose Dürrer Bild (1503) Das große Rasenstück" - aber der Text der Autoren entwickelt sich nicht weiter.
Erst mit dem Auftreten der Väter der Botanik", Otto Brunfels und Leonhart Fuchs, wird die Pflanze wieder selber betrachtet und nicht Abgeschriebenes der Vorgänger repetiert. Sie sind auch die Ersten, die ein binäres Bezeichnungssystem einführen - allerdings nicht konsequent.
Im Weiteren kommen neue Ideen wie man die Pflanzen einordnen kann dazu. Cobelius wählt die Blattform, Cesalpino Samen und Frucht und Tournefort, 1695, schlägt die Zahl und relative Symmetrie der Blüten vor.
Das Ende von Pavords Buch ist Linnés Species Plantarum", allerdings gewährt sie uns noch einen kleinen Ausblick auf die aktuellen Arbeiten von Chase, der mit molekularbiologischen Methoden versucht, die Pflanzen zu klassifizieren.
Pavords Buch ist toll und spannend geschrieben. Die vielen Abbildungen ergänzen den Text aufs Beste. Neben den Beschreibungen der einzelnen Protagonisten streut sie immer wieder auch Anekdoten von selbst Erlebten ein.
In ihrem Buch geht es nicht nur um Pflanzen, sondern um Menschen und ihre Eigenheiten, um Religion, um den richtigen Zeitpunkt (ein Buch zu veröffentlichen mit dem richtigen" Inhalt, um Kunst etc.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Die Entstehung der systematischen Namensgebung für Pflanzen - und schon davor die langsame Entstehung des mehr oder weniger wissenschaftlichen Interesses an nutzbaren oder auch einfach nur schönen und sogar an unauffälligen Pflanzen wird in diesem Buch anschaulich, teilweise spannend und niemals langweilig beschrieben und erzählt.
Für den historisch interessierten Leser ein Blick auf die Geistesgeschichte von einem ungewohnten Blickwinkel; für den biologisch interessierten Leser ein interessanter Blick auf die Entstehung der Systematik mit teilweise erstaunlichen Details. Für alle Anderen ein hochinteressantes Buch, das man mit Gewinn fürs Wissen und mit Freude an der Sprache lesen kann. In der deutschen Ausgabe trägt dazu nicht zuletzt die feinfühlige Übersetzung von Hainer Kober bei.
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