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Pfitzner, Hans - Palestrina (2 Discs)
 
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Pfitzner, Hans - Palestrina (2 Discs)

Christopher Ventris , Peter Rose    Freigegeben ohne Altersbeschränkung   DVD
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Christopher Ventris, Peter Rose, Michael Volle, Falk Struckmann
  • Format: Classical, Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.0), Deutsch (PCM Stereo)
  • Untertitel: Englisch, Französisch, Deutsch
  • Region: Alle Regionen
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Ohne Altersbeschränkung
  • Studio: EuroArts (Naxos Deutschland GmbH)
  • Erscheinungstermin: 10. Mai 2010
  • Produktionsjahr: 2009
  • Spieldauer: 197 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B003E113Q2
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 64.558 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

"Aufnahme"
Recorded live at the Nationaltheater, Munich, 10 & 14 July 2009

"Musik"
Bayerisches Staatsorchester
Conductor: Simone Young

"Interpreten"
Giovanni Pierluigi da Palestrina - Christopher Ventris
Pope Pius IV - Peter Rose
Giovanni Morone - Michael Volle
Bernardo Novagerio - John Daszak
Cardinal Christoph Madruscht - Roland Bracht
Carlo Borromeo - Falk Struckmann
Ighino - Christiane Karg

"Pfitzner - Palestrina"
Nun hat Stückl aber mit Simone Young auch eine Dirigentin zur Seite, die sich auf die frech frische Regievorlage einlässt und in der Pfitznerschen Partitur auch einen belebenden Windhauch durchwehen lässt Die Ensembleleistung und der vorzüglich einstudierte Staatsopernchor (Einstudierung: Andres Maspero, Stellario Fagone) unterstrichen die musikalisch hochstehende Qualität der Aufführung. (nmz.de)
Die Ensembleleistung der Bayerischen Staatsoper verdient Hochachtung. Welches Theater kann sich schon diesen riesigen Apparat leisten, diese Scharen von klerikalen Figuren, Sängern, die das Trienter Konzil spektakulär auf die Bühne bringen. (klassik.com)
Die Oper Palestrina schildert, wie der italienische Komponist seine Schaffenslust wiederfand, die er nach dem Tod seiner Frau verloren hatte. Zum Gedenken an Papst Marcellus II, der 1555 nach nur 3-wöchiger Regierungszeit starb, komponierte Palestrina seine Missa Papae Marcelli , die die Kirche mit dem Kontrapunkt versöhnt haben soll. Hans Pfitzner schrieb seine Oper als Allegorie des einsamen Künstlers inmitten der Gesellschaft. Dabei gibt es auffällige Parallelen zwischen Palestrina als Retter des Kontrapunktes und Pfitzner als Bewahrer der deutschen Kunst.

Rezension

Auch wenn Pfitzners Werk bis auf die Erscheinung von Palestrinas verstorbener Frau Lukrezia nur Männerrollen aufweist, ist In die¬ser Produktion eine Frau der unumstrittene Mittelpunkt: Simone Young am Pult des Bayerischen Staatsorchesters. Sie durchleuchtet und durchlebt die Partitur sowohl mit vollblütig strahlendem Temperament als auch mit sensibel geschärftem Feingefühl. Der attackierend quirlige Konzilsakt ist bei ihr ebenso gut aufgehoben wie der intime Monolog, das rührende Zwiegespräch, die Botschaft der Instrumentalsoli. Pfitzner wird von ihr als eigenständige Künstlerpersönlichkeit erfahrbar gemacht und das Ergebnis fesselt spannend und dicht in aufnahmetechnisch satt ausgesteuertem Klang von der ersten bis zur letzten Note. (Opernglas, Juli/August 2010)

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Von Amazon bestätigter Kauf
Hans Pfitzners Oper bezieht sich auf die menschlichen Verhaltensweisen eines epochebestimmenden
Kirchenmusikers, der sich durch persönliches Unglück, schöpferische Krise, Glaubensverlust und
Amtsenthebung, seiner Welt durch Selbstmord entziehen will. Durchbricht dann aber den Gedanken
einer freiwilligen Isolation und stellt sich letztendlich gegen sich selbst, überwindet jegliche
Depression und findet schließlich, zu alter Schöpferkraft zurück.
Die Uraufführung des Palestrina, fand in München im Jahr 1917 unter Bruno Walter, statt.
Ich selber hatte das Vergnügen, diese Oper am 17.Januar 1988 an der Berliner Staatsoper unter
Otmar Suitner zu sehen, die Titelpartie sang Peter Schreier.

Jetzt liegt Pfitzners Oper in einer hervorragender Inszenierung aus dem Nationaltheater München,
aus dem Jahre 2009, vor.

Christian Stückl(Regie) und Stefan Hageneiner(Bühne/Kostüme) lassen die Erfahrungen, die sie
während ihrer Tätigkeit bei den Passionsspielen/Oberammergau erworben haben, nun auch in diese
Aufführung - mit seinen skurrilsten Farbgebungen, einfließen.
Mit Christopher Ventris(Palestrina), Michael Volle(Morone), John Daszak(Novagerio), Falk Struckmann
(Barromeo), Wolfgang Koch(Graf Luna) sowie Christiane Karg(Ighino) - um nur ein paar der zahlreichen
Personen zu nennen, die in Pfitzners monumentalem Werk zu sehen und hören sind, stehen dieser Inszenierung
überzeugend agierende Sänger zur Verfügung. Ebenfalls sauber fügt sich der Chor in dieses Ensemble ein
und lässt sich - wie alle anderen - souverän vom Dirigat Simone Youngs, leiten.

Pfitzners Musiksprache ist deutlich von Richard Wagner geprägt. Das Orchester klingt zeitweise spirituell
und innig(lässt an Parsifal und Meistersinger denken), dann fällt es wieder sehr klar in des Komponisten
Orginalität und verbindet Tradition mit Modernem. Simone Young nimmt diese Partitur sinnlich und transparent, hebt doch in besonderem Maße die meditative Seite hervor und unterstreicht die Bühnenwirksamkeit, die in der
Musik Hans Pfitzners - durch seine Inanspruchnahme der Leitmotvik -,klar zum Ausdruck kommt.
Auch in den drei Vorspielen dominieren Klangschönheit wie Dynamik und suggerieren ein sehr belebendes Gefühl.

Die Aufmachung dieser Doppel-DVD ist gut: Tonformat, Dolby Digital 5.0, PCM Stereo, Bild, 16:9, Booklet ist
informativ, Bonus, Making of, Untertitel, Deutsch zuschaltbar.

Es ist schwierig Pfitzners Schaffen einzuordnen. War er der "letzte Träumer?" oder stand er auf den "festen
Boden" der Tradition. - Egal, es war sehr wichtig, dieses Ausnahme Werk zu neuem Leben zu erwecken und es so,
in einer wunderbaren Qualität, zu veröffentlichen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Überzeugende Farben 3. August 2011
Ich gebe es zu: Angesichts der bunten Farben dieser Inszenierung war ich skeptisch; der kontraproduktive Werbetrailer ließ mich sogar mit dem Kauf zögern, bis ich die positiven Bewertungen hier las. Und ich muss sagen: Gut, dass ich mir diesen Palestrina doch zugelegt habe. Es handelt sich um eine rundum gelungene Produktion: Hervorragende Sänger, bei denen auch das Schauspielen nicht zu kurz kommt, eine saubere Orchesterleistung, eine sicher etwas ungewöhnliche, aber in sich stimmige Inszenierung und schließlich die ebenfalls rundum befriedigende technische Präsentation. Man muss wohl in Sachen Inszenierung sogar zugeben: Stellt man die Engel-Erscheinungen am Ende des ersten Aktes nicht leicht verfremdet wie hier, sondern streng "naturalistisch" dar, dürfte die Szene kaum noch erträglich sein (ich kannte die Oper bislang nur von CD, da war mir dieses Problem nicht so bewusst). Wenn in der Inszenierung einmal von den originalen Regieanweisungen abgewichen wird, ist das in der Regel als sinnvolle Verdeutlichung zu begrüßen; so erlebt man hier "auf der Bühne" die Inhaftierung Palestrinas am Ende des ersten Aktes, von der man eigentlich nur indirekt im zweiten Akt erfährt (heikel insbesondere dann, wenn man den Text nicht versteht). A propos Textverständlichkeit: Selbige ist in dieser Oper ungemein wichtig und größtenteils erstaunlich gut, sogar ohne die notfalls zuschaltbaren Untertitel. Erstaunlich sind die vielen kleinen Details, die es zu entdecken gibt; eine wirklich gründliche, liebevolle und letztlich doch recht texttreue Inszenierung. Ein uneingeschränktes Placet!
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein pures Vergnügen 21. Juni 2010
ist diese farbgewagte Inszenierung von Christian Stückl. Bühnenbild überwältigend, unkonventionell, frech, plakativ, dabei passend. Personenregie sehr sensibel, Kostüme und Maske wundervoll, Sänger absolut überzeugend, Musik viel interessanter als erwartet, Dirigat schwungvoll. Für so etwas wird man Opernfan!
Fast vergessen: Text interessant, Oper eindringlich.
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