Wer als homöopathischer Therapeut arbeitet, wird seine Therapie sicher nicht nur auf ein einziges Buch stützen, sondern zusätzlich zu eigener Erfahrung und verschiedenen Repertorien in Zweifelsfragen zur Sicherheit verschiedene Quellen nutzen. Und jede dieser Quellen hat ihre Vorteile.
Das Homöopathiebuch von Michael Rakow ist ein Klassiker. 1996 erschienen, liegt es nun in sechster und überarbeiteter Auflage vor. Seine Stärke ist die langjährige Praxiserfahrung des Autors, die nicht in Fallgeschichten präsentiert wird, sondern zwischen den Zeilen bei Zuordnungen der Mittel für eine verantwortungsvolle Grundlage sorgt. In acht Kapiteln wird zunächst in Kapitel eins ( ca. 15 Seiten) in die Homöopathie eingeführt und in den Folgekapiteln auf verschiedene Erkrankungen eingegangen- von Atemwegserkrankungen über Magen- Darm-, Bewegungs-, Hauterkrankungen über Erste Hilfe zu Verhaltensstörungen und Geburtshilfe.
Die Mittelfindung wird durch die übersichtliche Gestaltung erleichtert, auch Grenzen der Homöopathie werden aufgezeigt ( z. B. bei fieberhaften Verlaufsformen tä Diagnoase stellen lassen!, S. 23). Praxisbasierte Bemerkungen wie die zu den Folgen einer Sulfurgabe ( S. 78) sind äußerst hilfreich.
Jede Erkrankung wird zunächst ätiologisch und symptomatisch sowie ursächlich erläutert, dann werden die in Frage kommenden homöopathischen Arzneien aufgelistet- zumindest eine Auswahl derselben- und anschließend die Arzneien ausführlich auf ca. einer Seite pro Arznei erläutert.
Ich empfehle das hervorragende Arbeitsbuch allen homöopathischen Therapeuten, die mit Pferden arbeiten. Pferdebesitzern würde ich zu Rakows Buch aus dem Kosmos Verlag raten, es sei denn, sie wollen wirklich tief in die Materie einsteigen.