Der Autor über sein Buch
Worum geht es in diesem Buch?Es ist ein Buch über eines der letzten Tabus in unserer Gesellschaft. Das Werk ist im Wesentlichen autobiographisch, der Autor ist Ende August 1999 verstorben. James Falabella ist am Ende seiner Kräfte. Seine Frau Sheila will sich von ihm scheiden lassen und ist mit den Kindern ausgezogen. Seitdem, eigentlich schon seit langer Zeit vorher, fristet er sein frustriertes, einsames Dasein im Hause seiner Eltern, abgelenkt allein durch die tägliche Einnahme von Drogen sowie die Kommunikation mit seinen Internet-Freunden. Zu allem Überfluß beginnt ihn auch ein altes "Leiden" wieder zu quälen. James ist zoophil, versucht seine gesellschaftlich scharf verurteilte sexuelle Veranlagung jedoch zu verbergen und zu unterdrücken.
Wieso konnte er nicht einfach ganz normal sein? Wie war er nur zu dieser seltsamen, so starken sexuellen Neigung gekommen? James beginnt, sein ganzes bisheriges Leben reflektierend, sich schonungslos selbst zu erforschen, um die Ursachen aufzudecken.
Am Ende dieses Prozesses liegt zwar kein lupenreines Happy End, aber doch ein gestärkter Protagonist, der sich selbst akzeptiert, wie er ist.
Mark Matthews schreibt in seinem Nachwort: Das ist, denke ich, ein wichtiger Punkt. Zoophile sind nicht "normal" nach den gängigen Definitionen. Ich bin nicht "normal". Aber wir sind menschliche Wesen, wir teilen die meisten Eigenschaften mit dem Rest der Menschheit. Und als solche ist es vielleicht Zeit, daß die Gesellschaft ihre Einstellung uns gegenüber überdenkt, anstatt uns Psychopharmaka aufzuzwingen, uns einzusperren oder uns auszustoßen. Solange wie wir weder irgendwelchen Menschen noch unseren Partnern etwas zuleide tun oder sie verletzen, solange wir noch produktive funktionierende Mitglieder der Gesellschaft sind, warum überhäuft man uns dann mit Schimpf und Schande? Warum läßt man uns nicht einfach sein, wie wir nun einmal sind? Wird die Gesellschaft verletzt oder bereichert durch Vielfalt? Bitte denken Sie darüber nach. Das Leben bringt noch immer seine Schwierigkeiten und Herausforderungen, seine Versuchungen und Triumphe, aber damit kann James umgehen. Er und Dotty stellen sich gemeinsam dem Leben. Haben Sie kein Mitleid mit James, mit seinen Schwierigkeiten, mit seiner Unterschiedlichkeit. Freuen Sie sich mit ihm - daß er sich selbst gefunden hat und daß er, am Ende, die Liebe gefunden hat. Ich bin James. Ich bin glücklich.