Ein münsterländer Bauer, eine ukrainische Putzfrau und eine Galeriebesitzerin - geschickt, wie Ursula Meyer drei unterschiedliche Morde zu einem spannenden und gut durchdachten Fall macht, bei dem sich die Mosaikstücke nach und nach zusammensetzen. Ursula Meyer's Krimis lese ich immer wieder gerne: gelungene Plots, sympathische Personen, Spannung bis zum Schluss, geschickt verbunden mit einer Prise Humor.
Dieser Fall gehört sicher zu den besten der Serie. Besonders gut gefallen hat mir die Einführung von Max Lückmann als Hauptermittler, der neben der Auflösung des Falls auch noch als Strohwitwer zurechtkommen muss, was zu einigen amüsanten Szenen führt.
Wie schon in den vorherigen Krimis, die ich alle wärmstens empfehlen kann, werden auch hier wieder sehr gut Spuren und Indizien so in die Geschichte eingebracht, dass man als Leser gut mitraten kann, man aber doch nicht allzu schnell auf die Lösung kommt. Die Ortsbeschreibungen sind wie immer gut recherchiert und lebendig und machen große Lust, mal wieder ins Münsterland zu fahren.
Kurzum, ein wirklich gelungenes Buch, dem man auch ohne Vorkenntnisse der bereits erschienen aus dieser Reihe problemlos folgen kann.