Die Petra ersetzt meine in die Jahre gekommene Bosch gustino, die mich mit einfachstem Handling verwöhnt hat. Knopf drücken und 15 Sekunden später war alles fertig.
Der Kaffee aus der Petra ist wirklich besser und die Maschine zaubert eine wunderbare Crema. Zudem brüht sie wesentlich heißer. Somit kann ich nur das bestätigen, was die anderen Rezensenten auch schrieben. Nur dafür benötigt sie ihre Zeit, da das Wasser auf Vorrat aufgeheizt werden muss. Trinkt man nur eine Tasse, dann heizt man umsonst auf Vorrat.
Was mir sehr negativ aufstößt sind die anfallenden Reinigungsarbeiten an der Maschine. Es gibt keine Tasse Kaffee, die ich mir nicht mit Putzarbeiten durch nachtropfende Reste erkaufe. Das ohnehin nicht sehr vertrauenserweckende Verschlusssystem scheint nicht ganz dicht abzuschließen, auch wenn die Pads gleichmäßig im Träger liegen. Da das Kaffeepad wesentlich nasser nach dem Brühvorgang in der Halterung verbleibt, als ich das von der Bosch gewohnt bin, tropft es nach. Und auch der Weg bis zum Mülleimer hat dadurch seine Spuren.
Auch der Zusammenbau stellte mich vor ungelöste Fragen. Der Chlorfilter, der noch zusätzlich in den Tank kommen kann, will partut nicht halten.
Das man einen Wassertank aus durchsichtigem Material verbaut, das dann aber so dunkelbraun ist, dass man eine Lampe bräuchte um den Wasserstand zu erkennen, ist wohl den Designern zu verdanken, die lieber den dunklen Kontrast haben wollten als Praxistauglichkeit. Dafür warnt mich dann eine Diode vor niedrigem Wasserstand.
Da nur im hinteren Bodenbereich der Maschine die Füschen mit Gummi versehen sind, steht sie im vorderen Bereich nicht sehr rutschfest. Dumm nur, dass hier vorn mit Kraft der Hebel für den Träger umzulegen ist. Dies führt eben auch ständig zum Verrutschen der Maschine.
Übrigens schmeckt der Kaffee weit besser als aus gleichteuren Senseo Maschinen.
Insgesamt bleibt es zwiespältig! Der Kaffee schmeckt gut, die Milch wird schön geschäumt, Teewasser kann sie auch - es sind wohl die inneren Werte die zählen!
Olu de Wig