Peter Tosh „Dangerous & Live in Boston '76" beginnt mit einem interessantem Instrumental, dass dann in eine interessante „Igziabeher"-Version übergeht. Mit „400 Years" beweist die Truppe um Tosh, Al Anderson, Sly Dunbar und Rob Shakespeare dass musikalisch alles möglich ist - die beste „400 Years"-Version. Der erste richtige Knaller ist dann „Burial", bei der sich mir die Nackenhaare aufstellen. „Mark of the Beast" kann ebenfalls überzeugen, ebenso wie die sehr gute (und mir als einzige Live-Aufnahme dieses Lieds bekannte) „Ketchy Shuby"-Version. Insgesamt ist zu sagen,dass hier ein gutes Album 14 Jahre nach Tosh's Tod abgeliefert wurde - nicht mehr und auch nicht weniger. Tosh-Live ist auf „Captured Live" und (natürlich!) dem „One Love Peace Concert" besser. Der Sound und die Performance stimmen. Wer Tosh's erstes Album „Legalize it" mag, wird „Dangerous & Live in Boston '76" lieben. Für Einsteiger sind die Standard-Werke „Equal Rights", „Wanted Dread and Alive" sowie „Mama Africa" zu empfehlen.