Das Positive vorweg. Bei der 2. Staffel von Peter Strohm fällt direkt auf, dass die Bildqualität deutlich besser ist, als bei Staffel 1. Auch bei den einzelnen Folgen hat man aufgerüstet, denn in dieser Staffel kommt Strohm mehr in der Welt (Italien, Schweiz, Österreich, Karibik z.B.) herum. Daher steht der Serie die gern mal verpasste Bezeichnung 'Der deutsche James Bond' in dieser Staffel am besten. Die Fälle bleiben so spannend, wie zuvor und leben oft von Löwitschs smart-hart-herzlicher Art, die sich herrlich von so manchem weichgespülten Gesetzeshüter heutiger Tage abhebt und ihren Reiz einmal mehr daraus bezieht, dass Strohm irgendwo zwischen Gesetz und Illegalität operiert und sich seine Regeln und Moral selbst macht.
Klaus Lage schrieb für eine Folge einen ähnlich treffenden auf Strohm zugeschnittenen Song für diese Staffel, wie er es schon für Schimanski tat.
Nervig und genußtrübend wie schon bei Staffel 1 ist aber, dass jede Folge einzeln aufgerufen werden muss. Einen "Alles abspielen" Menuepunkt hat man wiedermal nicht.