Kurzbeschreibung
<P><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: 'Times New Roman'; mso-bidi-font-size: 10.0pt">Peter Schlemihl verkauft aus blanker Not seinen Schatten einem höflichen, mondänen Herrn. Damit ist sein Schicksal besiegelt: obzwar steinreich, wird er stigmatisiert und ausgestoßen, selbst die opferbereite Liebe von Mina scheitert daran, Rettung findet er nur in dem Entschluss zu einem einsamen, die Welt bereisenden Botanikerleben. Vieldeutig ist dieses wenig romantische Märchen: Was bedeuten Schatten und Geld und Siebenmeilenstiefel, geht es um fehlende Heimat, um Kapital gegen Seele? Oder entwirft dieses Märchen das Urbild des Ausgeschlossenseins? <?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p></SPAN></P> <P><SPAN style="FONT-SIZE: 12pt; FONT-FAMILY: 'Times New Roman'; mso-fareast-font-family: Cambria; mso-fareast-language: EN-US; mso-ansi-language: DE; mso-bidi-language: AR-SA">Chamissos "wundersame Geschichte" hat immer wieder bildende Künstler zu Illustrationen inspiriert, als deren berühmteste wohl die sechs hochdramatischen Farbholzschnitte des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner gelten können. Die Ausgabe in der Reclam Bibliothek bietet diese zusammen mit Kirchners Titelholzschnitt und einem lithographierten Umschlagentwurf in sorgfältigen Reproduktionen. Zwei kenntnisreiche Nachworte zu Chamissos Text und Kirchners Bildern wurden vom Schweizer Germanisten Peter von Matt und der Kunsthistorikerin und Kirchner-Fachfrau Anita Beloubek-Hammer beigesteuert.</SPAN></P>
Über den Autor
Adelbert von Chamisso wurde am 30.1.1781 in Frankreich geboren und ging 1790 mit seinen Eltern nach Berlin, wo er am Hofe Königin Luises von Preußen als Page arbeitete. Nach der Herausgabe des Grünen Musenalmanachs 1804 studierte er zunächst in Berlin Medizin und Botanik und nahm an einer Weltumsegelung teil, bevor er 1832-38 zusammen mit Gustav Schwab an der Redaktion des Deutschen Musenalmanachs arbeitete. Am 28.8.1838 erlag Adelbert von Chamisso in Berlin einem Lungenleiden.Peter von Matt, geboren 1937 in Luzern, ist Professor für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Zürich. Er hat große Studien und zahlreiche Aufsätze zur Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts verfasst. 2006 erhielt Peter von Matt den Heinrich-Mann-Preis und 2007 den Brüder-Grimm-Preis. Im Jahr 2011 wurde ihm der Jahrespreis der Stiftung für Abendländische Ethik und Kultur (STAB) verliehen.