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am 19. Mai 2004
P.J. Hogans neuester Film ist Kino sowohl für jung und alt - und der Film ist ein Geniestreich, im Vergleich zu Disneys zuckersüßer Fassung oder Spielbergs Hook.
'Peter Pan' ist der Film, den Spielberg hätte machen wollen, doch fällt Hogans im Gegensatz zu Spielbergs starbesetztem Werk noch viel fantasievoller aus.
Denn wer nach dem Film keine Lust hat, einmal mit Peter und Tink ins Nimmerland zu reisen, dem ist echt nicht mehr zu helfen.
Bislang wurden in den Verfilmungen für die Rolle des Peter Pan entweder Mädchen genommen oder ein gealterter, wenn auch sehr sympathischer Robin Williams. Star des Filmes ist, neben seinem Widersacher Hook, auf jeden Fall Jeremy Sumpter als der Pan. Dieser spielt sogar die männliche Konkurrenz wie Daniel Radcliffe locker an die Wand - mal kindlich verspielt, mal machohaft, mal verletzlich mit geprügelter Hundemiene, und dann wieder ein jugendlicher Verführer oder hartgesottener Kämpfer - Sumpter kann in jeder Minute und jeder Gefühlsregung begeistern.
Und mit Sicherheit wird Sumpter auch der nächste große Schwarm aller pubertierenden Mädchen, denn trotz seiner jungen Jahre sieht er schon wirklich gut aus.
Doch was wäre eine Welt wie Nimmerland ohne einen entsprechenden Bösewicht? Ich präsentiere den bösen Barrakuda, den stahlhändigen Stachelrochen - Kapitän James Hook aka Jason Isaacs.
Seit seiner überragenden Darstellung des Colonel William Tavington in Roland Emmerichs "Der Patriot" wird der Brite gerne, zuletzt in der Rolle des Lucius Malfoy in Harry Potter und die Kammer des Schreckens, als Bösewicht eingesetzt. Wer meinte, nur Dustin Hoffman wäre dazu in der Lage, Hook zu spielen, der irrt. Denn Isaacs flößt dem rachsüchtigen Hook auch Menschlichkeit ein, ja, macht ihn sogar sympathisch.
Doch damit nicht genug, so erscheint Isaacs sogar in einer Doppelrolle - und dies nicht ohne Grund: So spielt er zugleich den Vater Wendys, einen Bankangestellten, der sogar Angst vor seinem eigenen Schatten hat. Diese Gratwanderung zwischen schüchternen Familienvater und Bösewicht zu spielen war sicherlich eine noch größere Herausforderung, als nur den Piratenkapitän zu mimen. Und damit kann Isaacs sogar noch vor Hoffman punkten, dem in "Hook" ein wenig mehr Gefühl und Menschlichkeit verwehrt geblieben ist.
Rachel Hurd-Wood ist genauso umwerfend, neben ihrer Schönheit (dem perfekten Kussmund und den stahlblauen Augen), kann sie genauso wie ihr Filmpartner Sumpter überzeugen. Besonders in den Szenen zwischen Peter und Wendy, in denen sich beide mal zärtlich verlangende oder verspielte Blicke zuwerfen.
Tatsächlich entpuppen sich Sumpter und Hurd-Wood als wunderschönes Paar zwischen dem die Chemie perfekt aufeinander abgestimmt ist: Der überaus romantische Tanz der beiden und der von den Zuschauern von der ersten Minute ihres Aufeinandertreffens an erwartete Kuss sind zauberhaft und dürften wohl keinen kaltlassen.
Zu erwähnen seien auf jeden Fall noch die beiden Darsteller Harry Newell und Freddie Popplewell, die John und Michael, Wendys Brüder, spielen, und ebenso göttlich wie die Hauptdarsteller herüberkommen.
Olivia Williams darf sogar ein paar hommageartige Sequenzen, die an ihre Rolle in "Sixth Sense" erinnern, spielen.
Und Ludivine Sagnier als Peter Pans Tinkerbell/Glöckchen gibt die Elfe weitaus leichtherziger als Julia Roberts und noch wesentlich fantastischer, als die Disney-Version je dargestellt wurde.
Zeitalter der Magie:
Früheren Verfilmungen mangelte es an den entsprechenden Special-Effects.
Doch die Computer machen's möglich, Nimmerland, Elfen, fliegende Kids, und ein riesiges Krokodil, das garantiert keiner als Kuscheltier haben will, endlich so umzusetzen, wie J.M. Barry es sich vorgestellt haben mag.
Sagnier wirkt nicht wie extra ins Bild kopiert oder vor einer Leinwand spielend, die rosa Wolken laden zu einem Picknick in luftiger Höhe ein und, besonders schön, Peters und Wendys Tanz vor Mond und Sternenzelt des Himmels.
Doch dies alleine reicht natürlich noch nicht, denn obschon die Effekte toll sind, so runden die liebevoll gestalteten Kulissen, wie die Jolie Roger und Hooks Kajüte, oder das Versteck der verlorenen Jungen, knallig eingesetzte Farben und schöne Kamerafahrten Hogans bildgewaltiges Märchen erst ab.
Die Maske tat ihr übriges, denn die Piraten z.B. sehen schon wirklich nach einer Mischung aus furchterregend und kurios aus. Und bei Isaacs wird einem gelegentlich gar nicht klar, dass er eigentlich zwei Rollen spielt...
Die Kampfchoreographie hatte es sicherlich auch nicht einfach, doch sind die Duelle zwischen dem fliegenden Peter und seinem Widersacher Hook perfekt umgesetzt.
Hogan und Crew zogen also alle Register ihres Könnens, und so ist die technisch und schauspielerisch perfekte Inszenierung ein Augen- und Ohrenschmaus.
Ohrenschmaus deswegen, weil James Newton Howards (Schatzplanet, Atlantis) Score für die entsprechende emotional-musikalische Untermalung sorgte: Flying, Learning to fly sowie Fairie Dance und I do believe in fairies sind die wohl besten Tracks seiner Komposition.
Und auch der Witz kommt nicht zu kurz - kaum eine Szene ist nicht erfüllt von einem Schmunzeln bis hin zum schallenden Gelächter...aber seht und lacht selbst.
Ein Kuss:
Ist Freud ins Nimmerland eingezogen? Eigentlich gehöre ich nicht zu denen, die alles sexuell interpretieren, doch die Anspielungen und die symbolischen Abbilder sind wohl mehr als eindeutig:
Hook und Pan praktisch als zwei Seiten derselben Medaille - Pans Erzfeind ist letztlich seine eigene Furcht vor dem Erwachsenwerden, denn in ihm sieht er nur das Altsein und die Einsamkeit.
Pan hingegen wird von Hook wegen seiner jugendlichen Unbekümmertheit verabscheut, da er das repräsentiert, was Hook entflohen ist, und der Pirat das auslöschen will, was ihn am meisten daran erinnert. So ist das Krokodil mit der verschluckten Uhr Hooks Todessomen, denn er hat Angst vor der Zeit, die ihm davontickt.
Zugleich aber, und nun darf sich Freud tatsächlich austoben, spiegeln Pan und Hook auch Wendys eigenen Zwiespalt wieder, der sie ereilt, nun, da sie zu einer Frau heranreift.
Peter hat das Feuer der Jugend, doch steht ihm die Unbeschwertheit eines Kindes im Wege, Wendy zu erreichen. Der über ihrem Bett schwebende Junge, das Vater-Mutter-Kind-Spiel und natürlich Wendys glücklicher Gedanke, der sie zum Fliegen bringt, all das als Ausdruck eines Mädchens, dass sich gerade auf des Messers Schneide zwischen Kindsein und Frausein befindet.
Hook hingegen ist die verantwortungsvolle Vaterfigur, und nun wird auch klar, warum Isaacs zugleich Mr. Darling spielt, die wohl jede Frau in ihrem Mann sucht.
So verzehrt sich aber nicht nur Wendy mal nach dem einen, mal nach dem anderen -natürlich meist eher nach dem Pan - sondern auch Peter steckt in einer jugendlichen Krise: ein Junge, zu alt, noch Kind, und zu jung, ein Mann zu sein.
Doch genau letzteres zeigt sich immer wieder, bis das Kind durchbricht, das doch nur Spaß haben will, aber die Verantwortung fürchtet, während der Mann in ihm Wendy unbedingt haben will.
Tinks Widerauferstehung durch Peters Rufe "I do believe in fairies. I do! I do!!" sind wohl dann auch so zu verstehen, dass der Junge in jener Szene sein Herz erst richtig entdeckt - mit Tinks Tod stirbt Peter innerlich mit ihr, denn der Himmel färbt sich schwarz, und die See wird aufgewühlt, und nur die Tatsache, das Gefühl der Liebe letztlich zuzulassen, bringt seine Elfe wieder zurück. Denn nach dem Dunkel des melancholisch tristen Tages herrscht auf einmal wieder Sonnenschein im Kino.
Schade nur, dass Peters Zwiespalt keine Auflösung findet und er weiterhin mit seinen inneren Dämonen kämpfen wird - denn wie schon Erich Kästner sagte:
Die meisten Erwachsenen legen ihre Kindheit ab wie einen alten Hut. Sie vergessen sie und denken nicht mehr daran, dass sie jemals existiert hat. Aber nur, wer erwachsen wird und ein Kind bleibt ... ist ein Mensch.
Persönlich gefällt mir der Gedanke, dass Peter, im Gegensatz zu dem, was Wendy als Erwachsene im Off erzählt, vielleicht doch zu ihr zurückgefunden hat.
Trotz dieser Andeutungen, die eindeutig zweideutig in die Richtung Sexualität abzuzielen scheinen, ist der Film noch immer für Kids um die zehn Jahre geeignet. Die Altersfreigabe ab sechs im Kino lief nicht ohne ein paar Schnitte ab, die aber durch die Extended Version wieder wettgemacht werden.
"Peter Pan" ist rundum gelungenes Kino für die ganze Familie ab zehn Jahren, Kinder, die jünger sind, sollten wohl lieber erst einmal die Disney-Fassung ansehen.
Ein wunderschöner, farbenfroher, mal düsterer, mal heiterer, und auch inhaltlich überzeugender Film, der sichtlich näher am Original arbeitet, als alle anderen. Ein Film über das Erwachsenwerden und die Sehnsucht, sich seine Kindheit zu erhalten, den gerade auch die älteren Zuschauer nicht scheuen sollten - im Gegenteil.
Fazit:
Volle 5 Sterne, denn es ist schwer, mich rundweg zu begeistern und dergestalt aus dem Kino schlendern zu lassen, dass ich am liebsten selber ins Nimmerland reisen würde....
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am 16. August 2004
Wer den Film im Kino gesehen hat und ihn mochte, der wird die Extended-Version LIEBEN!
Erst als ich den Film auf DVD gesehen habe, ist mir klargeworden warum er im Amerika so viele Superkritiken bekommen hat.
Besonders Bedauerlich, dass auch Szenen geschnitten wurden die den Charakteren mehr Tiefe geben.
Wie Hook zu Pan sagt: "du wirst allein und ungeliebt sterben" und etwas leiser "genau wie ich"...wer hätte da kein Mitleid mit Hook bekommen.
Nun, ich mus zugeben, dass ich mir den Film wegen dem Darsteller des Hook angeschaut habe. Und leider wurde grade bei Szenen mit dem Piraten Captain die Schere im Kino angesetzt...meiner Ansicht nach, sehen Kinder in den Nachrichten schlimmere Szenen.
Insgesammt hat sich P.J.Hogan wohl die Mühe gemacht das Original von Barrie zu lesen, anders als die anderen Regisseure, denn er bleib dem Original und seiner Aussage treu...
Aber zum Glück gibt es jetzt die Version auf der alles wieder RICHTIG ist..
Also ich kann nur jedem empfehlen sich diese DVD zu kaufen.
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am 6. Juni 2004
Eins vorweg: Dieser Film ist ein trauriges Beispiel dafür, wie man ein Meisterwerk am Schneidetisch kaputtmachen kann... und zwar nicht in der englischen Originalversion, sondern in der deutschen Fassung.
Das Original von Paul Hogan hat alle Ingredienzien zu einem Knüller... die Nähe zu Barries Originalgeschichte ohne allen verniedlichenden „Disney-Schmonzes", prachtvolle Bilder, überwältigende Tricks (noch nie ist ein Peter Pan so "natürlich" geflogen - dagegen sehen Robin Williams' Anstrengungen in "Hook" aus wie Übungen zum Freischwimmer) und grandiose Darsteller. Fildebütantin Rachel Heard-Wood ist wunderschön und natürlich, Jason Isaacs brilliert in der Doppelrolle (!) als Hook und Vater Darling, die verlorenen Jungs sind witzig und originell und Jeremy Sumpter als Peter Pan ist schlichtweg atemberaubend - strahlend, glaubwürdig und ungeheuer aufregend (Kein Wunder, dass die weiblichen Teens in den USA und England tränenübeströmt aus den Kinos wankten, um sich sofort für das nächste Ticket anzustellen...).
Die Geschichte zwischen Wendy und Peter ist denn auch nicht ganz ohne einen gewissen Kitzel... das Mädchen steht auf der Schwelle zur Frau, der Junge - entschlossen, nie erwachsen zu werden - fühlt sich dennoch zu ihr hingezogen. Und so entfaltet sich eine zarte, berührende Liebesgeschichte, die das Original als Interpretation durchaus zuläßt... bis hin zu einem Kuss, der im Buch zwar nicht vorkommt, sich in die Filmhandlung aber wunderbar und glaubwürdig einfügt.
Und was für wunderbar starke Szenen! Die vergiftete Fee Glöckchen, von Peter betrauert und von einem "Ich glaube doch an Feen, ganz fest! ganz fest!" wieder auferweckt, das sich durch hunderte von Kinderstuben zieht (im Original schauen, denn spätestens dann wird klar, warum Jeremy Sumpter für seine Darstellung den diesjährigen SATURN-AWARD gewonnen hat). Wendy's und Peters Tanz und der diabolische Hook, der Peter vorgaukelt, Wendy würde ihn irgendwann verlassen, um ihn leichter töten zu können, denn endlich hat er Peters Schwäche entdeckt, sein erstes wirkliches Gefühl für einen anderen Menschen nämlich - das alles ist großartig und atemberaubend.
Allerdings nur im Original. Die deutschen Kinoverleiher witterten unpassende Teenager-Erotik in einem Film ab sechs und setzten die Schere an, und zwar so mitleid- und sinnlos, dass die Handlung der Kinoversion nach erfolgter "Zensur" (und etwas anderes ist es nicht!) voranruckelte wie eine elegante Yacht, der man den Wind aus den Segeln genommen und den Motor ausgebaut hat. Entscheidende, emotional ungeheuer wichtige Szenen wurden bis zur Entstellung verstümmelt, die Meerjungfrauen waren fast völlig verschwunden und ein von Hook erschossener Pirat wurde vorsichtshalber ganz herausgeschnitten... vermutlich, um die Sechsjährigen zu schonen, für die dieser Film meines Erachtens nach gar nicht gedacht ist. Der Schuss ging nur leider nach hinten los - und der Film in den deutschen Kinos still und leise baden. Kein Wunder, denn nach all den Ver„schlimm"besserungen war er wahrlich keine rechte Freude mehr. Wie hinreißend schön er wirklich ist, habe ich erst herausgefunden, als ich die amerikanische DVD in die Hände bekam.
Und jetzt also die "Extended Version" auch auf deutsch? Soll das heißen, sie haben es gemerkt? Na Gott sei Dank! Mein Tip: Kaufen, mit der ganzen Familie anschauen.Oder mit einem Dutzend seufzender Teenie-Freundinnen.Oder meinetwegen auch allein. Und endlich herausfinden, warum diese "Peter Pan"-Version trotz allem, was man ihr in den deutschen Kinos angetan hat, die ultimativ beste ist, die es je gegeben hat..
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am 4. Oktober 2005
Neugierig gemacht durch den Film 'Wenn Träume fliegen lernen" von Marc Forster 2004 mit Johnny Depp wollte ich nun mehr über die Story von Peter Pan erfahren, dem Kind, das nicht erwachsen werden wollte.
Zur engeren Auswahl stand die 1953 er(!) Trickfilmversion von Walt Disney und ein echter Film von 2003, für den ich mich dann auch entschieden und das nicht bereut habe. Märchen mögen im meinem hohen Alter sicher recht albern sein, aber Peter Pan kannte ich einfach noch nicht, denn aus irgendeinem, nicht nachvollziehbarem Grund hielten die Kulturbeauftragten der DDR selbst dieses Buch für klassenfeindlich und damit gefährlich.
Aber zum Film, Die Handlung war dann doch ganz anders, als in dem Film mit Johnny Depp. Der Bühnenschriftsteller James Berrie tauchte da überhaupt nicht auf, die Witwe war keine Witwe, sondern mit dem armen Kontoristen Darling verheiratetet und die phantasievollen Geschichten von Nimmerland und Piraten, Indianern und Meerjungfrauen erzählte die große Schwester Wendy ihren kleinen Brüdern. Beaufsichtigt wurden die Drei von einem Bernhardiner Namens Nana, der aber sonst keine große Rolle mehr spielte. Allerdings lauschte jemand am Fenster höchst interessiert mit und das war dann besagter Peter Pan, gespielt von einem kleinen putzigen Blondschopf Namens Jeremy Sumpter, von dem man sicher noch hören dürfte, denn Elijah Wood hat ja auch mal so jung begonnen. Peter Pan betrat in Begleitung seiner Fee Glöckchen das Zimmer und das Märchen konnte beginnen.
Die Geschwister flogen ins Nimmerland des Peter Pan und dort trafen sie dann auch den berüchtigten Captain Hook, der diesmal nicht von Dustin Hoffman, sondern von Jason Isaacs gespielt wurde, aber trotzdem überzeugend böse war und Kinder jagte.
Peter Pan hat in Nimmerland eine Art WG für Jungs, denen die Eltern abhanden kamen und deren Vaterersatz er gegen seinen Willen ist, denn er will ja nicht erwachsen werden.
Mit denen erleben Wendy und ihre Brüder dann auch ihre Abenteuer.
Mit dem Original-Stoff von James M. Barrie, den ich ja aus 'Wenn Träume fliegen lernen" kenne, wurde sehr respektvoll umgegangen.
Die Story wurde im Gegensatz zu dem (ebenfalls sehr guten, aber doch andersartigen) Disney-Zeichentrickfilm von 1953 nur leicht "geglättet" und der Schwerpunkt von Wendys Mutterrolle auf die zarten ersten Bande einer beginnenden Teenie-Liebe gelegt. Diese "Liebesgeschichte" bleibt aber unschuldig und ist zu keinem Zeitpunkt abgedroschen oder schmalzig.
Der Film erzählt ein echtes Märchen und noch dazu eines, das weniger blutig ist, als die meisten Märchen der Gebrüder Grimm. Ich fand Peter Pan sogar noch schöner.
Ich finde es schade, erst alt werden zu müssen, um diese Geschichte des Jungen kennen zu lernen, der nicht erwachsen werden wollte.
Obwohl ich ihn gerade in meinem Alter sehr gut verstehen kann, denn ich bin jetzt alt und weiß, wie elend und anstrengend das ist. Der Film bekommt von mir glatte 10/10 für die gute Unterhaltung und einen Kaufbefehl an meine interessierten Leser. Nur hätte ich das alternative Ende aus den Extras der DVD persönlich sogar noch besser gefunden, aber auch das ist nur meine Meinung. Auf jeden Fall sieht man hier die Träume des Johnny Depp alias James Berrie wirklich fliegen.
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am 23. Juni 2004
Dieser Film ist nicht nur etwas für Kinder, er ist ein wahrer Familienfilm, aber noch viel mehr auch einer für Erwachsene, die das Kind in sich aufbewahren konnten. Als ich bei einem Kinobesuch das Plaket für den neuen Peter Pan gesehen habe, stand für mich sofort fest, dass ich diesen Film sehen muß, denn Peter Pan ist meiner Meinung nach eine der schönsten Geschichten überhaupt und schon "Hook" hat mich damals in seinen Bann gezogen, nicht nur wegen der Star-Besetzung mit einem Robin Williams & Co. Nun habe ich mir den neuen Peter Pan schon zweimal angesehen und ich muß sagen, ich finde diesen Film einfach nur perfekt gelungen und wirklich sehr schön! Jeremy Sumpter ist ein wirklich sehr sympathischer Peter Pan und mit seinem ungemein charmanten Lächeln ist er schon jetzt ein sehr markanter junger Schauspieler und wird auch einmal ein recht ansehnlicher Mann sein, hoffentlich wird man seine Entwicklung in weiteren Filmen verfolgen können.
Die Story ist allgemein bekannt und muß daher nicht weiter erläutert werden, zudem sei einmal mehr die schauspielerische Leistung aller beteiligter Kinder gelobt! Vor allem Wendy ist dabei sehr beeindruckend und spielt sich einem direkt ins Herz. Jede Frau wird sich noch gut an die Zeit erinnern, als das Interesse für die holde Männlichkeit so langsam begann und man auf nichts sehnlicher wartete als auf seinen ersten Kuß.
Was den Film für Kinder noch so ansprechend macht, ist wohl James Hook. Ich finde, dieser Hook ist wirklich sehr gut gelungen. Er ist natürlich die dunkle Gestalt des Filmes, aber er ist niemand, der Kindern Angst einflößt oder ihnen Alpträume bereiten wird. Ganz im Gegenteil zeigt dieser Hook sogar Gefühle, ebenso seine Piraten die in ein regelrechtes Geschluchtze ausbrechen als sie Wendys Geschichten hören. Das macht diesen Film ganz besonders kinderfreundlich, wie ich meine.
Für einen gemeinsamen Kino- oder Filmabend ist dieser Film also wirklich geeignet oder eben auch für noch kinderlose geradeso Erwachsene, die noch genug Phantasie besitzen um einen Peter Pan Film genießen zu können - so wie meine Wenigkeit.
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am 5. März 2005
Schon als ich den Trailer für Peter Pan im Kino sah war mir klar, dass ich diesen Film sehen muss. Im Nachhinein bin ich froh, dass ich es zeitlich nicht geschafft habe, denn ich hätte mich schwarz geärgert wenn ich danach erfahren hätte, dass ich um einige geschnittene Szenen betrogen wurde.

Mit dieser DVD hat man nun den vollständigen Film, samt kompletten Endkampf, geköpftem Teddy und weiteren Szenen, die der Willkür zum Opfer fielen, der meiner Meinung nach genauso kinderfreundlich ist wie die Kinoversion.
Nun zum Film selber. Peter Pan ist einer der besten Filme, die ich seit langen gesehen habe. Hier findet man sowohl jede Menge Action und Spannung als auch Lustiges oder Romantik. Außerdem gibt es jede Menge Szenen die man sich immer wieder ansehen kann ohne dass sie jemals langweilig werden. Auch die Darsteller sind durch die Bank alle perfekt besetzt und überzeugen in ihren Rollen.
Mein Tip wäre, den Film auch ruhig mal auf Englisch zu sehen, da einige Szenen (z. B. I do believe in Fairies) noch besser rüberkommen.
Auch am Soundtrack gibt es nichts zu meckern, er untermalt das Geschehen perfekt und lädt wie der Film selbst zum Träumen ein.
Es muss wohl noch erwähnt werden, dass es sich hierbei nicht um einen reinen Kinderfilm handelt. Kleine haben hier genauso viel Spaß wie die Älteren, deswegen sollte man sich als "älteres Semester" auf keinen Fall abschrecken lassen. Sie werden es nicht bereuen, versprochen!
Beim Betrachten des Bonusmaterials tut es einem im Herzen weh zu wissen, dass Peter Pan in den Kinos weitestgehend untergegangen ist. Denn es ist deutlich zu spüren, wieviel Liebe und Hingabe aller Beteiligten im Film steckt. Er hätte wirklich mehr verdient, dieser spannende, lustige, einfach wundervolle Film, den jeder gesehen haben muss.
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am 30. Mai 2004
...wartet ab, bis die entsprechende Verfilmung kommt. In diesem Fall hat sich das warten gelohnt. Es gibt nicht viele amerikanische Kinderfilme, die, bei dem üblichen Effektrausch und hektischem Erzähltempo, mit den europäischen mithalten können. Peter Pan jedoch hat beides: schöne (nicht zu über sättigende!) Effekte und ein schnelles Tempo, das einem trotzdem noch Verschnaufpausen gönnt. Und dennoch ist, was den Inhalt angeht, die Latte recht hochgesetzt. Komischerweise haben Kritiker gerade diese Eigenschaft dem Film als Schwachpunkt zugeschrieben.
Da wäre zum einen der (am häufigsten vorkommende) Vorwurf, die Abhandlung der Furcht vor dem sexuellen Erwachen Peter Pans wäre entweder zu seicht oder zu überfordernd für Kinder. Das stimmt insofern aber nur, wenn man die Zielgruppe falsch definiert, nämlich alle Kinder, sowohl welche die zu alt als auch die, die zu jung sind. Die anderen jedoch (so im Alter von 10-13 Jahren) werden sich wohl gut in dem Film zurechtfinden können. Aus kommerzieller Hinsicht ist dies natürlich schlicht eine Katastrophe, besonders wenn man bedenkt, daß 100 mio. $ in den Film geflossen sind.
Künstlerisch ist es jedoch völlig O.K., einen Film auf eine so eng begrenzte Zielgruppe maßzuschneidern. Genauso ist es O.K., als Erwachsener diese doch sehr originalgetreue Verfilmung vonm Peter Pan zu mögen, ohne sich gleich als latent Padophiler zu fühlen. Somit ist Peter Pan kein deut schlechter, eher im Gegenteil besser, als die (ersten beiden) Harry Potter Verfilmungen.
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am 14. September 2014
Dieser Film ist einfach einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Da kommen Kindheitserinnerungen auf^^ Ich denk mal die Story haben schon einige erwähnt, schlecht finde ich an dem Film gar nichts also hier die Sachen, die ihn so toll machen:)
Da wäre zuerst einmal die Musik, damit kenne ich mich zwar nicht sehr gut aus aber schön ist sie auf jeden Fall
Auserdem kann ich stolz sagen dass ich von allein drauf gekommen bin dass Jason Isaacs hier eine Doppelrolle spielt und ich war völlig aus dem Häuschen wie genial das ist
Die Effekte sind beim Fliegen zwar schon gut aber besonders bei den Wolken (und dem Himmel beim ersten Flug nach Nimmerland) lassen sie einiges zu wünschen übrig aber das macht den Film meiner Meinung nach noch goldiger.
Und diese ganzen süßen Details der Geschichte sind einfach toll (Das Fenster, das immer offen bleiben muss, "Ich glaube doch an Feen, ganz fest, ganz fest", Wendy hat in Peter Pan denjenigen gefunden dem ihr verborgener Kuss gehört, der kurze Moment in dem Hooks Augen tatsächlich rot werden) Die ersten Male anschauen hab ich mich zwar gefragt, wieso die Eltern nicht sehen, dass ein Junge da das Fenster zumachen will aber auch das wird dann nach einer Aussage von Hook klar ("Sie wird dich nicht sehen können..weil sie dich vergessen hat") auch wenn das dann in einem etwas anderem Zusammenhang ist.
Alles in allem ist es einfach ein wunderschöner Film, auch mit guten Dialogen und -wie bei allen Peter Pan Filmen- viel Raum für Interpretationen
Wirklich sehr zu empfehlen:)
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. Juni 2009
Peter Pan ist eine echte Sternstunde unter den modernen Fantasyfilmen. James Barries Story wurde originalgetreu umgesetzt, doch zugleich bietet Peter Pan noch dieses kleine bisschen "Mehr", das aus einer x-beliebigen Romanverfilmung ein Meisterwerk macht.

Zu dem besonderen Flair von Neverland trägt natürlich auch die atemberaubende Schauspielkunst der jungen Darsteller bei. Sumpter ist zweifellos die Idealbesetzung für Peter - dieses schelmische Grinsen könnte einen Gletscher schmelzen! Und Hurd-Wood als Wendy ist einfach nur fantastisch. Hinzu kommt Sagnier als die frechste und zugleich zauberhafteste Version von Tinkerbell, die je ihren Feenstaub versprüht hat. Und welcher Captain Hook kam je finsterer und zugleich bemitleidenswerter rüber?

Wirklich, diesen herrlichen Film könnte ich mir jeden Tag ansehen!
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TOP 500 REZENSENTam 11. Dezember 2008
Glaubst du an Feen? Nein? Selber Schuld! Typisch Erwachsener: Immer nur an das glauben, was sich beweisen lässt. Pff...

Zeitgemäße, schöne Realverfilmung des weltberühmten Stoffs, in dem Jeremy Sumpter eine sympathische Vorstellung liefert. Prima Botschaft natürlich: bleibet Kind im Herzen.
Wehe, du hältst dich nicht dran - dann hol ich Käpt'n Hook; mit dem steh' ich nämlich in gutem Kontakt.
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