Ein an der Elbe geborener, junger Mann will die große weite Welt bereisen und landet
schlussendlich als Marinesoldat mit dem Expeditionskorps in Namibia zur Zeit des
Herrero-Aufstandes. Das Erlebte wird im Zeitgeist des frühen 20. Jahrhunderts geschildert. Der anfängliche Patriotismus weicht im Laufe der Monate in Deutsch Südwest dann eher einem zum Teil nachdenklichem "Was machen wir hier eigentlich ?" und dem elementaren Überlebenskampf, in dem kein Platz mehr ist für großdeutsche
Herrenmenschen-Mentalitäten.
Zum Teil wird die erschreckende Wirklichkeit des Genozit an den Herrero mit Gleichgültigkeit von Peter Moor erzählt, es geht schliesslich um das eigene Überleben.
Auch wird deutlich beschrieben, wie unvorbereitet das Marinekorps in diesen "Feldzug" geschickt wurden. Schlechte Ausbildung, schlechte Ausrüstung, Unkenntnis über das sehr wasserarme Land und Fehleinschätzungen des Offizierskorps setzten den Soldaten tagtäglich zu.
Wer sich für deutsch-namibische Geschichte rund um den Herrero-Aufstand interessiert, dem sei dieser Bericht empfohlen.