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Peter der Große. Ein Roman über Rußlands Glanz und Elend
 
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Peter der Große. Ein Roman über Rußlands Glanz und Elend [Gebundene Ausgabe]

Daniil Granin , Ganna-Maria Braungardt


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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Jakob Stählin hat es bei Zarin Anna weit gebracht. 1735 war der Schöngeist und Musiker in Bachs Orchester aus Leipzig nach Sankt Petersburg gekommen, um sie und ihren Hof mit "allegorischen Erfindungen, Illuminationen und Feuerwerken" zu erfreuen. Bis zum Lehrer Peters III. ist er aufgestiegen, und als die Zarin beschließt, Peter dem Großen ein Denkmal zu errichten, zeichnet auch Stählin einen allegorischen Entwurf. Im Verlauf der Entscheidung aber gerät er in ein Netz aus Intrigen und verliert schließlich seinen Sitz in der Akademie: deren Ehrenplätze sind für "einen Professor für Illuminationen und anderen Unfug" nicht gemacht.

In Daniil Granins neuem, im postkommunistischen Russland angesiedelten Roman ist Stählins Ruhm als Feuerwerker längst verpufft, sein Werben um die Gunst der Zarin bleibt nur Anekdote. Stählins eigene Sammlung zu Kuriositäten aus dem Leben Peters des Großen aber hat ihm einigen Nachruhm gesichert und beiden -- Herrscher wie Biografen -- so ein Denkmal gesetzt. Dies zumindest finden fünf Historiker, die sich nach dem Untergang der Sowjetunion im ehemaligen Palais von Peter und Katharina versammeln, um über Aufstieg und Fall des ersten 'europäischen' Herrschers Russlands zu debattieren. Hier hat die ruhmreiche Vergangenheit des Landes eine (nicht immer romantische) Patina angesetzt, und hin und wieder können der Professor, der Lehrer, der Beamte, der Maler und der Fernfahrer bei ihren Diskussionen draußen vorm Fenster die Geister von Zar und Zarin durch den maroden Garten flanieren sehen.

Die Geister der Vergangenheit beschwört Daniil Granin in seinem neuen Roman ein ums andere Mal herauf, und zwar in epischer, sprachlich immer meisterlicher Manier. Dabei verwischen Dichtung und Wahrheit wie in Stählins Aufzeichnungen, und auch die Form des Anekdotischen wird souverän genutzt, nicht nur, um die Frage nach den Möglichkeiten einer literarischen Vermittlung von Geschichte neu zu stellen. So hat Granin Peter dem Großen ein immer wieder bröckelndes Monument errichtet. Und einen grandiosen historischen Roman vorgelegt, der nicht zuletzt auch seinem Autor ein wuchtiges, glänzendes Denkmal setzt. --Thomas Köster

Kurzbeschreibung

Unter Peter dem Großen steigt Rußland zur europäischen Großmacht auf, in der Gegenwart sind Glanz und Ruhm des Landes versunken. Mit beeindruckender Geschichtskenntnis, voller Ironie und Hintersinn zeichnet Granin das Bild einer unvergleichlichen europäischen Herrscherfigur.
Wer war Peter? Was ist Größe? Diese Fragen treiben fünf Petersburger Intellektuelle um, die selbst nicht mehr wissen, wer sie sind und was sie sollen nach dem Untergang des Sowjetreiches. Sie glauben, alles über Peter den Großen zu wissen, und müssen sich doch eingestehen, daß sie ihn nicht begreifen. Anfangs ist es nur die Lust, sich mit Geschichten über diesen schillerndsten aller russischen Zaren zu unterhalten. Doch schon bald verwischen die Grenzen zwischen Gestern und Heute, erscheinen die höfischen Intrigen von damals wie ein Zerrbild der gegenwärtigen Verhältnisse. So entsteht aus den zahlreichen Episoden um und über Peter den Großen nicht nur ein facettenreiches Porträt dieses faszinierenden Herrschers;
Peters fanatischer Reformwille, sein Kampf gegen die Korruption, seine Gewalt, sein aufklärerischer Geist bieten zugleich immer wieder Erklärungsmuster für die heutigen Zustände. Gerade in dieser Verbindung aus Historie und Gegenwart entsteht die besondere Anziehungskraft dieses Romans über einen rätselhaften Herrscher.

Der Verlag über das Buch

Unter Peter dem Großen steigt Rußland zur europäischen Großmacht auf, in der Gegenwart sind Glanz und Ruhm des Landes versunken. Mit beeindruckender Geschichtskenntnis, voller Ironie und Hintersinn zeichnet Granin das Bild einer unvergleichlichen europäischen Herrscherfigur.

Über den Autor

Wurde 1919 im Wolyn (Kursk) geboren. Nach dem Studium der Elektrotechnik in Leningrad meldete sich Granin zu Kriegsbeginn als Freiwilliger und war bis Kriegsende als Panzerkommandeur an der Front. 1949, erst kurze Zeit als Ingenieur berufstätig, begann er mit dem Abdruck einer ersten Erzählung seine Laufbahn als Schriftsteller.
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